Bachelorarbeit, 2021
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Bedeutung der Symbolik von Licht, Meer und Schatten: Historische und philosophische Einordnung
3. Licht, Meer und Schatten in Albert Camus' Leben und Werk
4. Comic als Medium der Adaptation von Jacques Ferrandez
5. Die Symbolik des Elements Licht am Tag im Vergleich zwischen L'Étranger und der Adaptation
5.1. Die harmonische Beziehung zwischen Licht und Meer am Vormittag
5.2. Der Höhepunkt der Macht des Lichts zur Mittagszeit
5.3. Die wiederhergestellte Harmonie zwischen Licht und Meer am Nachmittag und Abend
6. Die Symbolik des Elements Schattens in der Nacht im Vergleich zwischen L'Étranger und der Adaptation
6.1. Die Beziehung von Licht und Schatten in der Nacht
6.2. Die Situation des absoluten Schattens
7. Die Frage nach Meursaults Schuld an dem Tod des Arabers
8. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische Bedeutung von Licht, Meer und Schatten in Albert Camus' Roman "L'Étranger" und vergleicht diese mit der visuellen Umsetzung in der Comic-Adaptation von Jacques Ferrandez, um den Einfluss dieser Naturelemente auf den Protagonisten und dessen Handlungen zu erörtern.
Die harmonische Beziehung zwischen Licht und Meer am Vormittag
Der Vormittag stellt den Beginn der Beziehung zwischen den beiden Naturelementen Licht und Meer dar, der sich nach einer zyklischen Gesetzmäßigkeit jeden Tag wiederholt. Françoise Trageser-Rebetez ordnet den Naturelementen nach einer psychoanalytischen Sichtweise Geschlechter zu, welche sich durch die griechische Vorstellung der Naturordnung, beziehungsweise der Weltordnung ergeben. Camus beschäftigte sich während seiner Arbeiten ausgiebig mit der aristotelischen Naturlehre, welche unter den Dualismus mit der Polarität männlich-weiblich erläutert. Die Naturlehre widmet sich vor allem der Naturbetrachtung und den Arten und Prinzipien der Veränderung.
Solche Veränderungen werden auch zwischen den Beziehungen der Naturelemente deutlich. Das Element der Sonne, beziehungsweise des Lichtes wird am Vormittag als ästhetisch und leicht beschrieben. Zudem wird es als männliches Element klassifiziert. Im Gegensatz zu der Sonne wird das Meer als dichte, dunkle und schwere Masse beschrieben und mit der Weiblichkeit assoziiert. Somit entsteht ein Gegensatz zwischen den Geschlechtern, beziehungsweise zwischen den Elementen. Des Weiteren wird durch die folgenden Kapitel deutlich werden, dass die Elemente geschlechtsspezifische Rollen und Attribute aufweisen können. Am Vormittag sind die Naturelemente des Meers und der Sonne in einer "harmonische[n] Beziehung so zueinander, daß sie sich gegenseitig ergänzen". Dies wird auch durch folgende Passagen des Prätextes deutlich:
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Natursymbolik bei Albert Camus sowie Vorstellung der Forschungsfrage und des methodischen Vorgehens für den Vergleich mit dem Comic von Jacques Ferrandez.
2. Bedeutung der Symbolik von Licht, Meer und Schatten: Historische und philosophische Einordnung: Theoretische Definition des Begriffs der Symbolik und Einordnung der zentralen Elemente in einen literaturgeschichtlichen und philosophischen Kontext.
3. Licht, Meer und Schatten in Albert Camus' Leben und Werk: Erörterung des Einflusses der algerischen Herkunft Camus' auf sein Schaffen und die persönliche Bindung zu den Elementen Sonne, Meer und Schatten.
4. Comic als Medium der Adaptation von Jacques Ferrandez: Untersuchung theoretischer Ansätze zur Comicforschung und Definition der Literaturadaptation als Vermittler zwischen Prätext und bildnerischer Darstellung.
5. Die Symbolik des Elements Licht am Tag im Vergleich zwischen L'Étranger und der Adaptation: Analyse des Einflusses des Lichts auf den Protagonisten während des Tagesablaufs, unterteilt in Vormittag, Mittag und Nachmittag.
6. Die Symbolik des Elements Schattens in der Nacht im Vergleich zwischen L'Étranger und der Adaptation: Analyse der Symbolik von Dunkelheit, Schatten und Sternen sowie die Bedeutung künstlicher Lichtquellen in der Nacht.
7. Die Frage nach Meursaults Schuld an dem Tod des Arabers: Untersuchung der Handlungen des Protagonisten unter Berücksichtigung der klimatischen Einflüsse und kritische Auseinandersetzung mit Notwehrargumenten.
8. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Treue der Adaption gegenüber dem Originalwerk.
Albert Camus, L'Étranger, Jacques Ferrandez, Literaturadaptation, Symbolik, Licht, Meer, Schatten, Algerien, Comic, Natur, Mittagszeit, Schuldfrage, Notwehr, Intertextualität.
Die Arbeit untersucht die symbolische Bedeutung der Elemente Licht, Meer und Schatten in Albert Camus’ Werk "L'Étranger" und analysiert, wie der Comic-Zeichner Jacques Ferrandez diese Symbole in seiner grafischen Adaptation visualisiert.
Zentrale Themen sind die literaturwissenschaftliche Analyse von Naturmotiven, die Rolle der algerischen Herkunft Camus’ für seine Philosophie sowie die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Literaturadaptionen im Genre des Comics.
Das Ziel ist es zu klären, ob Jacques Ferrandez es schafft, die Bedeutung und atmosphärische Kraft des Lichts, des Meeres und des Schattens aus der Romanvorlage in die visuelle Form des Comics zu übertragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen der Symbolforschung mit einer vergleichenden Analyse der Romanvorlage (Prätext) und der bildlichen Darstellung der Comic-Adaptation verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine zeitliche Analyse von Licht und Schatten: Er untersucht die Vormittags-, Mittags- und Abendstunden sowie die nächtliche Situation, um den Einfluss dieser环境Faktoren auf das Handeln und die Psyche des Protagonisten Meursault zu bestimmen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Albert Camus, L'Étranger, Jacques Ferrandez, Literaturadaptation, Symbolik, Natur und Schuldfrage zusammenfassen.
Die Mittagssonne wird als aggressives, erdrückendes Element dargestellt, das Meursaults Wahrnehmung und Geist so stark beeinträchtigt, dass er die Kontrolle verliert und in einen fatalen körperlichen Reflex gerät, der in der Tötung des Arabers mündet.
Ferrandez inszeniert den Gerichtsprozess so, dass die aktive Teilhabe des Protagonisten fehlt, was die Unmöglichkeit einer eindeutigen Schuldzuweisung betont und die Sichtweise unterstreicht, dass Meursault in der entscheidenden Situation eher ein Opfer der Naturgewalten als ein berechnender Mörder war.
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