Bachelorarbeit, 2021
48 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Men’s Studies
2.1.1 Männlichkeiten im Plural
2.1.2 Hegemoniale Männlichkeit
2.1.3 Soziologische Aspekte in der Literaturanalyse
2.1.4 Stereotypisierung des Männerbildes in der Literatur
2.2 Das Hörspiel
2.2.1 Kriterien eines Hörspiels
2.2.2 Hörspiel als auditives Medium in der Kinder- und Jugendliteratur
2.3 Bibi Blocksberg
2.3.1 Männer in der Menschenwelt
2.3.2 Männer in der Hexenwelt
3 Analyse der Männlichkeiten in dem Hörspiel Bibi Blocksberg
3.1 Bernhard Blocksberg
3.1.1 Inhalt
3.1.2 Cover
3.1.3 Stimme
3.1.4 Beziehung zu Bibi und Barbara Blocksberg
3.2 Bruno Pressack
3.2.1 Inhalt
3.2.2 Cover
3.2.3 Stimme
3.2.4 Beziehung zu Karla Kolumna und Paul Pichler
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Konstruktion männlicher Rollen in der populären Hörspielreihe Bibi Blocksberg, indem sie gezielt die Figuren Bernhard Blocksberg und Bruno Pressack analysiert, um aufzuzeigen, ob und wie sich das dargestellte Männerbild im Kontext des langfristigen Serienerfolgs und sich wandelnder gesellschaftlicher Normen verändert hat.
3.1.1 Inhalt
„Der Anspruch Bernhard Blocksbergs, trotz seiner Ehe mit einer Hexe eine ganz normale Familie haben zu wollen, wird fast in jeder Folge mantramäßig wiederholt“ (Wolff 2016: 62). Parallel wird festgelegt, wie eine normale Familie zu sein hat. Die klassische Rollenverteilung, die auch Bibis Eltern verkörpern, rückt dabei in den Vordergrund. Löst sich dieses traditionelle Bild der Familie durch verschiedene Situationen einmal auf, hat dies Konsequenzen. Als Beispiel dient Folge 41 „Ohne Mami geht es nicht“ (Donnelly 1988b). Frau Blocksberg ist für drei Tage auf einem Hexenkongress und Vater Bernhard muss sich um den Haushalt kümmern. Er versucht den mütterlichen Lebensbereich zu übernehmen:
Bernhard Blocksberg: So, Schürze umgebunden, hmmm, was kochen wir denn heute? Spaghetti Bolognese und dazu Feldsalat. Also… zuerst brauche ich… (Geklapper mit Töpfen) Bibi, weißt du, wo der Dosenöffner ist?
Bibi Blocksberg: Nein, Mami hext die Tomatendosen immer auf, Papi.
Bernhard Blocksberg: Ähm, na ja. Selbst ist der Mann. Ich nehme einfach die Bohrmaschine.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Forschungsfrage sowie Erläuterung der Auswahl der männlichen Figuren Bernhard Blocksberg und Bruno Pressack.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der Men's Studies, hegemonialer Männlichkeit, der Hörspielcharakteristik sowie eine Einführung in die fiktive Welt von Bibi Blocksberg.
3 Analyse der Männlichkeiten in dem Hörspiel Bibi Blocksberg: Detaillierte Untersuchung der Vaterfigur Bernhard Blocksberg und des Bürgermeisters Bruno Pressack anhand von Inhalt, Cover-Gestaltung, stimmlicher Inszenierung und zwischenmenschlicher Beziehungen.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenführung der Analyseergebnisse und Reflexion über die Entwicklung der dargestellten Männlichkeitsbilder sowie Anregungen für zukünftige Hörspielfolgen.
Bibi Blocksberg, Männlichkeiten, Men's Studies, hegemoniale Männlichkeit, Bernhard Blocksberg, Bruno Pressack, Hörspielanalyse, Geschlechterrollen, Rollenkonstruktion, Trivialliteratur, Stereotypisierung, Patriarchat, Familienbild, Medienkonvergenz, Kinderhörspiel.
Die Arbeit untersucht die Inszenierung und Konstruktion von männlichen Figuren in der Hörspielreihe Bibi Blocksberg unter Berücksichtigung kultur- und sozialwissenschaftlicher Theorien zu Männlichkeit.
Die zentralen Themen sind Männlichkeitsforschung (Men's Studies), die Analyse von Geschlechterstereotypen, die Rolle von Männern in trivialliterarischen Hörspielformaten sowie die Machtstrukturen innerhalb der fiktiven Welt von Neustadt.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich die Darstellung der beiden männlichen Hauptnebenfiguren (Bernhard Blocksberg und Bruno Pressack) über die Jahrzehnte verändert hat und ob sie hegemonialen Männlichkeitsbildern entsprechen.
Es erfolgt eine medienwissenschaftliche und soziologische Analyse anhand der Kategorien Inhalt, Cover-Gestaltung und Stimme der Figuren, unterstützt durch einen diachronen Vergleich der Folgen.
Im Hauptteil werden Bernhard Blocksberg und Bruno Pressack getrennt untersucht. Dabei wird analysiert, wie sie in Haushalt, Beruf und Familienleben agieren und wie sich diese Rollen in den Hörspielfolgen manifestieren.
Wichtige Begriffe sind Men's Studies, hegemoniale Männlichkeit, Rollenkonstruktion, Geschlechterrollen, Stereotypisierung und die mediale Inszenierung von Männlichkeit.
Er wird meist als besonnener Vater konzipiert, der sich nach Normalität sehnt, dabei jedoch im Haushalt oft als tollpatschig oder überfordert dargestellt wird, was gesellschaftliche Geschlechterklischees ironisch unterstreicht.
Ja, er wird als egoistischer Bürgermeister porträtiert, der seine Machtposition für eigennützige Zwecke nutzt, wobei er jedoch durch die weiblichen Protagonistinnen regelmäßig korrigiert oder entlarvt wird.
Da in Hörspielen keine visuelle Darstellung vorhanden ist (abgesehen von Covern), spielt die Stimme als Ausdrucksmittel eine entscheidende Rolle, um Charakterzüge wie Unsicherheit oder Autorität zu vermitteln.
Die Arbeit stellt fest, dass es in neueren Folgen Ansätze für Strukturbrüche gibt, bei denen Rollenbilder hinterfragt werden, auch wenn klassische Muster teilweise bestehen bleiben.
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