Examensarbeit, 2002
102 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
2 DIE BILDUNGSPOLITIK DER DDR
2. 1 Bildungspolitik und gesellschaftliche Entwicklung der DDR – Fragen zur Periodisierung
2. 2 Das einheitliche sozialistische Bildungssystem
2. 2. 1 Struktur und Aufbau des Bildungssystems
2. 2. 2 Ziele, Aufgaben und Funktion des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems
2. 2. 3 Die Bedeutung der Unterstufe im Bildungssystem der DDR
2. 3 Die Disziplin Heimatkunde als spezifische Form der Bildung und Erziehung in der Unterstufe
2. 3. 1 Die Integration des Heimatkundeunterrichts im Bildungs- und Erziehungskonzept der DDR
2. 3. 2 Die ideologische Beeinflussung der Schüler im Heimatkundeunterricht
2. 3. 3 Die Aufgaben des Lehrers im Heimatkundeunterricht
3 LEHRPLÄNE UND UNTERRICHTSHILFEN FÜR DIE PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS
3. 1 Die Lehrpläne für die Disziplin Heimatkunde
3. 1. 1 Entwicklung der Lehrpläne für die Disziplin Heimatkunde
3. 1. 2 Einordnung der Lehrpläne des Heimatkundeunterrichts in das Fach Deutsch
3. 1. 3 Aufbau der Lehrpläne
3. 1. 4 Die Lehrpläne der Klassenstufe 1
3. 1. 5 Die Lehrpläne der Klassenstufe 2
3. 1. 6 Die Lehrpläne der Klassenstufe 3
3. 1. 7 Die Lehrpläne der Klassenstufe 4
3. 2 Die Unterrichtshilfen für die Disziplin Heimatkunde
3. 2. 1 Aufbau und Struktur der Unterrichtshilfen für die Disziplin Heimatkunde
3. 2. 2 Die Unterrichtshilfen für die Klassenstufen 2, 3 und 4 am ausgewählten Beispiel Einführung in den Kalender
3. 2. 3 Unterrichtshilfen zur fachlichen Vorbereitung auf den Heimatkundeunterricht
4 DIE TEILLEHRGÄNGE DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS
4. 1 Teillehrgang 1 – Einführung in das gesellschaftliche Leben
4. 1. 1 Ausgewählte gesellschaftliche Sachverhalte
4. 1. 2 Verkehrserziehung als Bestandteil des gesellschaftlichen Teillehrgangs
4. 1. 3 Die Ziele der Vermittlung historischen Wissens
4. 1. 4 Der Begriff der Heimat im gesellschaftlichen Teillehrgang
4. 1. 5 Die Rolle der Pionierorganisation im Heimatkundeunterricht
4. 2 Teillehrgang 2 – Kenntnisse über die Natur - Naturbeobachtungen
4. 2. 1 Ausgewählte naturkundliche Sachverhalte
4. 2. 2 Die Betrachtungsweise der Natur als Beitrag zur weltanschaulichen Erziehung
4. 2. 3 Gesundheitserziehung als Bestandteil des naturwissenschaftlichen Teillehrgangs
5 AUSGEWÄHLTE DIDAKTISCH-METHODISCHE VERFAHREN ZUR GESTALTUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS
5. 1 Unterrichtsfernsehen als didaktisch-methodisches Verfahren der Medienerziehung im Heimatkundeunterricht
5. 1. 1 Ziele und Aufgaben des Unterrichtsfernsehens im Heimatkundeunterricht
5. 1. 2 Die pädagogische Arbeit mit dem Unterrichtsfernsehen am ausgewählten Beispiel Ein Plakat klagt an
5. 2 Erkundungen und Exkursionen als didaktisch-methodisches Verfahren im Heimatkundeunterricht
5. 2. 1 Methodische Vorgehensweise von Erkundungen am ausgewählten Unterrichtsbeispiel Der Abschnittsbevollmächtigte der Deutschen Volkspolizei
5. 2. 2 Vorbereitung und Durchführung von Exkursionen im Heimatkundeunterricht
5. 3 Unterrichtsmittel im Heimatkundeunterricht
5. 3. 1 Die Rolle des Lehrbuchs im Heimatkundeunterricht
5. 3. 2 Die Karte als Gegenstand der Erkenntnistätigkeit im Heimatkundeunterricht
6 KONZEPTIONELLE WEITERENTWICKLUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS NACH 1990
6. 1 Konzeptionelle Veränderungen der Lehrpläne
6. 2 Veränderte Anforderungen an die Lehrkraft
6. 3 Auseinandersetzung mit Zielen, Aufgaben und Inhalten bei der Gestaltung des Heimatkundeunterrichts
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und didaktische Gestaltung des Heimatkundeunterrichts im Bildungs- und Erziehungskonzept der ehemaligen DDR. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen politisch-ideologischer Indoktrination und der tatsächlichen Unterrichtspraxis aufzuarbeiten, um den Stellenwert des Fachs sowie dessen konzeptionellen Wandel nach dem politischen Umbruch 1990 zu verstehen.
Die ideologische Beeinflussung der Schüler im Heimatkundeunterricht
Der Disziplin Heimatkunde kam im Schulsystem der DDR eine besondere Bedeutung zu. Die hier erzielten Fähigkeiten und Fertigkeiten im Wissen, Können und Verhalten der Schüler galten als Grundlage für andere Unterrichtsfächer, um gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und spezifische Aufgaben lösen zu können. Dabei waren die Entwicklung gesellschafts- und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse ebenso bedeutend, wie deren Bezug zur Praxis. Die Schüler sollten sich in diesem Prozess schöpferisch mit den Zusammenhängen zwischen Natur und Gesellschaft beziehungsweise mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und zu einer richtigen Urteilsfähigkeit gelangen. Richtige Urteilsfähigkeit war in diesem Fall nicht mit eigener Urteilsfähigkeit gleichzusetzen. In den Lehrplänen gab es diesbezüglich eine genaue Orientierung. Die Schüler sollten nicht nur zur Liebe zum Vaterland erzogen werden, sondern auch die Verbindung zwischen der DDR und „dem anderen deutschen Staat“ so herstellen, dass die Werktätigen der DDR geachtet und die Feinde des Staates gehasst wurden. Keine andere Disziplin und auch kein anderes Unterrichtsfach in der Unterstufe stellten so eine unmittelbare Beziehung zwischen sozialistischer Bildung und Erziehung her.
Die Disziplin Heimatkunde diente vorwiegend der Entwicklung von Einstellungen, Verhaltensweisen, Gefühlen und Charaktereigenschaften, die auf die marxistisch-leninistische Weltanschauung gerichtet waren.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Forschungsstand zum Heimatkundeunterricht in der DDR und stellt das Ziel der Arbeit dar, die Entwicklung der Teillehrgänge im gesellschaftlichen Kontext zu analysieren.
2 DIE BILDUNGSPOLITIK DER DDR: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und die ideologische Ausrichtung des Bildungssystems, wobei die Heimatkunde als spezifische Disziplin zur Verhaltensformung des Individuums positioniert wird.
3 LEHRPLÄNE UND UNTERRICHTSHILFEN FÜR DIE PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS: Hier wird die zentral gesteuerte Entwicklung verbindlicher Lehrpläne sowie die unterstützende Funktion von Unterrichtshilfen für die Lehrkräfte im Detail beschrieben.
4 DIE TEILLEHRGÄNGE DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS: Dieses Kapitel analysiert die beiden zentralen Säulen des Unterrichts – das gesellschaftliche Leben und Naturbeobachtungen – sowie deren enge ideologische und fachliche Verzahnung.
5 AUSGEWÄHLTE DIDAKTISCH-METHODISCHE VERFAHREN ZUR GESTALTUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS: Es werden spezifische Methoden wie der Einsatz von Unterrichtsfernsehen, Erkundungen, Exkursionen und Unterrichtsmitteln zur praktischen Unterrichtsgestaltung untersucht.
6 KONZEPTIONELLE WEITERENTWICKLUNG DES HEIMATKUNDEUNTERRICHTS NACH 1990: Das Kapitel befasst sich mit den Veränderungen der Lehrpläne und den neuen Anforderungen an Lehrkräfte nach dem politischen Umbruch im Zuge der deutschen Wiedervereinigung.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und die Ambivalenz des Heimatkundeunterrichts zwischen politischer Indoktrination und dem Stellenwert für die Schüler.
Heimatkundeunterricht, DDR, Bildungssystem, SED, Sozialistische Persönlichkeit, Lehrpläne, Teillehrgänge, Naturbeobachtungen, Unterrichtsfernsehen, Exkursionen, Politische Indoktrination, Historische Bildung, Pionierorganisation, Unterrichtsmittel, Sachunterricht
Die Examensarbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und didaktischen Gestaltung des Heimatkundeunterrichts in der DDR zwischen 1949 und 1990 sowie dessen Transformation zum Sachunterricht nach der Wiedervereinigung.
Die zentralen Themen sind die Bildungspolitik der SED, der Aufbau des sozialistischen Bildungssystems, die lehrplanmäßige Strukturierung der Heimatkunde, didaktische Methoden sowie die Rolle dieses Fachs bei der Erziehung sozialistischer Persönlichkeiten.
Das Ziel ist die Aufarbeitung dieses Entwicklungsabschnitts, wobei insbesondere Widersprüche zwischen dem politisch-ideologischen Anspruch und der erlebten Lebenswirklichkeit der Schüler sowie die Umsetzung der Lehrpläne dargestellt werden.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, zeitgenössischen Lehrplänen, Unterrichtshilfen und pädagogischen Publikationen, ergänzt durch Reflexionen über die eigene schulische Erfahrung in der DDR.
Der Hauptteil behandelt die beiden Teillehrgänge „Einführung in das gesellschaftliche Leben“ und „Kenntnisse über die Natur“, die methodische Vorgehensweise (z.B. Exkursionen, Unterrichtsfernsehen) sowie den Wandel des Fachs nach 1990.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Heimatkundeunterricht, DDR, sozialistische Persönlichkeit, Lehrpläne, Pionierorganisation, Politische Indoktrination und Sachunterricht.
Die Pionierorganisation war eng mit dem Fach verzahnt; historische Themen zum Kampf der Arbeiterklasse wurden genutzt, um die Rolle der Pioniere als "Vorbilder" zu festigen und das staatlich gewünschte Weltbild zu vermitteln.
Die größte Schwierigkeit war die Neuorientierung der Lehrkräfte bei der Gestaltung der Unterrichtsinhalte sowie die Herausforderung, eine neue Definition für „Heimat“ zu finden, die sich von der vorangegangenen ideologischen Gleichsetzung mit dem „sozialistischen Vaterland“ löste.
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