Masterarbeit, 2022
192 Seiten, Note: 1,0
1 Kurzfassung
Kurzfassung Deutsch
Kurzfassung Englisch
2 Hinführung zum Thema
2.1 Allgemeines
2.2 Problemstellung und Branchenverantwortung
2.3 Ausgangssituation und Stand der Forschung
2.4 Hypothese und Forschungsfragen
2.5 Aufbau und Struktur der Arbeit – Methodisches Vorgehen
3 THG in der Immobilienwirtschaft
3.1 Klimawirksame Gase
3.2 Auswirkungen der THG
3.3 THG in Österreich
3.4 Operational and Embodied Carbon
3.4.1 Operational Carbon – Betrieblicher Kohlenstoff
3.4.2 Embodied Carbon – Verkörperter Kohlenstoff
3.5 Hauptverursacher von THG in der Immobilienwirtschaft
3.5.1 Hoher Energieverbrauch / niedrige Energieeffizienz
3.5.1.1 Hoher Primärenergiebedarf
3.5.1.2 Energieverluste aufgrund schlechter Dämmung
3.5.1.3 Veraltete Gebäudetechnik
3.5.2 Nutzung fossiler Energieträger
3.5.3 Energieintensive Baustoffe
3.5.4 Energieintensive Baulogistik
4 Dekarbonisierung im Kontext des Megatrends Nachhaltigkeit
4.1 Der Begriff der Nachhaltigkeit
4.2 ESG – Die drei Säulen der Nachhaltigkeit
4.2.1 Ökologische Nachhaltigkeit
4.2.2 Ökonomische Nachhaltigkeit
4.2.3 Soziale Nachhaltigkeit
4.3 Zieldefinitionen und Vorgaben auf internationaler Ebene – Völkerrecht / Vereinte Nationen (UN)
4.3.1 Agenda 2030
4.3.1.1 SDG Nr. 7 – Bezahlbare und Saubere Energie
4.3.1.2 SDG Nr. 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
4.3.1.3 SDG Nr. 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
4.3.2 Pariser Klimaschutzabkommen
4.3.2.1 Pariser Arbeitsprogramm – Katowice Rulebook 2018
4.3.2.2 COP26
5 Schlüsselfaktoren für die Dekarbonisierung der Immobilienwirtschaft
5.1 Der Lebenszyklus eines Gebäudes
5.2 Dekarbonisierungsansätze in der Planungs- und Entwicklungsphase
5.2.1 Steigerung der Energieeffizienz / Minimierung des Energiebedarfs
5.2.1.1 Kompaktheit des Gebäudeentwurfs – Niedriges A/V-Verhältnis
5.2.1.2 Optimierung der Speicherwirkung
5.2.1.3 Sommerlicher Wärmeschutz und Thermische Zonierung
5.2.2 Einsatz erneuerbarer Energien
5.2.3 Verwendung klimaneutraler Baustoffe, Materialien und Konstruktionsweisen
5.2.3.1 Auswahl klimaneutraler Baustoffe und Materialreduktion
5.2.3.2 Circular Economy: Rückbau- und Recyclingfähigkeit
5.2.4 Berücksichtigung von Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit
5.2.5 Optimierung der Baulogistik
5.3 Dekarbonisierungsansätze in der Betriebs- und Nutzungsphase
5.3.1 Optimierung der Gebäudehülle – Dämmung und Fassadenbegrünung
5.3.2 Verbesserung der Gebäudetechnik
5.3.3 Sonnenschutz- und Beschattungssysteme
5.3.4 Umstellung auf Erneuerbare Energien
5.4 Dekarbonisierungsansätze in der Abriss- oder Sanierungsphase
5.4.1 Steigerung der Sanierungsquote im Vergleich zu Abbruch und Neubau
5.4.2 Recycling von Baustoffen – Circular Economy
6 Regulatorische Dekarbonisierungspfade
6.1 Zusammenspiel von nationalen und supranationalen Regulativen
6.2 EU Klima- und Energiepaket 2020
6.2.1 Reformiertes EU-Emissionshandelssystem
6.2.2 Nationale Zielsetzungen für Emissionen außerhalb des EU EHS und erneuerbare Energiequellen
6.2.3 CO2 Abscheidung und Speicherung
6.2.4 Energieeffizienz
6.3 Der europäische Klima- und Energiepolitische Rahmen bis 2030
6.3.1 Die Europäische Energieunion
6.3.2 Der Europäische Grüne Deal (European Green Deal)
6.3.3 Das Europäische Klimagesetz
6.3.4 Die Taxonomie VO
6.3.5 Aktionsplan Kreislaufwirtschaft
6.3.6 Der Klimazielplan für 2030 und das Fit-for 55 Paket
6.4 Europäische Vorgaben zu ausgewählten Dekarbonisierungsaspekten
6.4.1 Transparenz und Klassifikationen
6.4.1.1 Taxonomie VO
6.4.1.2 Ergänzende delegierte Taxonomie-Rechtsakte
6.4.1.3 Governance VO
6.4.1.4 Offenlegungs-VO
6.4.2 Steigerung der Energieeffizienz
6.4.2.1 Energieeffizienz-RL
6.4.2.2 Gebäudeeffizienz RL
6.4.2.3 EU-Renovierungswelle
6.4.3 Erneuerbare Energien
6.4.4 Das EU-Emissionshandelssystem – EU EHS (eng. EU ETS)
6.4.5 Lastenteilung
6.5 Regulative Vorgaben und politische Zielsetzung in Österreich
6.5.1 Mission2030 – Die Klima- und Energiestrategie der österreichischen Bundesregierung
6.5.2 Integrierter nationaler Energie- und Klimaplan für Österreich (NEKP)
6.5.3 Klimastrategie (Langfriststrategie) 2050
6.5.3.1 Neubau
6.5.3.2 Sanierung
6.5.3.3 Umstieg auf erneuerbare Energien
6.5.4 Maßnahmenprogramme (Bund und Länder)
6.5.5 Klimaschutzgesetz (KSG)
6.5.6 Ölkesseleinbauverbotsgesetz (ÖKEVG 2019)
6.5.7 Erneuerbare Wärme Gesetz (EWG)
6.5.8 Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzespaket (EAG-Gesetzespaket)
6.5.9 Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG-Novelle 2022)
6.5.10 Ökosoziale Steuerreform und Nationales Emissionszertifikatehandelsgesetz 2022 (NEHG 2022)
6.6 Zwischenergebnis
7 Marktdynamische Dekarbonisierungspfade
7.1 Klimarisiken
7.1.1 Physische Klimarisiken
7.1.2 Transitorische Klimarisiken
7.2 Creating Shared Value: Auswirkungen auf den Unternehmenswert
7.2.1 Creating Shared Value
7.2.2 Corporate Social Responsibility (CSR)
7.3 Auswirkungen auf den Immobilienwert
7.3.1 Green and Blue Building(s)
7.3.2 Green Value
7.3.3 Gebäudezertifizierungen und Deklarationen
7.3.3.1 klima.aktiv
7.3.3.2 ÖGNI / DGNB
7.3.3.3 ÖGNB
7.3.3.4 BREEAM
7.3.3.5 LEED
7.4 Carbon Risk Real Estate Monitor Projekt (CRREM)
7.5 Finanzsektor und Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
7.6 Transitorische Risiken als wesentliche Treiber
7.7 Zwischenergebnis
8 Dekarbonisierungs-Fortschritt in Österreich – Status Quo
8.1 Emissionsszenarien und Klimazielpfadrechner
8.2 Aktuelle Evaluierungen
8.2.1 CAN Bericht
8.2.2 Rechnungshofbericht 2019 und 2022 (Follow-up-Überprüfung)
8.2.3 Klimaschutzbericht
8.3 Fit-for 55
8.4 Fortschritt in ausgewählten Bereichen
8.4.1 Erneuerbare Energie
8.4.2 Energieeffizienz und Sanierungen
9 Schlussfolgerungen, Ergebnisse, Fazit
9.1 Zielerreichung
9.2 Beantwortung der Hypothese und Forschungsfragen
9.3 Ausblick und Nachwort
9.4 Fazit und Würdigung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die bestehenden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenparameter in Österreich ausreichen, um die international vereinbarten Dekarbonisierungsziele im Immobiliensektor fristgerecht zu erreichen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse regulatorischer Vorgaben sowie marktdynamischer Entwicklungen, um bestehende Hindernisse für eine effektive Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitskriterien zu identifizieren.
3.4.2 Embodied Carbon – Verkörperter Kohlenstoff
Verkörperter Kohlenstoff ist definiert als jener Teil der CO2 Emissionen, welche im Zuge der Herstellung und des Transports von Baumaterialien, des Bauprozesses und der Bauarbeiten entsteht. Über die Lebensdauer eines Gebäudes betrachtet, kann der verkörperte Kohlenstoff mitunter die Hälfte des gesamten CO2-Ausstoßes eines Gebäudes ausmachen, was primär auf die Verwendung kohlenstoffintensiver Baustoffe zurückzuführen ist. Die Bedeutung des verkörperten Kohlenstoffs im Gebäudebereich nimmt nach aktuellen Analysen zu, während er bei den meisten Reporting-Modellen bis dato außer Acht gelassen wird. Einen wichtigen Ansatz zur Berücksichtigung und Reduktion von verkörpertem Kohlenstoff stellen die Kreislaufwirtschaft und damit zusammenhängende Maßnahmen dar.
Während betrieblicher Kohlenstoff über die Betriebsphase des Gebäudes hinweg durch entsprechende Maßnahmen reduziert werden kann, besteht nach vollendetem Bau keine Möglichkeit mehr, den verkörperten Kohlenstoff der verwendeten Materialien zu mindern.
1 Kurzfassung: Bietet einen kompakten Überblick über die Relevanz der Dekarbonisierung zur Erreichung der Pariser Klimaziele und die zentrale Rolle der Immobilienwirtschaft.
2 Hinführung zum Thema: Erläutert die Einbettung der Dekarbonisierung in den Megatrend Nachhaltigkeit und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die forschungsleitende Hypothese.
3 THG in der Immobilienwirtschaft: Identifiziert die verschiedenen Treibhausgase und deren Quellen, wobei insbesondere zwischen betrieblichem und verkörpertem Kohlenstoff unterschieden wird.
4 Dekarbonisierung im Kontext des Megatrends Nachhaltigkeit: Beleuchtet das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit sowie internationale Zielvorgaben wie die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen.
5 Schlüsselfaktoren für die Dekarbonisierung der Immobilienwirtschaft: Analysiert konkrete Maßnahmen entlang des Lebenszyklus eines Gebäudes, von der Planung bis zur Sanierung.
6 Regulatorische Dekarbonisierungspfade: Detailliert das komplexe Geflecht aus EU-Vorgaben und deren nationale Umsetzung in Österreich, inklusive Klimaschutzgesetz und Erneuerbare-Wärme-Gesetz.
7 Marktdynamische Dekarbonisierungspfade: Untersucht wirtschaftliche Treiber wie Klimarisiken und ESG-konforme Anlagestrategien, die den Druck zur Dekarbonisierung erhöhen.
8 Dekarbonisierungs-Fortschritt in Österreich – Status Quo: Bewertet den aktuellen Fortschritt mittels Emissionsszenarien und offiziellen Berichten, wobei erhebliche Diskrepanzen zu den Zielen aufgezeigt werden.
9 Schlussfolgerungen, Ergebnisse, Fazit: Führt die Analyse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und bewertet die Hypothese kritisch anhand der identifizierten politischen und wirtschaftlichen Hemmnisse.
Dekarbonisierung, Immobilienwirtschaft, Treibhausgasemissionen, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Operational Carbon, Embodied Carbon, ESG, Pariser Klimaziele, Energieeffizienz, Klimarisiken, Stranded Assets, Sanierungsquote, EU-Taxonomie, Kreislaufwirtschaft
Die Arbeit untersucht die rechtlichen und politischen Bestrebungen zur CO2-Reduktion im österreichischen Immobiliensektor und analysiert, warum die derzeitigen Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um die Pariser Klimaziele einzuhalten.
Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen operationalen und verkörperten Emissionen des Gebäudebestands, regulatorische Vorgaben auf EU- und nationaler Ebene sowie die Rolle marktdynamischer Faktoren wie Klimarisiken und ESG-Investitionen.
Die Hypothese lautet, dass die bestehenden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenparameter in Österreich derzeit nicht suffizient sind, um eine fristgerechte Erreichung der international gesetzten Dekarbonisierungs-Ziele zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller Rechtsvorschriften, politischer Strategiepapiere und Branchenberichte, um eine umfassende Bestandsaufnahme der Dekarbonisierungsbemühungen zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in regulatorische Pfade (EU-Recht, österreichisches Klimaschutzgesetz, baurechtliche Novellen) und marktdynamische Trends, ergänzt durch die Identifikation spezifischer Risiken für Immobilieninvestoren.
Wichtige Begriffe wie "Stranded Assets", "Operational Carbon", "Green Value" und "Fit-for-55" bilden den Kern der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.
Es wird kritisiert, dass das Gesetz in seiner derzeitigen Form zu einfach umgangen werden kann und zudem nur auf zentrale Heizungsanlagen sowie auf neu errichtete Gebäude abzielt, wohingegen Einzelheizungen im Bestand weitgehend unreguliert bleiben.
Sie betont, dass nur durch eine ganzheitliche Kommunikation zwischen Mietern und Vermietern sowie eine Verbesserung der Datengrundlage valide Benchmarks für den Energieverbrauch von Bestandsgebäuden erreicht werden können.
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