Examensarbeit, 2022
31 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Handlungssituation
1.2 Ziel der Facharbeit
1.3 Aufbau der Facharbeit
2. Begriffsbestimmung Selbstwirksamkeit
3. Theorie und Konzepte
3.1 Entstehung der Selbstwirksamkeit
3.1.1 Direkte Erfahrungen (eigene Erfahrung)
3.1.2 Stellvertretende Erfahrung (Beobachtung)
3.1.3 Symbolische Erfahrung (Ermutigung und Zuspruch durch andere)
3.1.4 Körperliche und emotionale Empfindungen
3.2 Positives Selbstbild und Selbstkonzept
3.2.1 Bedeutung des Selbstkonzeptes für die Entwicklung
3.2.2 Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung
3.2.3 Motivationale Prozesse, Selbstregulationsprozesse
3.3 Der psychomotorische Ansatz
3.3.1 Begriff der Psychomotorik
3.3.2 Ziele des psychomotorischen Ansatzes nach Renate Zimmer
4. Der Einfluss von Bewegung auf die Entwicklung
4.1 Der Einfluss von Bewegung auf das Selbstkonzept
4.2 Der Einfluss von Bewegung auf die Selbstwirksamkeit
4.2.1 Schwierigkeiten meistern
4.2.2 Risiken
4.3 Negative Entwicklung des Selbst durch Bewegungsmangel
5. Unterstützung von Basiskompetenzen durch Bewegungserfahrungen
5.1 Sachkompetenz
5.2 Personale Kompetenz
5.3 Soziale Kompetenz
5.4 Methodenkompetenz
6. Zwischenergebnis
7. Schulisches Setting
8. Praktische Erfahrungen mit durchgeführten Bewegungsangeboten
8.1 Ausgewählte Bewegungsangebote in Form einer Kinder- und Jugendzirkus-AG
8.1.1 Zuerst experimentieren, dann entscheiden
8.1.2 Auswahl der Kinder
8.1.3 Erfassung der Selbstwirksamkeit
8.2 Durchführung der Bewegungsangebote
8.2.1 Grundvoraussetzungen
8.2.2 Akrobatische Übungen
8.2.3 Balancierübungen auf einer Slackline
8.3 Erfolg und Misserfolg
8.4 Konkrete Ziele setzen
8.5 Konkrete Rückmeldung geben
9. Fazit und Ausblick
9.1 Feedback zu den Bewegungsangeboten durch die Kinder
9.2 Beschränkungen der Aussagekraft
9.3 Ergebnisse
9.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit gezielte Bewegungsangebote in der Grundschule dazu beitragen können, die allgemeine Selbstwirksamkeit von Kindern zu stärken, indem sie positive Kompetenzerfahrungen ermöglichen.
8.2.1.1 Freiwilligkeit
Ausnahmslos war die Teilnahme am Training bzw. den Übungen freiwillig. Selbst wenn die Schüler*innen sich zur Teilnahme an dem Training entschlossen hatten, konnte es in der aktuellen Übungsstunde dazu kommen, dass sie sich nicht motivieren oder überzeugen ließen, bei bestimmten Angeboten mitzumachen. So erinnere ich mich an ein Erlebnis mit dem Jungen K (10,4). Wir bauten als ganze Gruppe zusammen mit Hilfe von zwei Slacklines eine Balancierstrecke auf. Der Unterschied zum letzten Mal war, dass eine der beiden Slacklines leicht anstieg und nicht wie bei bisherigen Übungen waagerecht gespannt war. Als K an der Reihe war, sagte er, dass er keine Lust habe. Zunächst versuchte ich ihn zu motivieren, indem ich ihm ins Gedächtnis rief, wie gut er letztes Mal die Übung mit der waagerechten Slackline absolviert hatte und welchen Spaß es ihm gemacht hatte. K blieb entschlossen, er wolle nicht.
Nach einigen Versuchen, K zu motivieren, beschloss ich, mich als Anleiter ein wenig zurückzunehmen und K etwas mehr Zeit zu geben. So sagte ich ihm, er könne sich ja auf die Bank setzen und erst einmal zuschauen, wenn er dann doch mitmachen möchte, könne er mir jederzeit Bescheid geben. Meine Erfahrung sagte mir, dass manche Kinder Motivation und Interesse erlangen, wenn sie beobachten, dass die Übung bzw. das Training anderen Kindern Freude bereitet und Spaß macht. Sie werden dann von ganz allein wieder mitmachen wollen. So verhielt es sich auch hier, nachdem K beobachtete, wie die ersten seiner Freunde die schräge Slackline überwunden hatten und voller Freude die Arme in die Höhe rissen: Nun hielt es K nicht mehr auf der Bank, er wollte unbedingt mitmachen. Dieses praktische Beispiel nimmt Bezug auf die im ersten Teil der Arbeit aufgezeigte stellvertretende Erfahrung in Bezug auf die Bildung der Selbstwirksamkeit. K bewältigte die Schräge ohne das geringste Problem. Er tat dies im Verlauf des Trainings gleich mehrfach hintereinander. K hatte eine positive Selbstwirksamkeitserfahrung gemacht.
1. Einleitung: Vorstellung der Handlungssituation im Kontext einer Grundschule und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsförderung.
2. Begriffsbestimmung Selbstwirksamkeit: Definition des Begriffs der Selbstwirksamkeit basierend auf der Theorie von Albert Bandura.
3. Theorie und Konzepte: Erläuterung der Entstehungsfaktoren von Selbstwirksamkeit, des Selbstkonzepts sowie des psychomotorischen Ansatzes.
4. Der Einfluss von Bewegung auf die Entwicklung: Analyse der Wechselwirkungen zwischen körperlicher Aktivität, Selbstkonzept und der Entwicklung von Kompetenzen.
5. Unterstützung von Basiskompetenzen durch Bewegungserfahrungen: Detaillierte Betrachtung der Förderung von Sach-, Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz durch Bewegung.
6. Zwischenergebnis: Zusammenfassung der vorangegangenen theoretischen Erkenntnisse als Basis für den praktischen Teil.
7. Schulisches Setting: Kritische Auseinandersetzung mit schulischen Strukturen, die eine Selbstwirksamkeitsförderung eher behindern könnten.
8. Praktische Erfahrungen mit durchgeführten Bewegungsangeboten: Dokumentation der Durchführung der Zirkus-AG inklusive Erfassungsmethoden für die Selbstwirksamkeit.
9. Fazit und Ausblick: Reflexion der Ergebnisse der Facharbeit und Ausblick auf zukünftige pädagogische Ansätze.
Selbstwirksamkeit, Psychomotorik, Grundschule, Bewegungsangebote, Selbstkonzept, Kompetenzentwicklung, Zirkus-AG, Motivationsprozesse, Selbstvertrauen, Kindliche Entwicklung, Pädagogische Arbeit, Handlungskompetenz, Ergänzende Förderung
Die Arbeit untersucht, wie durch gezielte Bewegungsangebote in der Grundschule die Selbstwirksamkeit von Schülern gestärkt werden kann, um ihnen bei der Bewältigung von Herausforderungen zu helfen.
Die Facharbeit verknüpft theoretische Konzepte der Selbstwirksamkeitsforschung und Psychomotorik mit praktischen Erfahrungen aus einer Zirkus-AG im schulfremden Kontext der Grundschule.
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit positive Erfahrungen in Bewegungssettings die Wahrnehmung der eigenen Leistungsfähigkeit (Selbstwirksamkeit) bei Grundschülern nachhaltig fördern können.
Es wird ein praxisbezogener Ansatz verfolgt, der durch die Auswertung von Beobachtungen, Fragebögen (ASKU) und Entwicklungsgesprächen mit Bezugserziehern gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorieübersicht, die Darstellung des Einflusses von Bewegung auf die Entwicklung, die Vorstellung des schulischen Settings sowie die detaillierte Auswertung der Zirkus-AG.
Wichtige Begriffe sind Selbstwirksamkeit, Psychomotorik, Grundschule, Kompetenzförderung, Selbstkonzept und intrinsische Motivation.
Intrinsische Motivation beschreibt die Freude an der Tätigkeit an sich, während extrinsische Motivation durch äußere Anreize wie Noten oder Lob entsteht; die Arbeit betont die Bedeutung der intrinsischen Förderung.
Bewegungsgeschichten dienen der psychomotorischen Verknüpfung von motorischen Handlungen mit emotionalem Erleben, um Kinder besser in das Bewegungsangebot zu integrieren und deren Selbstwirksamkeit anzusprechen.
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