Masterarbeit, 2022
89 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Flüchtlinge bzw. AsylwerberInnen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Die Genfer Flüchtlingskonvention
2.3 Der UNHCR
2.4 Die Situation in Wien
2.5 Trägerorganisationen
2.5.1 Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock
2.5.2 Verein Projekt Integrationshaus
3 Akkulturation
3.1 Definition
3.2 Akkulturationsformen nach John W. Berry
3.3 Psychologische vs. soziokulturelle Akkulturation nach Amado Padilla, William Perez und David L. Sam
3.4 Akkulturations-Bezugsrahmen nach Judit Arends-Tóth und Fons van de Vijver
3.5 „Akkulturation als Ressource“ nach Floyd W. Rudmin
3.6 Der kognitive Aspekt der Akkulturation nach Valery Chirkov
3.7 Objektive vs. subjektive Dimension der Akkulturation nach Andreas Zick
3.8 Der psychologische Aspekt der Akkulturation und die „Frankfurter Akkulturationsskala“ nach Stephan Bongard
3.9 Weitere Aspekte aus dem wissenschaftlichen Diskurs zur Akkulturation
3.10 Akkulturation und Wirtschaftspsychologie
3.10.1 Kaufentscheidung
3.10.2 Werbung
3.10.3 Konsum- bzw. KonsumentInnenverhalten
3.10.4 Ernährungsgewohnheiten und Essverhalten
4 Darstellung des empirischen Teils
4.1 Beschreibung des Vorhabens
4.2 Beschreibung der Methode
4.3 Der Fragebogen
5 Ergebnisse der Umfrage
5.1 Soziodemografische Daten
5.2 Ergebnisse „Grundsätzliche Fragen“
5.3 Ergebnisse aus dem Fragenkomplex „Konsumverhalten anhand verschiedener Lebensmittelgruppen“
5.4 Ergebnisse „Allgemeine Fragen“
5.5 Ergebnisse „Abschließende Fragen“
6 Zusammenfassung und Interpretation
7 Fazit
Die Arbeit untersucht den Prozess der Akkulturation von geflüchteten Menschen in Wien unter Berücksichtigung ihrer alltäglichen Verhaltensweisen, insbesondere am Beispiel ihres Umgangs mit Lebensmitteln, um ein Stimmungsbild über Integrationsprozesse und traditionelle Verhaltensmuster zu erstellen.
1.1 Problemstellung
Tiefgreifende politische Entwicklungen haben Wien, der Hauptstadt des neutralen Österreich, in den vergangenen Jahrzehnten eine in hohem Maße dynamische Bevölkerungsentwicklung beschert. Sei es in den Sechziger- und Siebzigerjahren die sogenannte „Gastarbeiterbewegung“, in den Achtzigerjahren die Öffnung des Eisernen Vorhangs, in den Neunzigern der Jugoslawienkrieg, in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts die Ost-Erweiterung der Europäischen Union, in den Zehnerjahren die Flüchtlingswelle aus Afghanistan und Syrien oder der gegenwärtige Zustrom aus der kriegsgebeutelten Ukraine – Wien gilt seit Langem als sicherer Zufluchtsort für viele Menschen, die aufgrund der unterschiedlich wahrgenommenen bedrohlichen Situation ihre Heimat verlassen müssen.
Mit all diesen Ereignissen gehen zwei Tatsachen einher; erstens: Die Bevölkerungsstruktur Wiens veränderte sich deutlich von einer einst stagnierenden überalterten Stadt zu einer stark wachsenden jungen Metropole, und zweitens: Wien kann gewissermaßen als Ort von sich unentwegt entwickelnden, hundert- und tausendfach vorkommenden Akkulturationsprozessen seiner jeweils neuen BewohnerInnen bezeichnet werden.
Diese evidenzbasierten Fakten einerseits und das persönliche Interesse (und die über mehrere Jahre hindurch mit Freude gesammelten Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen bzw. AsylwerberInnen) andererseits bilden jene Basis, die zur Entscheidung, das gegenständliche Thema für die vorliegende Arbeit zu wählen, geführt haben.
Angesichts der Tatsache, dass das Phänomen „Akkulturation“ und die damit verbundenen individuellen, aber auch kollektiven Prozesse jedoch als überaus komplexes Thema, welches auf vielfältige Weise erforscht wurde, anzusehen ist, versucht die konkrete Abhandlung, Akkulturationsentwicklungen aus einer ganz bestimmten Perspektive zu betrachten und anhand eines buchstäblich elementaren Themas zu verorten – nämlich am Beispiel des Verhaltens im Umgang mit Lebensmitteln.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Akkulturation von geflüchteten Menschen in Wien und definiert die Forschungsfrage bezüglich ihres Lebensmittel-Konsumverhaltens.
2 Flüchtlinge bzw. AsylwerberInnen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten, die Genfer Flüchtlingskonvention, die Rolle des UNHCR sowie die spezifische Situation in Wien und die ausgewählten Trägerorganisationen vorgestellt.
3 Akkulturation: Dieses Kapitel bietet eine fundierte Übersicht wissenschaftlicher Modelle und Theorien zur Akkulturation sowie deren Relevanz für die Wirtschaftspsychologie.
4 Darstellung des empirischen Teils: Das Kapitel beschreibt den Aufbau des Forschungsvorhabens, die quantitative Methodik der Befragung und die Struktur des verwendeten Fragebogens.
5 Ergebnisse der Umfrage: Hier erfolgt die detaillierte Präsentation und Auswertung der erhobenen Daten, unterteilt in soziodemografische Daten sowie verschiedene thematische Fragenkomplexe.
6 Zusammenfassung und Interpretation: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen aus Kapitel 3 interpretiert und in den wissenschaftlichen Diskurs eingeordnet.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Bedeutung der Untersuchung für den Akkulturationsprozess der Zielgruppe.
Akkulturation, AsylwerberInnen, Flüchtlinge, Lebensmittel, Wien, Wirtschaftspsychologie, Integration, Konsumverhalten, Genderverständnis, Identität, Tradition, Ernährung, soziale Interaktion, quantitative Erhebung, Resilienz.
Die Arbeit untersucht das akkulturative Verhalten von AsylwerberInnen in Wien, indem sie analysiert, wie diese Menschen sich in einer für sie neuen Umgebung durch ihr alltägliches Konsumverhalten, speziell im Umgang mit Lebensmitteln, ausdrücken.
Die zentralen Themen sind Akkulturationstheorien, die Lebenssituation von Geflüchteten in Wien, wirtschaftspsychologische Grundlagen der Kaufentscheidung sowie der Einfluss kultureller Werte auf das Ernährungsverhalten.
Das Hauptziel ist zu verstehen, wie sich der Akkulturationsprozess von Flüchtlingen bzw. AsylwerberInnen in Wien am Beispiel ihres Verhaltens im Umgang mit Lebensmitteln manifestiert und welche Faktoren dieses Verhalten beeinflussen.
Der Autor nutzt eine quantitative Empirie. Hierbei wurden achtzig AsylwerberInnen in zwei Wiener Trägerorganisationen mittels eines strukturierten Fragebogens persönlich befragt, um ein Stimmungsbild zu generieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturanalyse (Theorien zu Akkulturation und Konsum) sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Umfrage im Detail auswertet und interpretiert.
Kernbegriffe sind Akkulturation, AsylwerberInnen, Konsumverhalten, Lebensmittel, Wien, Integration, Genderverständnis und psychologische Resilienz.
Sie dient als theoretischer Referenzpunkt für die psychologische Dimension der Akkulturation und hilft, die Bedeutung des mentalen und emotionalen Bereichs der Betroffenen besser in den wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.
Diese Organisationen dienen als direkter Zugang zur Zielgruppe. Die Arbeit stellt ihre Leitbilder vor, um den Rahmen zu verdeutlichen, in dem die Befragten Unterstützung (Unterkunft, Bildung, Betreuung) erfahren.
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