Bachelorarbeit, 2008
73 Seiten, Note: 1,3
Kapitel 1 Einleitung
Kapitel 2 Wirtschafts- und entwicklungsgeschichtliche Retrospektive
2.1 Lateinamerika
2.2 Südostasien
Kapitel 3 Wettbewerbsfähigkeit in Rahmen volkswirtschaftlicher Theorie
3.1 Innovation als Komponente internationaler Wettbewerbsfähigkeit
3.1.1 Definition und Determinanten
3.1.2 Technischer Fortschritt als entscheidender Wachstumsfaktor
3.1.3 Innovationsindikatoren
3.2 Internationale Wettbewerbsfähigkeit in der Theorie
3.2.1 Definition und Determinanten
3.2.2 Indikatoren und Messbarkeit
3.2.3 Systemische Wettbewerbsfähigkeit
3.2.4 Rankings und Indizes
3.2.4.1 The Global Competitiveness Index
3.2.4.2 The World Competitiveness Yearbook
Kapitel 4 Kontrastive Gegenüberstellung
4.1 Innovative Leistungsfähigkeit in Lateinamerika und Südostasien
4.1.1 Lateinamerika
4.1.2 Vergleich zu Südostasien
4.2 Bewertung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
4.2.1 Lateinamerika
4.2.1.1 Analyse gemäß World Competitiveness Yearbook
4.2.1.2 Analyse gemäß Global Competitiveness Report
4.2.2 Südostasien
4.2.2.1 Analyse gemäß World Competitiveness Yearbook
4.2.2.2 Analyse gemäß Global Competitiveness Report
4.2.3 Gegenüberstellung der empirischen Befunde
Kapitel 5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit der Region Lateinamerika mit derjenigen Südostasiens, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beider Regionen kritisch zu analysieren und Chancen sowie Risiken aufzuzeigen.
3.1.1 Definition und Determinanten
„An increasing number of industrial case studies has highlighted the importance of technological innovation for industrial competitiveness“. Dem Zitat nach ist Innovation also eine entscheidende Komponente der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und wichtiger Bestandteil der Messung sowie Einschätzung der länderspezifischen Wettbewerbsposition (vgl. 4.2). Innovation steht in direkter Korrelation mit technischem Fortschritt, welcher sich nach DOSI signifikant positiv auf die Produktivität und damit ebenfalls auf das Pro-Kopf-Einkommen eines Landes auswirkt. Diese Annahmen rechtfertigen die isolierte Betrachtung des Innovationspotentials als bedeutende Komponente der Wettbewerbsfähigkeit.
„Innovation is essentially the creation of the knowledge of how to do something new“, oder „Innovation concerns the search for, and the discovery, experimentation, development, imitation, and adoptation of new products, new production processes and new organisational set-ups“. Definitorisch bezeichnet Innovation also die durch die Entwicklung neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Prozessoptimierungen implizierte Anwendung allgemeiner technologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Verbesserungen. Innovationen werden dabei bezüglich ihres Wirkungsbereiches in Prozess,- Produkt- und Sozialinnovationen differenziert. Beispielsweise werden Modifikationen im Leistungserstellungsprozess eines Unternehmens, um leistungsfähigere Produkte effizienter, sicherer, umweltschonender und wirtschaftlicher zu produzieren, als Prozessinnovationen bezeichnet. Unter Produktinnovationen werden hingegen die Weiterentwicklungen und Verbesserungen an absetzbaren Produkten oder Dienstleistungen erfasst. Sozialinnovationen bilden schließlich die grundlegende Basis für Prozess- und Produktinnovationen, indem durch eine Steigerung der Qualifikation und durch relevante Ausbildungsverbesserung der Arbeitskräfte eine Erhöhung des Humankapitals erreicht wird.
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die wirtschaftliche Lage Lateinamerikas ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit im Vergleich zu Südostasien.
Kapitel 2: Wirtschafts- und entwicklungsgeschichtliche Retrospektive: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Überblick über Lateinamerika und Südostasien, um die strukturellen Ausgangsbedingungen für den späteren Wettbewerbsvergleich zu identifizieren.
Kapitel 3: Wettbewerbsfähigkeit in Rahmen volkswirtschaftlicher Theorie: Dieser theoretische Teil definiert Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, erörtert Wachstumsfaktoren und stellt die Analyseinstrumente wie den GCI und das WCY vor.
Kapitel 4: Kontrastive Gegenüberstellung: Das Hauptkapitel analysiert und vergleicht empirisch die innovative Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit beider Regionen anhand spezifischer Indizes.
Kapitel 5: Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Analyse, bewertet die angewandten Instrumente und diskutiert die zukünftigen Entwicklungsperspektiven beider Wirtschaftsregionen.
Wettbewerbsfähigkeit, Lateinamerika, Südostasien, Innovation, Technischer Fortschritt, Global Competitiveness Index, World Competitiveness Yearbook, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Humankapital, Produktivität, Handelsliberalisierung, Standortfaktoren, Systemische Wettbewerbsfähigkeit, Exportabhängigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Regionen Lateinamerika und Südostasien.
Die zentralen Themen umfassen die entwicklungsgeschichtliche Einordnung, theoretische Definitionen von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation sowie den empirischen Vergleich mittels globaler Wirtschaftsindizes.
Das Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beider Regionen zu bewerten, Stärken und Schwächen zu identifizieren und die aktuell wettbewerbsfähigere Region zu klassifizieren.
Die Arbeit nutzt einen kontrastiven Ansatz, der quantitative Daten aus dem World Competitiveness Yearbook (WCY) und dem Global Competitiveness Report (GCR) mit qualitativen Analysen verknüpft.
Im Hauptteil werden Innovationspotenziale quantifiziert und die Wettbewerbsfähigkeit der Länder anhand der Kategorien des World Economic Forum und des IMD tiefgehend kontrastiert.
Wichtige Begriffe sind Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, technischer Fortschritt, Institutionen und die spezifische wirtschaftliche Dynamik lateinamerikanischer und südostasiatischer Staaten.
Das Konzept dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht nur durch isolierte Faktoren entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von Institutionen, privaten Akteuren und Politik.
Die Rohstoffabhängigkeit wird als strukturelles Risiko identifiziert, das insbesondere für viele lateinamerikanische Staaten eine Hürde für eine nachhaltige, durch Innovation getriebene Wettbewerbsfähigkeit darstellt.
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