Masterarbeit, 2022
184 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Relevanz und Problemstellung
1.2 Zielstellung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1 Homosexualität
2.1.1 Begriffsdefinition Homosexualität
2.1.2 Repräsentation von Homosexualität im deutschen Fernsehen
2.2 Reality-TV
2.2.1 Dating-Shows
2.2.2 Format Prince Charming/ Princess Charming
2.3 Stigmatisierung
2.3.1 Einordnung Stigma Homosexualität
2.3.2 Stereotypisierung als Stigma-Dimension
2.3.3 Entstigmatisierungsstrategien
2.4 Medieneffekte
2.4.1 Reziproke Effekte
2.4.2 Identitätsbildung
2.4.3 Parasoziale Beziehungen
2.4.4 Third-Person-Effect
2.5 Herleitung der Forschungsfragen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Qualitative Interviews
3.2 Das Fokussierte Interview
3.3 Aufbau und Erstellung des Leitfadens
3.4 Stichprobe
3.5 Datenerfassung
3.6 Die Inhaltsanalyse
4. Ergebnisdarstellung
4.1 Auswertung des Stimulus-Materials
4.2 Die Wahrnehmung der Darstellung von Homosexualität
4.3 Relevante Themen hinsichtlich Homosexualität
4.4 Unterschiedliche Identifikation mit Teilnehmenden
4.5 Effekte des Formats auf die Befragten und auf Andere
4.6 Kritik am Format
4.7 Beantwortung der Forschungsfragen
5. Diskussion der Ergebnisse
5.1 Diskussion und theoretische Einbettung
5.1.1 Darstellung von Homosexualität
5.1.2 Effekte auf die Befragten selbst
5.1.3 Antizipierte Effekte auf Andere
5.1.4 Abschließende Diskussion
5.2 Limitationen und kritische Würdigung der Forschungsarbeit
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Angehörige der LGBTQ-Community die Repräsentation von Homosexualität in den Reality-TV-Dating-Formaten "Prince Charming" und "Princess Charming" wahrnehmen und welche Auswirkungen die Rezeption dieser Formate auf die Befragten sowie deren Erwartungen an die Wirkung auf andere Personen haben.
2.2.1 Dating-Shows
Fischer (2018) definiert Dating als eine Interaktion zwischen zwei Fremden. Im Rahmen von Dating-Skripts stellen Klinkenberg und Rose (1994) fest, dass bei heterosexuellen Personen die Erwartungen an das erste Date durch die klassischen Geschlechterrollen geprägt sind. Dagegen spielen Geschlechterrollen bei homosexuellen/queeren Personen beim ersten Date keine Rolle (ebd.). Dafür lassen sich aber Differenzen zwischen Frauen und Männer erkennen. Bei homosexuellen Männern ist das Dating-Skript eher sexuell ausgelegt, was bei Frauen nicht so ist (ebd.). In einem Vergleich von heterosexuellen und homosexuellen Frauen ist ersichtlich, dass homosexuellen Frauen das erste Date mehr genießen können (ebd.). Daher können generelle Unterscheide zwischen den Dating-Skripts geschlussfolgert werden, die im Kontext von Dating-Formaten erforscht werden können.
Grundsätzlich handelt eine Dating-Show von Individuen, die sich kennenlernen und im besten Fall ineinander verlieben. In diversen Szenarien wird den Teilnehmenden die Chance geboten, sich näher auszutauschen und zu daten. Dabei differenzieren sich die verschiedenen Formate stark voneinander (Öhner, 2015). In den klassischen Bachelor-Formaten dürfen die Junggesell*innen zwischen 20 Kandidat*innen eine Auswahl treffen. Bei anderen Formaten wie beispielsweise Love Island treffen Frauen und Männer aufeinander, die sich alle gegenseitig kennenlernen können. Auch unterscheiden sich die Shows darin, ob eine Moderation vorhanden ist oder nicht. Öhner (2015) sieht in dem Auslassen einer Moderation die Erzeugung von mehr Realität und Authentizität. Generell können die unterschiedlichen Formate hinsichtlich ihrer erzeugten Authentizität analysiert werden.
Eine Dating-Show ist abhängig von den teilnehmenden Individuen, die für die Spannung und das Rezeptionserlebnis der Zuschauenden verantwortlich sind. Die Motive der Teilnahme an solch einer Show sind divers. So sieht Hamm (2021) vor allem die Selbstinszenierung als Beweggrund, sich bei einer Dating-Show zu bewerben. Gleichzeitig gibt es auf der Produktionsseite auch spezielle Kriterien bei der Auswahl der teilnehmenden Junggesell*innen. Die Auswahl erfolgt nach einem klaren Skript, beispielsweise müssen der Bachelor und die Bachelorette entsprechende Schönheitsideale vorweisen, um diese Rolle einnehmen zu können (Hamm, 2021).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Repräsentation von Homosexualität in Medien ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Wahrnehmung der Formate durch die LGBTQ-Community.
2. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt erarbeitet den theoretischen Rahmen zu den Themen Homosexualität, Reality-TV, Stigmatisierung und Medieneffekte, aus dem die Forschungsfragen abgeleitet werden.
3. Methodisches Vorgehen: Hier wird die qualitative Herangehensweise erläutert, insbesondere die Durchführung von Fokussierten Interviews und deren anschließende Auswertung mittels strukturierender Inhaltsanalyse.
4. Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Interviews, unterteilt in die Kategorien Wahrnehmung der Darstellung, relevante Themen, Identifikation, Formateffekte und Kritik.
5. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden hier in den theoretischen Kontext eingeordnet, kritisch reflektiert und um Limitationen der Arbeit ergänzt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für die zukünftige Medienproduktion sowie Anregungen für weiterführende Forschung.
Homosexualität, LGBTQ-Community, Reality-TV, Prince Charming, Princess Charming, Stereotypisierung, Stigmatisierung, Medieneffekte, Identitätsbildung, parasoziale Beziehungen, Third-Person-Effect, qualitative Interviews, Inhaltsanalyse, Repräsentation, Dating-Shows.
Die Arbeit analysiert, wie Angehörige der LGBTQ-Community die Darstellung ihrer Lebensrealität und Homosexualität in den Dating-Formaten „Prince Charming“ und „Princess Charming“ wahrnehmen.
Die Untersuchung umfasst die Themenfelder reality-tv-typische Inszenierungsstrategien (Stereotypisierung), die Wirkung der Darstellung auf queere Rezipierende (Identität, Zugehörigkeit) sowie antizipierte Effekte auf die breitere Gesellschaft (Entstigmatisierung vs. Verstärkung von Vorurteilen).
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob diese speziellen Formate eine authentische Repräsentation leisten und welche Rezeptionsmodi bei queeren Zuschauenden vorherrschen.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsweise. Konkret wurden zehn Fokussierte Interviews mit homosexuellen bzw. queeren Personen geführt und anschließend mittels strukturierender inhaltlich-thematischer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Reality-TV, Stigma-Theorie, Medieneffekte), die detaillierte Darstellung und Reflexion des methodischen Vorgehens sowie die ausführliche Analyse und Diskussion der gewonnenen Interviewdaten.
Die zentralen Begriffe sind: Homosexualität, LGBTQ-Community, Reality-TV, Stereotypisierung, Stigmatisierung, Identitätsbildung und Medieneffekte.
Die Meinung ist gespalten: Während der offene Umgang mit Sexualität teilweise als positiv und enttabuisierend wahrgenommen wird, kritisieren viele Befragte eine sexualisierte Darstellung als klischeehaft und "übergriffig".
Ja, in der Studie wurde festgestellt, dass „Princess Charming“ (lesbisches Format) von den Befragten insgesamt positiver evaluiert wurde als „Prince Charming“ (schwules Format), welches stärker für stereotype und sexualisierte Inszenierungen kritisiert wurde.
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