Bachelorarbeit, 2022
159 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen und Konzept der Circular Economy
2.1 Begriffsdefinition Nachhaltigkeit
2.2 Einführung in die Circular Economy
2.3 Das Prinzip „Von der Wiege zur Wiege“ – Cradle to Cradle
2.4 Closed-Loop und Open Loop-System
2.5 Design als Schlüsselfaktor der CE
2.6 Zirkuläre Geschäftsmodelle der Zukunft
2.6.1 „Product That Last“-Projekt zur Entwicklung von Geschäftsmodellen und Design Strategien nach Bakker und den Hollander
2.6.2 Erzielung der „Circular Advantage“ mit Hilfe von Geschäftsmodellen
2.7 Recycling als weiterer Grundpfeiler in Kreislaufströmen
2.8 Möglichkeiten und Hindernisse der CE
3 Einsatzmöglichkeit der CE im Außer-Haus-Verkauf
3.1 Implementierungsmöglichkeiten der CE in der Gastronomie
3.2 Problem des Verpackungsmülls und staatliche Eingriffe
3.3 Verschiedene Möglichkeiten des Mehrwegs
4 Experteninterviews
4.1 Forschungsfrage
4.2 Methodik der Interviews
4.2.1 Erhebung der Daten
4.2.2 Die Interviewpartner
4.2.3 Der Interviewablauf
4.2.4 Auswertung der Daten
4.3 Ergebnisse der Befragung
4.4 Diskussion
4.4.1 Interpretation und Beantwortung der Forschungsfragen
4.4.2 Limitation
4.5 Fazit
5 Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, die Potenziale der Kreislaufwirtschaft im To-Go-Geschäft zu untersuchen und die Auswirkungen der Umstellung von einem linearen Einwegverpackungssystem auf ein zirkuläres Mehrwegmodell zu analysieren, wobei insbesondere die Chancen und Risiken für Gastronomiebetriebe im Fokus stehen.
1.1 Problemstellung
Wer kennt es nicht: Man ist unterwegs und hat Lust auf einen Kaffee, oder möchte am Abend nicht mehr viel Zeit in der Küche mit kochen verbringen und nimmt sich stattdessen schnell etwas aus seinem Lieblingsrestaurant mit. In den letzten Jahren hat der Verkauf von Außer-Haus-Speisen und Getränken zugenommen, was unter anderem auf veränderte Arbeits- und Lebensbedingungen zurückzuführen ist (vgl. Umweltbundesamt, 2019, S.34). Nicht zuletzt haben die Coronakrise und die damit zusammenhängenden Lockdowns den Außer-Haus-Verkauf gefördert, und mit der Zunahme des To-Go-Geschäftes während der Corona-Pandemie ist auch ein ca. 10% Wachstum des Verpackungsmülls zu verzeichnen (vgl. Wirtschaftswoche, 2020). Pro Jahr fallen durch Einwegverpackungen und Einweggeschirr in Deutschland „knapp 350.000 Tonnen Abfall an, davon über 105.000 Tonnen Kunststoff. Zwischen 1994 und 2017 sind die Kunststoffabfälle insgesamt um 72 Prozent gestiegen“ (vgl. Nabu, 2022, S.2). Schaut man sich dies beispielsweise bei den Coffee-to-go-Bechern genauer an, so werden stündlich 320.000 Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht, pro Jahr sind es knapp drei Milliarden Stück (vgl. Deutsche Umwelthilfe, 2022). Global betrachtet landen laut dem World Wide Fund for Nature (WWF) zwischen 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr in unseren Weltmeeren (vgl. WWF, 2020), und gemäß dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) besteht etwa 75% des gesamten Meeresmülls aus Kunststoffen (vgl. NABU, 2021).
Die momentane Situation im To-Go-Geschäft ist im Wesentlichen vom umstrittenen und oft kritisierten „Take-make-Dispose“-System geprägt (vgl. Esposito/Sessa/Sica/Malandrino, 2020, S.1), das heißt Verpackungen werden nur für den einmaligen Gebrauch hergestellt und nach der Nutzung direkt entsorgt. Viele Betriebe greifen aus Kostengründen daher auf diese Art der Verpackung zurück (vgl. Nabu, 2022, S.2).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Verpackungsmülls im To-Go-Sektor ein und formuliert das Ziel sowie die Methodik der Arbeit.
2 Grundlagen und Konzept der Circular Economy: Hier werden theoretische Grundlagen der Nachhaltigkeit und Circular Economy sowie zirkuläre Geschäftsmodelle erarbeitet.
3 Einsatzmöglichkeit der CE im Außer-Haus-Verkauf: Das Kapitel beleuchtet spezifische Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten für Gastronomiebetriebe.
4 Experteninterviews: Dieser Teil enthält die empirische Untersuchung, Auswertung und Diskussion der durchgeführten Experteninterviews.
5 Schlussbetrachtung: Abschließend erfolgt ein Fazit zur Forschungsfrage sowie ein kritischer Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der CE.
Circular Economy, Kreislaufwirtschaft, Einwegverpackungen, Mehrwegsysteme, To-Go-Geschäft, Nachhaltigkeit, Experteninterviews, Verpackungsgesetz, Gastronomie, Abfallvermeidung, Geschäftsmodelle, Ressourcenschonung, Cradle-to-Cradle, Poolsystem, Pfandsystem
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von zirkulären Mehrwegsystemen in der Gastronomie, um der Problematik des zunehmenden Verpackungsmülls durch das To-Go-Geschäft entgegenzuwirken.
Das primäre Ziel ist es, die Potenziale der Kreislaufwirtschaft im Außer-Haus-Verkauf praxisnah zu untersuchen und zu analysieren, welche Chancen und Herausforderungen mit dem Wechsel von Einweg- auf Mehrwegmodelle für Gastronomen verbunden sind.
Der Autor nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse, um die Erfahrungen von Gastronomieexperten auszuwerten, die bereits Mehrwegsysteme in ihren Betrieben implementiert haben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Circular Economy, die Untersuchung von Anwendungsmöglichkeiten in der Gastronomie und eine empirische Analyse basierend auf Experteninterviews.
Es werden Konzepte wie Cradle-to-Cradle, Closed-Loop-Systeme, Produktdesign als Schlüsselfaktor sowie diverse zirkuläre Geschäftsmodelle wie Sharing-Plattformen und „Product as a Service“ diskutiert.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von ökonomischer Theorie zur Kreislaufwirtschaft mit der praktischen Umsetzung und den Erfahrungen von Praktikern in der Gastronomie aus.
Die Experteninterviews verdeutlichen, dass der coronabedingte Anstieg der Take-Away-Bestellungen für viele Gastronomen der ausschlaggebende Impuls war, sich intensiver mit der Müllproblematik und nachhaltigen Verpackungsalternativen auseinanderzusetzen.
Die befragten Experten sind weitgehend zufrieden mit den eingeführten Poolsystemen. Sie sehen in der höheren Wertigkeit der Mehrwegbehälter und der gesteigerten Kundenzufriedenheit deutliche Chancen gegenüber dem Einwegmodell.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

