Bachelorarbeit, 2022
145 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Vorstellung des Spiels “Werwolf”
1.2. Vom ausgeglichenen Dorf
1.3. Bereits bestehende Simulationen
1.4. Verwendete Begriffe
1.5. Weitere Arbeit
2. Modellierung
2.1. Ziele der Modellierung
2.2. Abstraktionsannahmen
2.3. Allgemeiner Ablauf
2.4. Die verschiedenen Karten
2.4.1. Dorfbewohner
2.4.2. Werwolf
2.4.3. Seherin
2.4.4. Hexe
2.4.5. Amor
2.4.6. Dieb
2.4.7. Jäger
2.4.8. Mädchen
2.5. Überzeugungskraft und Menschenkenntnis
3. Implementation
3.1. Allgemeine Code-Struktur
3.1.1. main.py
3.1.2. Multithreading
3.1.3. dorf.py
3.1.4. karte.py
3.1.5. dorfbewohner.py
3.1.6. werwolf.py
3.1.7. seherin.py
3.1.8. hexe.py
3.1.9. jaeger.py
3.1.10. maedchen.py
3.2. Anpassungen
3.2.1. Exponentialverteilung
3.2.2. Reaktion auf einen Verdacht
3.2.3. Aktualisieren aufgrund eines Verdachts & Verteidigung
4. Simulation & Visualisierung
4.1. Beschreibung der Simulation
4.2. Welche Simulationen wurden durchgeführt?
4.3. Arten der Visualisierung
4.3.1. Graphen der Gewinnwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der Anzahl der Spieler
4.3.2. Säulen der Gewinnwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der gewählten Sonderkarten
4.3.3. Graphen und Säulen der Standardabweichung
4.3.4. Einfluss der Sonderkarten
4.3.5. Top 10
4.3.6. Vor- und Nachteile der Visualisationen
4.4. Aufbau des Anhangs
5. Ergebnisse
5.1. Graphen der Gewinnwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der Anzahl der Spieler
5.2. Säulendiagramme
5.3. Einfluss der Sonderkarten
5.4. Standardabweichung
5.5. Dorfzusammenstellungen
6. Fazit
6.1. Validierung des Modells
6.2. Konfidenz der Simulation
6.3. Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung eines probabilistischen Modells und dessen Simulation zur Analyse der sozialen Interaktionsdynamiken im Social-Deduction-Spiel "Werwolf". Durch die Modellierung der Diskussions- und Abstimmungsphasen soll quantifiziert werden, wie sich verschiedene Sonderkarten und Dorfzusammenstellungen auf die Gewinnchancen der Fraktionen (Dorfbewohner vs. Werwölfe) auswirken, um Empfehlungen für faire Spielkonstellationen abzuleiten.
2.2. Abstraktionsannahmen
Der Hauptfokus dieses Modells liegt auf dem Simulieren der Tag-Phase, beziehungsweise der sozialen Interaktion der verschiedenen Spieler. Normalerweise äußert am Beginn eines Tages ein Spieler einen Verdacht, sei es, weil er tatsächlich etwas weiß (oder ein Werwolf ist, der gerne einen Dorfbewohner töten möchte), sei es, weil er ein gewisses “Gefühl” hat. Daraufhin verteidigt sich der Verdächtigte und andere reagieren auf den Verdacht, indem sie mitgehen oder sich für den Verdächtigten einsetzen. Schließlich werden ein paar Leute angeklagt, zwischen denen abgestimmt wird, woraufhin dann einer stirbt.
Viele dieser Entscheidungen basieren oft auf einer gewissen Intuition, die sehr schwer zu fixieren ist. Daher haben wir im Rahmen dieser Arbeit einen probabilistischen Ansatz gewählt.
Jeder Spieler hat gewisse Werte, die seinen Charakter festlegen, sowie ein inneres Modell, wie die anderen Spieler eingeschätzt werden. Anhand dieser Werte werden für jede Aktion, die in gewisser Weise Intuition erfordert, zufällige Zahlen generiert, die den Ausgang bestimmen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Spiel „Werwolf“ vor, begründet die Relevanz für eine wissenschaftliche Simulation und grenzt die Arbeit von bereits existierenden Ansätzen ab.
2. Modellierung: Hier wird der probabilistische Modellierungsansatz detailliert erläutert, inklusive der individuellen Logik für die verschiedenen Sonderrollen sowie der Festlegung von Spielparametern.
3. Implementation: Dieses Kapitel beschreibt die technische Umsetzung des Modells in Python, inklusive der Dateistruktur, des Multithreadings und der mathematischen Grundlagen für die Wahrscheinlichkeitsberechnungen.
4. Simulation & Visualisierung: Hier wird das konkrete Vorgehen der Simulation beschrieben und erklärt, wie die gewonnenen Daten mittels Graphen und Säulendiagrammen aufbereitet wurden.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Simulationen, analysiert den Einfluss einzelner Karten und benennt die statistisch ausgeglichensten Dorfzusammenstellungen.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Modellvalidität, einer Bewertung der Simulationskonfidenz sowie einem Ausblick auf potenzielle Erweiterungen.
Werwolf, Social-Deduction-Game, Simulation, Wahrscheinlichkeit, Modellierung, Tag-Phase, Sonderkarten, Gewinnwahrscheinlichkeit, Spielbalance, Python, soziale Interaktion, Statistik, Standardabweichung, Spieltheorie, Entscheidungsfindung.
Die Arbeit untersucht das soziale Deduktionsspiel „Werwolf“ mithilfe von Informatik-Methoden, um durch Simulationen Aussagen über die Spielbalance zu treffen.
Zentrale Themen sind die Modellierung menschlichen Verhaltens mittels probabilistischer Ansätze, die Implementierung dieser Logik in Python und die anschließende statistische Auswertung von über 130 Millionen simulierten Spielen.
Ziel ist es, ein modulares System zu schaffen, das die Stärke verschiedener Kartenkombinationen quantifiziert, um „faire“ Dorfkonstellationen zu identifizieren, in denen Dorfbewohner und Werwölfe ähnlich häufig gewinnen.
Es wird ein probabilistisches Simulationsmodell verwendet, das auf Poisson-Prozessen und normalverteilten Zufallsvariablen basiert, um soziale Interaktionen wie Anklagen und Abstimmungen in der Tag-Phase abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung (Entscheidungslogik der Spieler), die technische Implementierung der Klassen in Python und die statistische Analyse der Simulationsdaten durch verschiedene Visualisierungstechniken.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Werwolf, Simulation, Spielbalance, probabilistische Modellierung und soziale Interaktionsdynamiken definieren.
Der Dieb beeinflusst die Anfangsverteilung der Karten maßgeblich; bei geringer Spieleranzahl kann er dazu führen, dass ein Werwolf weniger im Spiel ist als üblich, was die Gewinnchancen für das Dorf deutlich erhöht.
Die Hexe agiert als Dorfbewohner mit Zusatzfähigkeiten (Gift/Heilung). Die Simulation zeigte einen überraschend geringen Einfluss, möglicherweise aufgrund einer zu simplen Modellierung ihrer Entscheidungsfindung, wann sie ihre Tränke einsetzt.
Die Simulation bestätigt, dass die Seherin für das Dorf von entscheidender Bedeutung ist, da sie Informationen über die Rollen anderer Spieler liefert und so die Gewinnchancen des Dorfes signifikant steigert.
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