Bachelorarbeit, 2021
41 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, die Kinder beim Erwerb des deutschen Genussystems erleben. Sie untersucht das Phänomen des Genuserwerbs anhand des Beispiels der Possessivartikel und untersucht die Herausforderungen, die mit der Zuweisung des richtigen Geschlechts zu Substantiven verbunden sind. Die Arbeit konzentriert sich auf die Frage, welche konkreten Schwierigkeiten Kinder beim Erwerb des Possessivartikels erleben und ob diese mit den bekannten Problemen des Erwerbs des bestimmten Artikels übereinstimmen.
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in das Thema des Genuserwerbs und beleuchtet die Relevanz dieses Bereichs für den gesamten Spracherwerbsprozess. Kapitel 2 stellt die grammatischen Grundlagen für die weitere Arbeit dar, indem es die grammatische Kategorie Genus und das Artikelsystem des Deutschen erläutert. Dabei werden die verschiedenen Funktionen von Genera und die Bedeutung der Artikel für die Bildung von Nominalphrasen hervorgehoben.
Kapitel 3 befasst sich mit den Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Genuserwerb auftreten können. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse einer empirischen Analyse der Possessivartikel im Leo-Korpus der CHILDES-Datenbank präsentiert. Die Analyse untersucht übergeneralisierte Formen und konkrete Genusfehler und versucht, aus diesen Erkenntnissen zu schließen, welche Schwierigkeiten Kinder beim Erwerb des Possessivartikels erleben.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Genuserwerb, Possessivartikel, Artikelsystem, Genuszuweisung, Sprachentwicklung, Übergeneralisierung, Fehleranalyse, CHILDES-Datenbank, Leo-Korpus.
Das Deutsche hat drei Genera (Maskulinum, Femininum, Neutrum), deren Zuweisung oft keinen logischen Regeln folgt, was besonders beim Erwerb von Artikelwörtern zu Fehlern führt.
Kinder neigen zu Übergeneralisierungen, bei denen sie eine Genusmarkierung (z.B. „mein“ für alles) auf alle Substantive übertragen, bevor sie die korrekte Kongruenz beherrschen.
Die korrekte Verwendung ist essenziell für die Bildung komplexer Nominalphrasen und gilt als Indikator für den Erfolg im Bildungssystem und die allgemeine Sprachbeherrschung.
Obwohl erste Zuweisungen sehr früh erfolgen, zieht sich der vollständige, fehlerfreie Erwerb komplexer Formen wie der Possessivartikel oft über mehrere Jahre hinweg.
Es ist eine wissenschaftliche Datensammlung, die den natürlichen Spracherwerb eines Kindes über einen längeren Zeitraum dokumentiert und für linguistische Analysen genutzt wird.
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