Bachelorarbeit, 2021
217 Seiten, Note: 1,0
1. Erläuterung der Struktur
2. Eingrenzung des Themas
2.1. Aus welchen Fragen setzt sich die Forschungsfrage zusammen?
2.2. Was bedeutet das Wort „jung“ in der Fragestellung?
2.3. Definition der Begriffe „wohnungslos“ und „obdachlos“
2.4. Was ist Partizipation?
2.5. „Hilfesystem“ Definition und Forschungsgegenstand
3. Vorarbeiten
4. Forschungsstand und Forschungsinteresse
5. Überblick über die Situation junger Wohnungsloser in Düsseldorf
6. Überblick über das Hilfesystem für junge Wohnungslose
7. Definition von Partizipation
7.1. Rechtliche Grundlagen der Partizipation junger Menschen
7.2. Wieso ist Partizipation von jungen Menschen wichtig?
8. Vorstellung und Begründung der Methodik
8.1. Zugang zur Zielgruppe
8.2. Erläuterung der Methode
8.3. Leitfaden
9. Forschungsergebnisse
10. Interviews Jugendamt/Jobcenter
11. Beantwortung der Forschungsfrage
12. Möglicher Praxistransfer
13. Weitere zukünftige Forschungsfragen
14. Mögliche Weiterarbeit mit den Ergebnissen der Thesis
Das Hauptziel dieser Bachelorthesis ist es, die aktuelle Lebenssituation junger wohnungsloser Menschen in Düsseldorf zu untersuchen und zu analysieren, inwiefern diesen jungen Menschen eine echte Partizipation innerhalb des bestehenden Hilfesystems ermöglicht wird. Dabei steht insbesondere die Frage im Raum, welche Hürden einer aktiven Mitbestimmung entgegenstehen und wie sich der Kontakt zu staatlichen Institutionen gestaltet.
2.3. Definition der Begriffe „wohnungslos“ und „obdachlos“
„Wohnungslos“ ist ein Begriff, der schnell mit „obdachlos“ gleichgesetzt oder verwechselt werden kann. In der Forschungsfrage wird bewusst der Begriff „wohnungslos“ verwendet. Tim Sonnenberg forscht in Dortmund zum Thema „Wohnungslosigkeit“. Er definiert die Begriffe wie folgt: „Wohnungslos sind Menschen dann, wenn sie keine eigene Wohnung haben, aber bei Bekannten, städtischen Übernachtungsstellen oder anderen Formen unterkommen können, und somit ein Obdach haben. Während diese Menschen lediglich in keinem eigenen Mietverhältnis stehen, sind obdachlos im engeren Sinne all jene, die ihr Leben draußen verbringen und ‚Platte machen‘, also auf der Straße schlafen.“ (Sonnenberg, 2021, S. 21 f.).
Sonnenberg kritisiert diese scharfe Trennung der Begriffe in seinem Werk, da er feststellt, dass die Bereiche in der Praxis verschwimmen (ebd., S. 22). Dieser Thesis wird diese Definition trotzdem zugrunde gelegt, da die Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen diese Definition weiterhin nutzen, und sie dadurch Gültigkeit erlangt (ebd., S. 21).
Zusammenfassend kann dementsprechend gesagt werden, dass nicht alle wohnungslosen Menschen obdachlos sind, aber, dass alle obdachlosen Menschen wohnungslos sind. In dieser Thesis wird der Fokus auf Wohnungslosigkeit gelegt, auch da das der Begriff ist, der ein größeres Thema und mehr Menschen umfasst bzw. betrifft.
Erläuterung der Struktur der Thesis: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Arbeit und die methodische Vorgehensweise bei der Bearbeitung der Forschungsfrage.
Eingrenzung des Themas: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie "jung", "wohnungslos", "obdachlos" und "Partizipation" und grenzt den Untersuchungsgegenstand ab.
Vorarbeiten: Hier wird die Arbeit in der "AG U27 Obdachlose" als Vorarbeit für die Thesis vorgestellt.
Forschungsstand und Forschungsinteresse: Das Kapitel beleuchtet die Literatur und Forschung zum Thema und begründet die Relevanz der Untersuchung für die Praxis.
Überblick über die Situation junger Wohnungsloser in Düsseldorf: Diese Sektion liefert eine Bestandsaufnahme der jungen Wohnungslosen-Situation in Düsseldorf anhand verfügbarer Daten.
Überblick über das Hilfesystem für junge Wohnungslose: Das Kapitel strukturiert die relevanten Gesetzesgrundlagen, insbesondere SGB VIII, SGB II und SGB XII.
Definition von Partizipation: Dieser Abschnitt erarbeitet theoretisch den Begriff der Partizipation und die rechtlichen Grundlagen für junge Menschen.
Vorstellung und Begründung der Methodik: Hier erfolgt die Offenlegung der qualitativen Forschungsmethode, der Leitfadenentwicklung und des Zugangs zum Feld.
Forschungsergebnisse: Das Kernstück der Arbeit, in dem die Ergebnisse der Interviews strukturiert nach Kategorien dargestellt und interpretiert werden.
Interviews Jugendamt/Jobcenter: Dokumentation und Einordnung der schriftlichen Stellungnahme des Jobcenters zur Beantwortung der Forschungsfrage aus institutioneller Sicht.
Beantwortung der Forschungsfrage: Die Synthese der Ergebnisse führt zu einer abschließenden Beantwortung der Forschungsfrage zur Situation und Partizipation.
Möglicher Praxistransfer: Dieses Kapitel reflektiert, wie die Ergebnisse der Thesis in der sozialen Arbeit zur Stärkung der Selbstorganisation genutzt werden könnten.
Weitere zukünftige Forschungsfragen: Ein Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen, insbesondere durch quantitative Studien.
Mögliche Weiterarbeit mit den Ergebnissen der Thesis: Reflexion über die Nutzbarkeit der gesammelten Daten für Podcast-Formate oder Gremienarbeit.
Partizipation, junge Wohnungslose, Düsseldorf, Hilfesystem, Jugendamt, Jobcenter, Wohnungslosigkeit, Sozialgesetzbuch VIII, Mitbestimmung, Jugendberufshilfe, Lebenswelt, soziale Ausgrenzung, qualitative Sozialforschung, Empowerment.
Die Thesis befasst sich mit der Lebenssituation junger wohnungsloser Menschen in Düsseldorf und untersucht, inwieweit diese Personengruppe im Hilfesystem tatsächlich partizipieren kann bzw. darf.
Die Arbeit verknüpft die Themenbereiche Wohnungslosigkeit, Jugendhilfe, staatliche Sozialleistungen und Partizipation miteinander.
Das Ziel ist es, eine Forschungslücke zu schließen und aufzuzeigen, wie Partizipation junger Wohnungsloser in der Praxis der Ämter (Jugendamt/Jobcenter) verankert und gelebt wird, um daraus Handlungsbedarfe abzuleiten.
Der Autor nutzt die Methode des problemzentrierten Interviews nach Witzel sowie eine anschließende strukturierte Inhaltsanalyse nach Mayring.
Im Hauptteil werden die Forschungsergebnisse präsentiert, die die Erfahrungen der jungen Betroffenen mit Jugendamt und Jobcenter sowie deren Lebensziele und Verbesserungsvorschläge detailliert auswerten.
Zentrale Begriffe sind Partizipation, Jugendhilfe, Jobcenter, Wohnungsnot, Mitbestimmung und Empowerment.
Die Pyramide dient als theoretisches Modell, um das Ausmaß der Mitwirkungsmöglichkeiten aus institutioneller Perspektive und aus Sicht der Betroffenen einzuordnen und zu bewerten.
Die Erfahrungen sind divergent: Positiv werden individuelle Unterstützung und Geldleistungen gesehen, jedoch äußern viele Befragte Kritik an bürokratischen Hürden, empfundener Fremdbestimmung und der subjektiven Willkür von Sachbearbeitern.
Die Unterscheidung dient der präzisen Zielgruppendefinition der Arbeit, da "wohnungslos" das breitere Spektrum an prekären Wohnverhältnissen abdeckt, in denen sich die untersuchten jungen Menschen meist befinden.
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