Masterarbeit, 2022
395 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungslücke
1.4 Forschungsfragen
1.5 Methode
2 Theoretische Fundierung
2.1 Softwareentwicklungsteams im behördlichen Umfeld
2.1.1 Historische Entwicklung der Softwareentwicklung
2.1.2 Softwareentwicklungsteams
2.1.3 Softwareentwicklung im behördlichen Umfeld
2.1.4 Exkurs: Cloud-Computing
2.2 Development- und IT-Operations (DevOps)
2.2.1 DevOps-Ansätze
2.2.2 Grundlegende Begriffe und Methoden
2.2.2.1 Softwareentwicklungsmethoden
2.2.2.1.1 Wasserfallmodell
2.2.2.1.2 V-Modell
2.2.2.1.3 Agile Ansätze
2.2.2.1.4 Scrum
2.2.2.1.5 Scaled Agile Framework
2.2.2.1.6 Lean-IT-Management
2.2.2.2 Betriebsmethoden
2.2.2.2.1 ITIL
2.2.2.2.2 COBIT
2.2.2.3 Auslieferungsbestandteile
2.2.2.3.1 Sourcecode-Versionskontrolle
2.2.2.3.2 Softwaredeployment
2.2.2.4 DevOps-Werkzeuge
2.2.2.4.1 Entwicklungsumgebung
2.2.2.4.2 Automatisierung
2.2.2.4.3 Überwachung
2.2.3 Fehlannahmen
2.2.3.1 DevOps entspricht CI/CD
2.2.3.2 DevOps ist ein (neues) Team
2.2.3.3 DevOps (Engineer) ist ein Titel
2.2.3.4 DevOps ist das Ende des klassischen IT-Betriebs
2.2.3.5 DevOps ist eine reine Tooltransformation
2.2.3.6 DevOps ersetzt agile Softwareentwicklung
2.2.3.7 DevOps ist inkompatibel zu ITIL, IT-Security und Compliance
2.2.4 DevOps-Prozessgrundlagen
2.2.4.1 Grüne Wiese oder bebautes Land
2.2.4.2 Prozess des ‚Minimum Viable Product‘
2.2.4.3 Infrastrukturprozesse
2.2.4.3.1 Infrastructure-as-Code
2.2.4.3.2 Immutable Infrastructure
2.2.4.3.3 Kapazitätsmanagementprozesse
2.2.4.4 Wertstromanalyseprozesse
2.2.4.5 Kommunikations- und Kollaborationsprozesse
2.2.4.5.1 Teamstruktur und Rollen
2.2.4.5.2 Kommunikationsprozesse
2.2.4.5.3 Kollaborationsprozesse
2.2.4.6 Konfigurationsmanagementprozesse
2.2.4.7 Störungsmanagementprozesse
2.2.4.8 Releasemanagementprozesse
2.2.4.9 Monitoringprozesse
2.2.4.10 Qualität und Metriken
2.2.4.11 Kulturelle Aspekte
2.3 Ableitung von Grundannahmen
2.3.1 Grundannahme 1
2.3.2 Grundannahme 2
2.3.3 Grundannahme 3
2.3.4 Grundannahme 4
2.3.5 Grundannahme 5
2.4 Forschungsrahmen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Rechtfertigung der Forschungsrichtung
3.2 Wahl des Erhebungsinstruments
3.3 Methode der Auswertung
3.3.1 Transkription
3.3.2 Auswertung
3.4 Umgang mit Gütekriterien empirischer Sozialforschung
4 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
5 Diskussion
5.1 Eigene Beiträge
5.2 Limitationen
5.3 Anschlussmöglichkeiten für Folgearbeiten
6 Schlussfolgerung
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Herausforderungen bei der Einführung von Development- und IT-Operations-Prozessen (DevOps) im behördlichen Umfeld. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Notwendigkeit ab, klassische IT-Strukturen der öffentlichen Verwaltung durch agile Ansätze zu modernisieren, wobei insbesondere die Konfliktpotenziale und die Messbarkeit des Transformationserfolgs im Fokus stehen.
1.1 Problemstellung
Die öffentliche Bundesverwaltung in Deutschland setzt schon seit den 1970er-Jahren verstärkt auf informationstechnologische Unterstützung. Es wurde in diesem Zusammenhang stets Wert auf den zielgerichteten und sinnvollen Einsatz neuer Technologien gelegt, auch wenn historisch gewachsene Applikationen oft monolithisch ausgeprägt waren und wenig Schnittstellen aufwiesen (vgl. Ziesing, et al., 2014, S. 16). Die Ziele der Bundes-IT haben sich seitdem deutlich gewandelt. So stehen heute Effektivität, Qualität, Zukunftsfähigkeit sowie Offenheit für Innovationen im Fokus. Des Weiteren liegt eine strategische Ausrichtung auf Themengebiete wie digitale Verwaltung, Informationssicherheit und Datenschutz, Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz, Kontrollfähigkeit und Steuerbarkeit und nicht zuletzt auch auf der Attraktivität als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin vor (vgl. Beauftragter der Bundesregierung für IT, 2017, S. 1). Insbesondere die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte stellt Behörden vor immer größere Herausforderungen. Die COVID-19-Pandemie und die damit noch einmal gesteigerte Digitalisierungswelle ab Anfang des Jahres 2020 hat diesen Druck verstärkt, auch weil im IT-Sektor besonders hohe Qualifikationen von Arbeitskräften benötigt werden (vgl. Jansen, 2022, S. 1). Erschwerend kommt hinzu, dass entsprechende Fachkräfte nicht mehr nur klassische Anreize bei der Wahl des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin erwarten, sondern eine moderne prozessuale Gestaltung des Arbeitsumfelds (vgl. Lixenfeld, 2020, o.S.).
Immer volatilere Rahmenbedingungen (unter anderem Gesetzesänderungen, Anpassungen des behördlichen Aufgabenportfolios, höhere Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen) und der schnelle technologische Fortschritt resultieren zudem in den Bedarf immer kürzerer Releasezyklen und hoher Skalierbarkeit von IT-Fachanwendungen (vgl. Engstler, 2009, S. 150). Dies kann durch klassische IT-Strukturen zunehmend unzureichend bedient werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, definiert die Zielsetzung der Arbeit, zeigt die bestehende Forschungslücke auf und grenzt die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise ein.
2 Theoretische Fundierung: Das Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen zu Softwareentwicklung und DevOps, beleuchtet das behördliche Umfeld, diskutiert Cloud-Computing und definiert essenzielle Bausteine, Rollen und Prozesse für eine DevOps-Transformation.
3 Methodisches Vorgehen: Hier werden die Forschungsrichtung, die Wahl der Erhebungsinstrumente (Experteninterviews) und die Auswertungsmethode (Inhaltsanalyse nach Mayring) begründet sowie die Gütekriterien der Arbeit dargelegt.
4 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Experteninterviews, kategorisiert diese und leitet daraus konkrete organisatorische, technologische und methodische Empfehlungen für eine erfolgreiche DevOps-Transformation ab.
5 Diskussion: Es erfolgt die abschließende Reflexion der eigenen Beiträge im wissenschaftlichen Kontext, die Darstellung der Limitationen der Arbeit sowie die Aufzeigung von Anschlussmöglichkeiten für weiterführende Studien.
6 Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Relevanz von DevOps als Impulsgeber für die Modernisierung behördlicher IT-Strukturen.
DevOps, IT-Transformation, Öffentliche Verwaltung, Agilität, Unternehmenskultur, Softwareentwicklung, Cloud-Computing, IT-Strategie, Prozessmanagement, Wissensmanagement, Personalgewinnung, Führung, IT-Sicherheit, Skalierbarkeit, Digitalisierung
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die bei der Einführung von DevOps-Prozessen innerhalb von Softwareentwicklungsteams im Umfeld der öffentlichen Verwaltung in Deutschland auftreten.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von DevOps, die Besonderheiten des behördlichen Kontextes, die Rolle der Unternehmenskultur, technologische Voraussetzungen (wie Cloud oder Automatisierung) und die Bedeutung von Führung und Wissensmanagement.
Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen im behördlichen Umfeld zu identifizieren, Hindernisse für die DevOps-Transformation aufzuzeigen und Strategien beziehungsweise Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und umsetzende Teams zu entwickeln.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign genutzt. Auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche werden Grundannahmen formuliert, die anschließend durch teilstrukturierte Experteninterviews („Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring“) empirisch validiert oder falsifiziert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, in der Begriffe und Methoden erörtert werden, und einen empirischen Teil. Dort werden die Interviewergebnisse strukturiert dargestellt, mit den theoretischen Annahmen abgeglichen und handlungsorientierte Empfehlungen formuliert.
Wesentliche Begriffe sind neben „DevOps“ vor allem „Öffentliche Verwaltung“, „Transformation“, „Agilität“, „Kulturwandel“ und „Wissensmanagement“.
Behörden unterliegen anderen Zielsetzungen (kein direkter Wettbewerbsdruck), starren gesetzlichen Rahmenbedingungen, langwierigen Beschaffungsprozessen und einer Monopolstellung, was die Motivation und die Steuerung von IT-Projekten fundamental verändert.
Führungskräfte agieren als essenzielle Wegbereiter. Sie müssen hierarchische Strukturen aufbrechen, Vertrauen fördern, Mut zur Fehlerkultur und Risikobereitschaft vorleben und die Organisation aktiv motivieren, anstatt den Wandel lediglich formell anzuordnen.
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