Diplomarbeit, 2001
98 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit befasst sich mit den pastoralliturgischen Innovationen im Osten Deutschlands, wobei sie den Fokus auf die „Feier der Lebenswende“ im Bistum Erfurt legt. Die Arbeit analysiert die Feier der Lebenswende im Kontext des Wandels der Lebenswelt Jugendlicher im vereinigten Deutschland und im Vergleich zu profanen, kirchlichen und sakramentalen Feierformen wie der Jugendweihe, der Firmung und der Konfirmation. Die Arbeit befasst sich insbesondere mit den Herausforderungen, die sich für die Kirche im Osten Deutschlands aus der „Diaspora-Situation“ ergeben, sowie mit dem Bedürfnis nach einer zeitgemäßen und relevanten Form der religiösen Initiation für Jugendliche.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Ausgangssituation der Kirche im Osten Deutschlands und die Bedeutung der „Feier der Lebenswende“ in diesem Kontext beleuchtet. Kapitel III befasst sich mit der liturgischen Inkulturation und analysiert die Lebenswelt Jugendlicher im vereinigten Deutschland. Dieses Kapitel untersucht auch die Jugendweihe als (post-)sozialistischen Religionsersatz und die Rolle der nationalsozialistischen Funktionalisierung jugendlicher Passageriten. Kapitel V beleuchtet den Ritus und die Lebenswende als pastorale Herausforderung in der Begleitung ungetaufter Jugendlicher und analysiert die Erfurter „Feier der Lebenswende“ im Detail. Kapitel VI diskutiert die liturgisch-theologische Einordnung der „Feier der Lebenswende“ und untersucht die Akzente im liturgischen Erfahrungsbezug. Schließlich beleuchtet Kapitel IV die Firmung und Konfirmation als Vergleichspunkte christlicher Initiation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Begriffen wie liturgische Inkulturation, Lebenswende, Jugendweihe, Feier der Lebenswende, Firmung, Konfirmation, rite de passage, religiöse Initiation, Diaspora-Situation, ostdeutsche Kirche, liturgische Erfahrungsbezüge, diakonische Dimension, Tischgemeinschaft und Mahlkultur.
Es handelt sich um ein im Bistum Erfurt entwickeltes Projekt für nichtgetaufte Jugendliche, das als christliche Alternative zur säkularen Jugendweihe dient.
Die Jugendweihe hat historische Wurzeln als (post-)sozialistischer Religionsersatz und ist in einem Umfeld, in dem über 80 % der Bevölkerung konfessionslos sind, fest verankert.
Ziel ist es, kirchliche Feierformen so zu gestalten, dass sie für religiös unbedarfte Menschen zugänglich sind, ohne sie rituell zu überfordern.
Im Gegensatz zur Firmung oder Konfirmation ist die Feier der Lebenswende kein Sakrament, sondern ein „rite de passage“ für Jugendliche ohne Kirchenbindung.
Der Erfurter Dom dient als zentraler Ort für die Feiern, um den Jugendlichen einen mystagogischen Zugang zum Kirchenraum zu ermöglichen.
Die Arbeit diskutiert die liturgisch-theologische Einordnung und vergleicht die Struktur mit dem christlichen Wortgottesdienst.
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