Bachelorarbeit, 2018
135 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Stereotyp
2.2 Stereotypen in Film und Fernsehen
2.3 Die Sitcom als Format
2.4 Soziologische Aspekte der Arbeitslosigkeit
3. Die Sitcom „Blockbustaz“
3.1 Inhaltsangabe „Blockbustaz“
3.2 Folge 3: „Elterninitiative“
3.3 Rollenprofile
3.3.1. Sol Berger
3.3.2 Jessica Meissner
3.3.3 Lisa Meissner
3.3.4 Anna
3.3.5 Harald
3.3.6 Ronald Meissner
3.3.7 Volkan
3.4 Konzept der Sitcom „Blockbustaz“
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Themenwahl
4.2 Qualitative Interviews
4.3 Das Fokussierte Interview
4.4 Sample
4.5 Datenerfassung
4.6 Die Themenanalyse
5. Ergebnisdarstellung
5.1 „Blockbustaz“ als Format
5.2 Figuren als Stereotype
5.2.1 Figur Anna
5.2.2 Figur Harald
5.2.3 Figur Jessica
5.2.4 Figur Sol
5.2.5 Figur Lisa
5.2.6 Figur Volkan
5.2.7 Figur Ronald
5.3 Stereotyp des Hartz-IV-Empfängers
5.4 Geschlechterstereotypen
5.5 Stereotyp eines Plattenbaubewohners
5.6 Zusammenfassung Stereotype
5.7 Beantwortung der Forschungsfrage
6. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen und Wahrnehmung von Stereotypen in audiovisuellen Medien am Beispiel der Sitcom „Blockbustaz“. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Zuschauer durch die humorvolle und teils überspitzte Darstellung gesellschaftlicher Gruppen zum Nachdenken angeregt werden oder ob diese Darstellungen bestehende Vorurteile festigen.
2.1 Das Stereotyp
Der Terminus „Stereotyp“ stammt von den griechischen Begriffen stereós und týpos ab. Ersteres bezieht sich auf einen festen beziehungsweise harten Zustand. Týpos ist ein Substantiv, welches für eine Gruppe mit bestimmten Merkmalen steht. Zusammengefügt beschreibt der Terminus also eine feste Gruppe mit spezifischen Merkmalen. In der Gegenwart werden dem Ausdruck „Stereotyp“ in vielen Fachrichtungen unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben. Die Definition, die für diese Forschungsarbeit relevant ist, bezieht sich auf den Kerngedanken, den Lippmann (1922) in seinem Werk „Public Opinion“ erstmalig veröffentlichte. Zunächst beschreibt er Stereotype als Bilder in unseren Köpfen, wobei es sich um kognitive Formen handelt, die von unserer Gesellschaft geprägt werden. Des Weiteren geht es dabei um die Wahrnehmung fremder Gruppen und Kulturen, die unser Denken beeinflussen.
Mit Stereotyp wird kein allgemein geteiltes Konzept beschrieben. Schweinitz (2006) differenziert an dieser Stelle zwischen vorurteilshaften Vorstellungen über Fremde, die gesellschaftlich verbreitet sind und narrativen Wiederholungsformen normierter Bilder (S. 3). Primär ersteres bezieht sich auf die Reflektion von Menschenbildern, die in der weiteren Forschungsarbeit besondere Aufmerksamkeit erhält. Der Fokus liegt auf der vereinfachten, zufälligen und oberflächlichen Meinung über eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe. Solche Fremdbilder sind essentielle Bestandteile interkultureller Identitätsbilder und kollektiver Kommunikation (Havas, 2013). Es handelt sich dabei um sozial geteilte Vorstellungen über besondere Eigenschaften und Verhaltensmuster fremder Gruppen, die als typisch wahrgenommen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz medialer Stereotype ein und definiert die Sitcom „Blockbustaz“ als zentrales Untersuchungsobjekt.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Stereotypen, deren Verarbeitungsprozesse sowie die Rolle der Sitcom als Unterhaltungsformat.
3. Die Sitcom „Blockbustaz“: Hier werden die Serie, die untersuchte Folge „Elterninitiative“ sowie die zentralen Rollenprofile und das Formatkonzept vorgestellt.
4. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Anwendung qualitativer fokussierter Interviews als Methode sowie die Stichprobenauswahl und die Themenanalyse.
5. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse präsentieren die Wahrnehmung der Figuren durch die Befragten und reflektieren dies im Kontext soziologischer Stereotyp-Theorien.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass die Sitcom bei kritischen Zuschauern zur Modifikation von Vorurteilen beitragen kann.
Stereotype, Sitcom, Blockbustaz, Medienrezeption, qualitative Interviews, Vorurteile, soziale Ungleichheit, Geschlechterrollen, Hartz-IV, Themenanalyse, Klischees, Medienwirkung, Migrationshintergrund, Identifikation, gesellschaftliche Integration.
Die Arbeit untersucht, welche Rolle Stereotype in der Sitcom „Blockbustaz“ spielen und wie diese von einem studentischen Publikum wahrgenommen und bewertet werden.
Im Fokus stehen die mediale Darstellung von Arbeitslosigkeit, Geschlechterrollen und die Wahrnehmung ethnischer sowie sozialer Gruppen durch die Zuschauer.
Die Forschungsfrage „Inwiefern werden die dargestellten Stereotypen in der Sitcom ‚Blockbustaz‘ als diese wahrgenommen?“ soll klären, ob die Serie Klischees eher verstärkt oder zum kritischen Nachdenken anregt.
Die Autorin verwendet qualitative fokussierte Interviews nach Merton und Kendall, ergänzt durch eine Themenanalyse nach Froschauer und Lueger.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Sitcom „Blockbustaz“ und eine umfangreiche Analyse der Interviewergebnisse zu verschiedenen Charaktertypen.
Wichtige Begriffe sind Stereotype, soziale Ungleichheit, Medienrezeption, Identifikation sowie die spezifische qualitative methodische Herangehensweise.
Die Folge bietet ein breites Spektrum an Charakteren aus unterschiedlichen sozialen Schichten und zeigt einen archetypischen Konflikt, der die Untersuchung der Wahrnehmung sozialer Vorurteile ideal ermöglicht.
Während Anna von den Befragten recht homogen als unsympathisches Oberschicht-Stereotyp wahrgenommen wird, wird Jessica oft als Identifikationsfigur und „normaler Mensch“ gesehen, die als Brückenelement zwischen den sozialen Milieus fungiert.
Das Vorwissen aus anderen TV-Formaten beeinflusst die Wahrnehmung stark; Teilnehmer, die bereits mit Formaten wie „Hartz und Herzlich“ vertraut sind, setzen die Sitcom in einen stärkeren Kontext mit (negativen) Klischees.
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