Masterarbeit, 2021
121 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Forschungsfrage
1.2. Gliederung
1.3. Forschungsstand
2. Gedenkstätten als Erinnerungs- und Lernorte
2.1. Aufgaben, Ziele und Funktionen von Gedenkstätten
2.2. Erinnerung und Gedächtnis
2.3. Historisches Lernen in Gedenkstätten
2.4. Emotionen und historisches Lernen in Gedenkstätten
3. Digitale Gedenkstättenangebote am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Dachau und Neuengamme
3.1. Überblick über aktuelle digitale Angebote am Beispiel von KZ-Gedenkstätten in Deutschland
3.2. Beispiel „Führung als Video: Dachau“
3.3. Beispiel „360-Grad-Rundgang mit Infopunkten: Neuengamme“
4. Studentische Vorstellungen zur emotionalen Wirkung digitaler Gedenkstättenangebote: eine empirische Analyse am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Dachau und Neuengamme
4.1. Forschungsdesign
4.1.1. Beschreibung des Samples
4.1.2. Aufbau und Ablauf der ersten Erhebungsphase
4.1.3. Instrumente und Auswertungsmethoden der ersten Datenerhebung
4.1.3.1. Qualitative Auswertung der Freitextaufgabe
4.1.3.2. Quantitative Auswertung der Priorisierungsaufgaben
4.1.3.3. Qualitative Auswertung der Gruppendiskussionen
4.1.3.4. Aufbau und Intention des Studierendenfragebogens
4.1.3.5. Qualitative Auswertung der Fragebogendaten
4.1.3.6. Qualitative Auswertung der Urteilsaufgabe
4.1.4. Aufbau und Ablauf der zweiten Erhebungsphase
4.1.5. Instrument und Auswertungsmethode der zweiten Datenerhebung
4.1.5.1. Konzeption des Interviewleitfadens
4.1.5.2. Qualitative Auswertung der Interviewdaten
4.2. Untersuchungsergebnisse
4.2.1. Art der emotionalen Äußerung
4.2.2. Emotionsauslöser
4.2.3. Emotionale Verstärker
4.2.4. Gedenkatmosphäre
4.2.5. Lernen unter Einbezug emotionaler Wirkung
4.2.6. Potenzial digitaler Gedenkstättenangebote für historisches Lernen im schulischen Kontext
5. Fazit und Handlungsperspektiven
Die vorliegende Masterarbeit untersucht empirisch, wie Lehramtsstudierende des Faches Geschichte die emotionale Wirkung digitaler Gedenkstättenangebote einschätzen und welches Potenzial sie diesen für das historische Lernen im schulischen Kontext beimessen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit digitale Angebote als geschichtskulturelle Medien zur emotionalen Vermittlung und zum historischen Lernen beitragen können.
1.1. Problemstellung und Forschungsfrage
Neben Schüler*innen, Wissenschaftler*innen und Interessierten führen Gedenkstätten auch Studierende als Adressat*innen ihres Bildungsangebotes an. Die geschichtsdidaktische Forschung hat bislang Studierende als Adressat*innen von Geschichtskultur nur wenig beachtet. Dabei stellen sie aufgrund ihrer Doppelrolle als Publika/Adressat*innen von Geschichtskultur und Professionen bzw. professionelle Akteur*innen im sozialen System der Geschichtskultur doch eine relevante Zielgruppe für die Forschung dar.
Diesem Zitat ist unter anderem zu entnehmen, dass Adressat*innen als Akteur*innen geschichtskulturelle Angebote nutzen und mitgestalten können, die zurzeit vermehrt in digitaler Form von Institutionen der Geschichtskultur bereitgestellt werden. Hier haben es die Gedenkstätten schwerer, da sie Emotionen digital transportieren müssen. Trotz des emotional turn, der Emotionen zum Forschungsgegenstand werden ließ, wurde bis dato die emotionale Komponente in der Geschichtswissenschaft wenig reflektiert. Nach wie vor fehlt eine Ausdifferenzierung von Emotionen als geschichtsdidaktischer Kategorie. Die Bedeutung von Emotionen beim Besuch von KZ-Gedenkstätten ist des Öfteren beschrieben worden. Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll daher folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Wie schätzen Lehramtsstudierende des Faches Geschichte die zwei ausgewählten digitalen Gedenkstättenangebote hinsichtlich ihrer emotionalen Wirkung sowie deren Potenzial für historisches Lernen im schulischen Kontext ein.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Problemstellung sowie die Forschungsfrage dar und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
2. Gedenkstätten als Erinnerungs- und Lernorte: Hier werden die Aufgaben, Ziele und Funktionen von Gedenkstätten definiert sowie die Bedeutung von Erinnerung, Gedächtnis und Emotionen für das historische Lernen erörtert.
3. Digitale Gedenkstättenangebote am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Dachau und Neuengamme: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über aktuelle digitale Angebote und stellt die beiden untersuchten Beispiele im Detail vor.
4. Studentische Vorstellungen zur emotionalen Wirkung digitaler Gedenkstättenangebote: eine empirische Analyse am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Dachau und Neuengamme: Dies ist der empirische Hauptteil der Arbeit, in dem das Forschungsdesign beschrieben und die Untersuchungsergebnisse zur emotionalen Wirkung und zum Lernpotenzial dargestellt werden.
5. Fazit und Handlungsperspektiven: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfrage und leitet Handlungsperspektiven für die schulische Praxis ab.
Geschichtsdidaktik, Gedenkstättenpädagogik, Digitale Gedenkstättenangebote, Emotionale Wirkung, Historisches Lernen, KZ-Gedenkstätte Dachau, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studierendenvorstellungen, Qualitative Inhaltsanalyse, Erinnerungskultur, Geschichtskultur, Empirische Studie, Lehrerbildung.
Die Arbeit untersucht, wie Lehramtsstudierende digitale Gedenkstättenangebote wahrnehmen und welche emotionale Wirkung diese auf die Lernenden haben.
Die Arbeit verknüpft die Felder Geschichtsdidaktik, Gedenkstättenpädagogik, digitale Vermittlungsformate sowie die emotionspsychologische Forschung.
Die zentrale Frage lautet, wie Studierende des Lehramts Geschichte digitale Angebote hinsichtlich ihrer emotionalen Wirkung und ihres Potenzials für historisches Lernen im schulischen Kontext einschätzen.
Es wurde ein empirischer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Kombination aus quantitativen Erhebungsmethoden und insbesondere qualitativen Verfahren (Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, Grounded Theory) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Lernorte und Erinnerungskultur sowie eine detaillierte empirische Untersuchung anhand von Erhebungsphasen, Gruppendiskussionen und Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind u.a. digitale Geschichtsvermittlung, emotionale Wirkung, Gedenkstättenpädagogik, KZ-Gedenkstätten und historisches Lernen.
Die Arbeit analysiert, ob und wie eine für Gedenkstätten typische, bedeutungsvolle Atmosphäre durch digitale Medien simuliert oder transportiert werden kann und wie Studierende dies bewerten.
Es wird empfohlen, die emotionale Wirkung stärker in den Fokus zu rücken und das Gedenkstättenpersonal in Bezug auf digitale Vermittlungsformate und Emotionalisierungsprozesse weiterzubilden.
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