Masterarbeit, 2020
91 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Klärung der Leitbegriffe
1.1 Übergang
1.1.1 Anwendung des Begriffs „Übergang“ im Alltag
1.1.2 Varianten und Phasen des Übergangs aus fachlicher Perspektive
1.2 Transitionen im deutschen Bildungssystem
1.2.1 Rechtliche Situation der Übergangsempfehlung in NRW
1.2.2 Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (2011)
1.3 Bildungsentscheidungen
1.3.1 Entscheidungsvarianten
1.3.2 Faktoren elterlicher Bildungsentscheidungen
1.3.3 Bildungsaspirationen
1.3.4 Rolle der Kinder im Entscheidungsprozess
1.3.5 Sozioökonomischer Status
1.4 Theoretische Ansätze zur Erklärung des Entscheidungsverhaltens
1.4.1 Soziokultureller Ansatz
1.4.2 Rational-Choice-Theorie (RC-Theorie)
1.4.3 Modell rationaler Wahlentscheidungen nach Boudon (1974)
1.4.4 Modell zu Bildungsentscheidungen nach Erikson und Jonsson (1996)
1.4.5 Kritische Würdigung der Anwendung der RC-Theorie zum Übergang
2. Forschungsstand
2.1 Studien zu den Determinanten des Wahlprozesses
2.2 Studien zur Bildungsaspiration
2.3 Studien zur Rolle der Empfehlung
2.4 Studien zum realisierten Übergang
2.5 Studien zur Rolle des Kindes beim Entscheidungsprozess
3. Forschungsprojekt
3.1 Forschungsfrage und Forschungshypothesen
3.2 Forschungsdesign
3.3 Erhebungsmethode
3.1.1 Fragebogen
3.1.2 Pretest
3.1.3 Operationalisierung der Items
4. Forschungsprozess
5. Die Auswertungsmethoden
5.1 Indexbildung der Bildungsaspiration und des sozioökonomischen Status
5.1.1 Indikatorvariable Bildung
5.1.2 Indikatorvariable Beruf
5.1.3 Indikatorvariable Einkommen
6. Datenanalyse
6.1 Deskriptive Statistik
6.2 Inferenzstatistische Hypothesenprüfung
7. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
8. Konsequenzen und Reflexion
8.1 Konsequenzen für die Praxis
8.2 Gütekriterien der Messung
8.2.1 Objektivität
8.2.2 Reliabilität
8.2.3 Validität
8.3 Gütekriterien des Forschungsdesigns
8.3.1 Externe Validität
8.3.2 Interne Validität
8.2.3 Statistische Signifikanz
8.3.4 Praktische Relevanz
9. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Entscheidungsverhalten von Eltern in Nordrhein-Westfalen bezüglich des Übergangs ihrer Kinder von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule, wobei insbesondere der Einfluss sozialer Herkunftsmerkmale sowie die elterlichen Bildungsaspirationen im Fokus stehen.
1.1.1 Anwendung des Begriffs „Übergang“ im Alltag
Um der Komplexität des Begriffs „Übergang“ gerecht zu werden, ist ein Einblick in die alltägliche Verwendung sinnvoll. Dabei wird offensichtlich, dass der Begriff „Übergang“ als Synonym in verschiedenen Kontexten auftaucht (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 14).
Munser-Kiefer und Martschinke (2018, S. 15) stellen anknüpfend eine Liste bereit, die diesen Terminus in den unterschiedlichen Facetten zeigt: So lässt sich ein Übergang als die „[…] Verbindung zwischen zwei Orten getrennt durch ein Hindernis“ (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 15) verstehen. Als ein Hindernis kann hier beispielsweise ein Fluss oder ein auf dem Weg liegender Baum fungieren. Aber auch ein „[…] Vorgang der Hindernisbewältigung“ (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 15) verkörpert einen Übergang. Dieser kann auf zwei unterschiedliche Weisen geschehen: Zum einen kann die Hindernisbewältigung begleitend durch eine zweite Person stattfinden, zum anderen kann eine solche Bewältigung allein durchgeführt werden.
Eine andere Facette beschreibt den Übergang als eine Zwischenphase, die als „[…] Phase zwischen zwei Zuständen […]“ (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 15) verstanden wird. Der Übergang kann zusätzlich nicht als abruptes Ereignis gelten, sondern stellt eine „[…] allmähliche Änderung […]“ (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 15) dar, die durch Kontinuität gekennzeichnet ist.
Letztendlich ist der Übergang zusätzlich als die „[…] Ablösung vom Alten und der Beginn vom Neuen […]“ (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 15) zu verstehen und somit findet eine Transformation und ein Wechsel statt, die im Speziellen Diskontinuitäten nach sich ziehen, die unter anderem eine Verschiebung der Verantwortlichkeit beinhalten.
1. Klärung der Leitbegriffe: Definition und theoretische Einordnung zentraler Konzepte wie Übergang, Transition, Bildungsentscheidung und sozioökonomischer Status im schulischen Kontext.
2. Forschungsstand: Zusammenfassung bisheriger empirischer Studien zu Determinanten der Schulwahl, Bildungsaspirationen und dem Einfluss von Lehrkräfte-Empfehlungen auf den Übergang.
3. Forschungsprojekt: Herleitung der Forschungsfrage und Hypothesen sowie detaillierte Darlegung des methodischen Vorgehens, einschließlich Fragebogenerstellung und Pretest.
4. Forschungsprozess: Dokumentation der praktischen Umsetzung der Datenerhebung, ihrer zeitlichen Planung und der auftretenden Hürden im Prozess.
5. Die Auswertungsmethoden: Beschreibung der Verfahren zur Indexbildung von Variablen wie Bildungsaspiration und sozioökonomischer Status sowie der statistischen Aufbereitung der Daten.
6. Datenanalyse: Präsentation der Deskriptivstatistik und der inferenzstatistischen Hypothesenprüfung zur Identifikation signifikanter Zusammenhänge.
7. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse: Synthese und methodkritische Einordnung der erhobenen Daten im Bezug zur theoretischen Ausgangslage.
8. Konsequenzen und Reflexion: Ableitung pädagogischer Implikationen und kritische Prüfung der Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) des Forschungsdesigns.
9. Ausblick: Identifikation weiterer Forschungsdesiderate und offener Fragen bezüglich der Kinderperspektive und regionaler Einflüsse.
Bildungsentscheidungen, Übergang, Grundschule, Weiterführende Schule, Nordrhein-Westfalen, Bildungsungleichheit, sozioökonomischer Status, Bildungsaspiration, Rational-Choice-Theorie, Elternperspektive, empirische Studie, Schulwahl, Empfehlung, Sekundarstufe, Partizipation der Kinder.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die das Entscheidungsverhalten von Eltern beim Übergang ihrer Kinder von der Grundschule zur weiterführenden Schule in NRW beeinflussen.
Zu den Kernbereichen zählen die soziale Herkunft, der sozioökonomische Status der Eltern, die Bedeutung von Schulformempfehlungen der Grundschullehrkräfte sowie die Bildungsaspirationen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern soziale Herkunftseffekte und elterliche Bildungserwartungen die Wahl der weiterführenden Schule beeinflussen und daraus Implikationen für die pädagogische Praxis abzuleiten.
Die Autorin führt eine quantitative empirische Studie durch, bei der Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Übergangs- und Entscheidungstheorien, eine Aufarbeitung des Forschungsstands und die detaillierte Beschreibung sowie Analyse des eigenen Forschungsprojekts.
Typische Schlüsselbegriffe sind Bildungsgerechtigkeit, sozioökonomischer Status, Übergang von der Grundschule, Bildungsaspiration und Sekundarschulwahl.
Es dient dazu, Eltern nicht nur als Begleiter ihrer Kinder zu betrachten, sondern auch deren eigene Rolle im Übergangsprozess sowie die Interaktion zwischen den Akteuren (Eltern, Kind, Schule) zu beleuchten.
Die dritte Hypothese, dass ein positiver Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und der konkret gewählten Schulform besteht, konnte auf Basis des kleinen Datensatzes statistisch nicht bestätigt werden.
Obwohl Empfehlungen in NRW eine geringe rechtliche Verbindlichkeit haben, zeigen die Daten eine hohe Übereinstimmung zwischen der elterlichen Entscheidung und der Empfehlung der Lehrkräfte.
Sie beziehen sich in dieser Arbeit vor allem auf die elterlichen Bildungsaspirationen und deren kalkulierte Entscheidungen, die über den rein leistungsorientierten (primären) Effekt hinausgehen und stark vom sozialen Status abhängen.
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