Akademische Arbeit, 2021
362 Seiten, Note: 2-3
1 EINLEITUNG
1.1 ERKENNTNISINTERESSE
1.1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.1.2 ZIEL DER ARBEIT
1.1.3 METHODIK
1.2 MÖGLICHE HYPOTHESEN
1.3 LEITFÄDEN
1.3.1 LEITFADEN 1: EXPERTEN UND EXPERTINNEN
1.3.2 LEITFADEN 2: ELTERN
1.3 BEFRAGUNGEN
1.3.1 BEFRAGUNG DER IM KINDERGARTEN TÄTIGEN EXPERTEN UND EXPERTINNEN
1.3.2 BEFRAGUNG DER ELTERNTEILE VON KINDERN, DIE DEN KINDERGARTEN BESUCHEN
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 MEHRSPRACHIGKEIT
2.2 PLURILINGUALISMUS
2.3 PARTIZIPATION
3 SPRACHERWERB
3.1 TYPEN DES SPRACHERWERBS
3.1.1 ERSTSPRACHERWERB
3.1.2 BILINGUALER ERSTSPRACHERWERB
3.1.3 SUKZESSIVER BZW. NATÜRLICHER ZWEITSPRACHERWERB
3.1.4 FREMDSPRACHERWERB
3.2 KINDLICHER SPRACHERWERB
4 MEHRSPRACHIGKEIT
4.4 MEHRSPRACHIGKEIT IN ÖSTERREICH
4.4.1 EINWANDERUNGSGESCHICHTE ÖSTERREICHS
4.4.2 MEHRSPRACHIGKEIT IM ERZIEHUNGSSYSTEM ÖSTERREICHS
4.4.3 MUTTERSPRACHLICHER UNTERRICHT IN ÖSTERREICH
4.4.4 MEHRSPRACHIGKEIT UND FAMILIE, HERKUNFTSGRUPPE, NACHBARSCHAFTS- UND SCHULKONTEXT
4.4.5 HETEROGENITÄT IM ÖSTERREICHISCHEN BILDUNGSSYSTEM
4.4.6 MEHRSPRACHIGKEIT IM KINDERGARTEN
4.5 KRITERIEN GELEBTER MEHRSPRACHIGKEIT
4.5.1 ORIENTIERUNGSQUALITÄT
4.5.2 STRUKTURQUALITÄT
4.5.3 PROZESSQUALITÄT
4.6 VEREINIGUNG KULTURELLER VIELFALT – INTERKULTURELLE MITARBEITER/-INNEN
4.6.1 WAHRNEHMUNG KULTURELLER UNTERSCHIEDE UND MODELLE
4.6.2 BEDEUTUNG INTERKULTURELLER KOMPETENZEN
4.7 MULTIKULTURELLES PERSONAL
4.7.1 FUNKTIONEN FÜR DIE KINDER IM KINDERGARTEN
4.7.2 FUNKTIONEN FÜR DIE ELTERN IM KINDERGARTEN
4.7.3 FUNKTIONEN FÜR DIE EINRICHTUNG
4.7.1 INTERKULTURELLE MITARBEITER/-INNEN
4.7.2 INTERKULTURELLE MITARBEITER/-INNEN IN DEN LANDESKINDERGÄRTEN AM BEISPIEL VON NIEDERÖSTERREICH
4.8 KOOPERATION ZWISCHEN ELTERN UND EINRICHTUNG
4.8.1 ELTERNARBEIT
4.9 EXKURS: SPRACHMISCHUNG
4.9.1 TRANSFER, BORROWING, CODE-SWITCHING, LANGUAGE MODE MODEL
5 EINRICHTUNG IN KINDERGÄRTEN
5.1 ROLLE DER EINRICHTUNG IN KINDERGÄRTEN
5.2 BEDEUTUNG DER EINRICHTUNG IN BEZUG AUF DIE SPRACHE
5.3 FARBEN UND MEHRSPRACHIGKEIT
EMPIRISCHER TEIL
6 RAHMENBEDINGUNGEN DES EMPIRISCHEN VORGEHENS
6.1 ERHEBUNGSMETHODE
6.2 DURCHFÜHRUNG
6.3 AUSWERTUNGSMETHODE
7 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
7.1 KINDERGARTEN „ROT“
7.2 KINDERGARTEN „BLAU“
7.3 KINDERGARTEN „GRÜN“
8 DISKUSSION
8.1 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
8.2 LIMITATIONEN
9 FAZIT UND AUSBLICK
LITERATURVERZEICHNIS
ANHANG
ANALYSE 1
ANALYSE 2
ANALYSE 3
TRANSKRIPTIONEN DER DURCHGEFÜHRTEN INTERVIEWS
Informationsblatt und Einverständniserklärung (deutsch und türkisch)
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss von Kindergärten auf den Umgang mit Mehrsprachigkeit. Ziel ist es zu analysieren, wie Kindergärten durch aktive Einbeziehung der Eltern als Orte der Interaktion fungieren und welche Chancen sowie Herausforderungen bei der Sprachförderung und dem Übergang in die Schule bestehen.
1 Einleitung
Mehrsprachigkeit ist ein Begriff, der in der Bildungspolitik lange Zeit als Hindernis erachtet wurde. In einer monolinguistischen Umwelt galt sie als Ursache für eine verzögerte Sprachentwicklung. Die Erstsprache eines Kindes wurde als Hemmnis aufgefasst (Perregaux 2007, S.12). Dadurch, dass verschiedene Sprachen auf differenzierte Weise wertgeschätzt und anerkannt und damit ein bestimmter Status verbunden wurde, wurde die Mehrsprachigkeit oftmals negativ konnotiert und nicht gefördert (Rubio et al. 2007, S. 5).
Sprachenbildung spielt jedoch, wie im Laufe der Jahre konstatiert werden konnte, eine elementare Rolle, um sich eine gute Bildung aneignen und infolgedessen auf eine erfolgreiche Bildungsbiografie verweisen zu können (Bäck & Haberleitner 2011, S. 2). Durch den Erwerb zweier oder mehrerer Sprachsysteme werden Denkprozesse angeregt und kognitive Abläufe gefördert (Wenzel 2004, S. 29f.). Tracy betont, dass Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, schneller metasprachliche Kenntnisse und Fähigkeiten entwickeln, da sie verstehen, dass gleiche Gegenstände unterschiedlichste Namensbezeichnungen haben können (Tracy 2008, S. 60). Auch Krumm betont, dass sich Mehrsprachigkeit auf die Bildung der Kinder positiv auswirke (Krumm 2009, S. 233 f.).
Bäck & Haberleitner stellen fest, dass auch deutschsprachige Kinder von einer pluralistischen Umwelt profitieren, da „in einer [...] monolinguistischen Umwelt keine Möglichkeit [erg.: besteht], Interesse an Sprachen zu entwickeln“ (Bäck & Haberleitner 2011, S. 2). Durch Mehrsprachigkeit werden Kinder mit kulturellen Besonderheiten konfrontiert. Das Kennenlernen und Erfahren verschiedener Kulturen und Sprachen eröffnet eine neue Gedanken- und Gefühlswelt (Rubio et al. 2007, S. 5).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Mehrsprachigkeit ein, beschreibt das Erkenntnisinteresse, die Problemstellung, das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Begriffserfinitionen: Hier werden die für die Arbeit zentralen Termini wie Mehrsprachigkeit, Plurilingualismus und Partizipation definiert und theoretisch eingeordnet.
3 Spracherwerb: Dieses Kapitel fokussiert auf die verschiedenen Typen des Spracherwerbs sowie die kindliche Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren.
4 Mehrsprachigkeit: Es werden Grundlagen der Mehrsprachigkeit in Österreich, Kriterien für deren Umsetzung in Kindergärten sowie die Rolle von interkulturellem Personal und Elternarbeit beleuchtet.
5 Einrichtung in Kindergärten: Dieses Kapitel untersucht die bauliche und pädagogische Bedeutung der Einrichtung für die Sprachförderung, einschließlich des Exkurses zu Farben.
6 Rahmenbedingungen des empirischen Vorgehens: Hier werden die Erhebungs- und Auswertungsmethoden der empirischen Forschungsarbeit detailliert dargelegt.
7 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der geführten Leitfadeninterviews werden kategorisiert und für die drei untersuchten Kindergärten dargestellt.
8 Diskussion: Zusammenführung von Theorie und Empirie im Hinblick auf die Forschungsfrage, abgeleitet sind hieraus Handlungsempfehlungen sowie die Limitationen der Studie.
9 Fazit und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit sowie ein Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen im Bereich der Sprachförderung.
Mehrsprachigkeit, Kindergarten, Spracherwerb, Erstsprache, Zweitsprache, Elternarbeit, Interkulturelle Mitarbeiter/-innen, Integrationspädagogik, Schulübergang, Sprachförderung, Partizipation, Bildungsbiografie, Interaktion, Sprachsensibilität, Migration.
Die Arbeit behandelt das Thema Mehrsprachigkeit in Kindergärten und untersucht die Rolle der Einrichtung als zentralen Ort für die Interaktion zwischen Eltern, Kindergartenleitung, Pädagogen sowie interkulturellen Mitarbeitern.
Die Schwerpunkte liegen auf dem kindlichen Spracherwerb, der Bedeutung einer mehrsprachigen Bildungspolitik in Österreich, der Zusammenarbeit mit Eltern sowie der Unterstützung beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule.
Ziel ist es, den Einfluss von Kindergärten auf den Umgang mit Mehrsprachigkeit sowie die Auswirkungen einer aktiven, proaktiven Einbeziehung der Eltern auf die Sprachkompetenz der Kinder zu untersuchen.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz. Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt und leitfadengestützte Interviews mit Vertretern verschiedener Positionen im Kindergarten als empirische Grundlage erhoben, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der empirische Teil widmet sich der Durchführung und Auswertung der geführten Interviews in drei verschiedenen Kindergärten („rot“, „blau“, „grün“), um subjektive Sichtweisen und Handlungsbedarfe differenziert darzustellen.
Mehrsprachigkeit, Sprachförderung, Elternarbeit, interkulturelle Bildung, Kindertagesstätten, kindlicher Spracherwerb und der Übergang in das Schulsystem sind die Kernpunkte der Arbeit.
Die Arbeit betont, basierend auf den empirischen Ergebnissen, dass die Erstsprache manifestiert sein muss und als Basis für den Erwerb weiterer Sprachen fungiert, um eine positive Bildungsbiografie zu unterstützen.
Die Arbeit diskutiert in Kapitel 5, wie raumakustische Faktoren sowie die bewusste Gestaltung der Umgebung (inklusive Farbgestaltung) einen direkten Einfluss auf die Konzentration und Sprachaufnahmefähigkeit der Kinder haben.
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