Masterarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 3
1 Thematik der Arbeit
1.1 Problem und Hintergrund
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Methode des Vorgehens
1.4 Forschungsstand
2 SARS-COV-2 Basisdaten
3 Burnout-Syndrom – Grundlagen
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Theorien zur Entstehung von Burnout
3.2.1 Burnoutzyklus nach Freudenberger
3.2.2 Burnout Symptomatik nach Burisch
3.2.3 Individuumzentrierte Ansätze
3.2.4 Bedingungszentrierte Ansätze
4 Folgen psychischer Belastung
4.1.1 Stress als ein Auslöser von Burnout
5 Besondere Belastungen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen
6 Wirtschaftspolitische Bedeutung
6.1 Gesundheitswesen
6.2 Wirtschaftlichkeit der Betriebe
6.3 Politik
7 Lösungsansätze
7.1 Balanced Scorecard als Weiterentwicklungsansatz
7.2 Verantwortung der Unternehmen
7.3 Veränderungsprozesse sind notwendig
8 Modelle und Konzepte salutogenetischen Führungsverhaltens
8.1 Gesundheit als Führungsaufgabe am Beispiel der Salutogenese
8.1.1 Verstehbarkeit
8.1.2 Handhabbarkeit
8.1.3 Bedeutsamkeit
8.2 Führungsverhalten und Gesundheit im Unternehmen
9 Entwicklung der Präventions-Definition
9.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
9.2 Das Wirkungsprinz der Gesundheitsförderung
9.3 Haupt-Akteure und ihre Zielsetzungen
9.3.1 Europäische Union
9.3.2 Staat
9.3.3 Kostenträger
9.3.4 Unternehmen
9.4 Perspektiven
9.5 Gestaltung der Gesundheitsförderung
9.5.1 Erfolgsfaktoren für betriebliche Gesundheitsförderung
9.5.2 Work-Life-Kohärenz
9.5.3 Faktoren der Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
9.5.4 Betriebliche Angebote
10 Begriffsbestimmung „Betriebliche Weiterbildung“
10.1 Bedeutung betrieblicher Weiterbildung
10.2 Bildung als Ressource für Gesundheit
10.3 Möglichkeiten der Prävention durch Betriebliche Weiterbildung
11 Kritisches Fazit
12 Anhang
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, das Burnout-Risiko bei Pflegekräften während der COVID-19-Pandemie durch betriebliche Fort- und Weiterbildung zu reduzieren und verdeutlicht die wirtschaftlichen Folgen psychischer Belastungen für Unternehmen.
1.1 Problem und Hintergrund
„Die sich verändernden Lebens-, Arbeits-, und Freizeitbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein“ (WHO 1986: 3).
Das Zitat, obwohl schon 35 Jahre alt, ist heute ausgesprochen aktuell. Schon Marx und Engels wiesen bereits auf den Einfluss der Arbeitswelt auf die Gesundheit der Bevölkerung hin. Aufgrund der momentan vorherrschenden Einflüsse von Globalisierung, Flexibilisierung, internationalem Wettbewerb und der weltweiten Epidemie gewinnt dieses Thema noch mehr an Brisanz (Schwazer 2020: 1). Des Weiteren prägen Tempo und Dynamik in einem ständig wachsenden Ausmaß den beruflichen Alltag. Durch eine fast unüberschaubare Aufgabenvielfalt und das enorme Arbeitspensum wird die damit verbundene Belastung für viele Pflegekräfte zum Gesundheitsrisiko (Braus 2015: 4 ff), das durch die im Herbst 2019 erstmals in Wuhan (China) aufgetretene neue Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) und die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19 enorm gestiegen ist. Im März 2020 erklärte die WHO COVID-19 zur weltweiten Pandemie. Vor allem für Angestellte im Gesundheitswesen geht die Bekämpfung der Pandemie mit einer außergewöhnlichen Belastung einher und bringt die Menschen und Systeme an persönliche, berufliche und wirtschaftliche Grenzen. Pflegekräfte stehen bei der Bekämpfung des Virus in der ersten Reihe und sind enormen Stressoren ausgesetzt. Sie sind in diesen Situationen gefordert, sich neuen Arbeitsbedingungen spontan anzupassen und eine Erhöhung der Anforderungen in Kauf zu nehmen, was zu einer deutlichen Zunahme der psychischen und physischen Belastung führt. Bei früheren Pandemien zeigten klinische Studien zur Belastung von Angestellten im Gesundheitswesen relevante Ausprägungen bis hin zum Burnout. (vgl. Kramer et al. 2021)
Das führt auch zu einem deutlichen Anstieg der Fehlzeiten der Arbeitenden im Gesundheitswesen durch psychische Erkrankungen, wie die Krankenkassen verzeichnen. Aktuelle Zahlen des DAK-Psychreport 2021 zeigen, dass die Entwicklungen der psychischen Erkrankungen im Jahr 2020 weiter angestiegen sind.
1 Thematik der Arbeit: Einführung in die Thematik des Burnout-Risikos bei Pflegekräften unter Berücksichtigung der Herausforderungen der COVID-19-Pandemie.
2 SARS-COV-2 Basisdaten: Darstellung grundlegender Informationen zum Virus SARS-CoV-2 und dessen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.
3 Burnout-Syndrom – Grundlagen: Erläuterung der Definition, wissenschaftlicher Theorien und Entstehungsmodelle des Burnout-Syndroms.
4 Folgen psychischer Belastung: Analyse der kurz- und langfristigen Auswirkungen psychischer Belastungen sowie die Rolle von Stress als Burnout-Auslöser.
5 Besondere Belastungen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen: Untersuchung der spezifischen Stressoren für Pflegefachkräfte im Kontext der Pandemie.
6 Wirtschaftspolitische Bedeutung: Einordnung der Problematik in den wirtschaftlichen Kontext unter Berücksichtigung von Fehlzeiten und Betriebskosten.
7 Lösungsansätze: Diskussion von Gegenmaßnahmen wie der Balanced Scorecard und der Verantwortung von Unternehmen für Veränderungsprozesse.
8 Modelle und Konzepte salutogenetischen Führungsverhaltens: Vorstellung salutogenetischer Führungskonzepte und der Einfluss von Führung auf die Gesundheit.
9 Entwicklung der Präventions-Definition: Historische Entwicklung und strategische Gestaltung der betrieblichen Gesundheitsförderung.
10 Begriffsbestimmung „Betriebliche Weiterbildung“: Definition und Bedeutung von Weiterbildung als Ressource sowie Möglichkeiten der Prävention.
11 Kritisches Fazit: Zusammenfassende Bewertung und Handlungsempfehlungen zum betrieblichen Stressmanagement.
12 Anhang: Bereitstellung des Maslach-Burnout-Inventars zur Selbsteinschätzung.
Burnout, Pflegekräfte, Betriebliche Gesundheitsförderung, COVID-19, Gesundheit, Weiterbildung, Stressmanagement, Resilienz, Arbeitsbelastung, Salutogenese, Fehlzeiten, Führungsverhalten, Organisationsentwicklung, psychische Belastung, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit dem Burnout-Risiko von Pflegekräften unter den besonderen psychischen Belastungen der COVID-19-Pandemie und untersucht Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Prävention.
Zentrale Felder sind Burnout-Theorien, die gesundheitliche Situation im Pflegesektor, Konzepte der Gesundheitsförderung sowie Instrumente der betrieblichen Weiterbildung und Führung.
Ziel ist es, Möglichkeiten der Gesundheitsförderung durch gezielte Fort- und Weiterbildung zu untersuchen, um Burnout-Risiken bei Pflegepersonal zu minimieren und betriebliche Lösungsansätze aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Arbeit, die einen hermeneutisch-interpretativen Zugang nutzt, um Zusammenhänge zwischen Weiterbildungseffekten und Burnout-Ursachen zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Burnout-Syndromen, die besonderen Arbeitsbelastungen im Gesundheitswesen, wirtschaftliche Konsequenzen sowie konkrete präventive Modelle wie die salutogenetische Führung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Burnout-Prävention, Pflegeberufe, Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), salutogenetisches Führungsverhalten, Resilienz und Weiterbildung.
Salutogenese dient als Modell, um durch eine gezielte Implementierung des Faktors Gesundheit in das Führungssystem die Widerstandsfähigkeit der Beschäftigten zu stärken.
Sie wird als Instrument zur strategischen Steuerung vorgeschlagen, um Gesundheitsförderung nachhaltig zu verankern, messbar zu machen und als langfristige Managementaufgabe in Kliniken zu integrieren.
Durch erhöhten Zeitdruck, emotionale Belastungen, Infektionsängste und Personalmangel unter Bedingungen der Pandemie wurde die psychische Widerstandskraft verschleißt, was zu einer Zunahme an Fehlzeiten führt.
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