Diplomarbeit, 2008
121 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Bedeutung von Clusterprozessen im internationalen Wettbewerb
1.2. Ziel und Aufbau der Arbeit
1.3. Abgrenzung relevanter Begriffe
1.3.1. Industriecluster
1.3.2. Clusterstrategien
1.3.3. Clustermanagement und Profilierung
2. Konzeptioneller Rahmen zur Analyse von Clustern
2.1. Clusterbildung
2.1.1. Wann neigen Branchen zur Clusterbildung
2.1.2. Erklärungsansätze für die Entstehung von Clustern
2.1.2.1. Industrial Districts
2.1.2.2. Die Kalifornische Schule
2.1.2.3. Die Nordische Schule
2.1.2.4. Das kreative Milieu
2.1.2.5. Industriecluster nach PORTER
2.1.3. Der Entwicklungsverlauf als Lebenszyklusmodell
2.2. Relevanz der Clusterbildung für die Automobilindustrie
2.2.1. Historische Entwicklungsschwerpunkte in der Automobilindustrie
2.2.2. Triebkräfte der Entstehung von Netzwerken in der Automobilbranche
2.2.3. Herausforderungen an die Clusterbildung in der Automobilindustrie am Beispiel der deutschen Automobilregionen
2.2.3.1. Die Akteure der Automobilindustrie
2.2.3.2. Interessenkonflikte
2.2.3.3. Die besondere Stellung Ostdeutschlands
2.3. Zusammenfassung: Eignung des Clusterkonzeptes für die Automobilindustrie
3. Profilierung als Basis für ein Clustermanagement
3.1. Anforderungen und Dimensionen des Clustermanagements
3.2. Einbeziehung von Profilierungsstrategien in einen clusterbezogenen Managementansatz
3.2.1. Der Marketingmanagement Prozess
3.2.2. Das St. Galler Management Konzept
3.3. Konzepte zur Profilierung im Standortmarketing
3.3.1. Standortmarketingstrategien nach SCHNURRENBERGER
3.3.2. Standortmarketingstrategien nach BALDERJAHN
3.3.3. Regionalmarketingstrategien nach MANSCHWETUS
3.3.4. Zusammenführung der Konzepte unter Berücksichtigung der Marketingmanagement-Theorie
3.4. Anwendungsmöglichkeiten der Konzepte auf die Automobilindustrie
4. Fallstudienanalyse
4.1. Methodik und Gang der Untersuchung
4.1.1. Forschungsfragen
4.1.2. Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
4.1.3. Untersuchungsdesign
4.2. Bewertung von Profilierungsstrategien
4.3. Praktische Überprüfung der Bewertung
4.4. Ergebnis und Interpretation
4.5. Implikationen für den Automobilcluster Ostdeutschland
5. Schlussbetrachtung
5.1. Zusammenfassung
5.2. Implikationen und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung strategischer Handlungsempfehlungen zur Profilierung von Industrieclustern im internationalen Wettbewerb, mit einem spezifischen Fokus auf die Automobilbranche und den Automobilcluster Ostdeutschland (ACOD). Es wird untersucht, wie theoretische Managementkonzepte, insbesondere aus dem Standortmarketing, auf die Anforderungen moderner Clusterinitiativen angewendet werden können.
2.1.2.5. Industriecluster nach PORTER
Die bisher beschriebenen theoretischen Ansätze fokussieren sich auf die Bedeutung regionaler Ressourcen und institutioneller Rahmenbedingungen. Die Erklärungsversuche für die Entstehung von Clustern haben sich in diesen Ansätzen von wirtschaftlichen Gründen wie Skaleneffekten hin zu soziokulturellen Gründen wie Vertrauen oder Zusammenarbeit verschoben.71 Einen anderen Weg regionale Ballungen zu erklären wählt Michael E. Porter. Nach PORTER gewinnen Unternehmen in regionalen Clustern auf Grund eines besseren Zugangs zu spezialisierten und erfahrenen Mitarbeitern, Lieferanten, spezialisierter Informationen und öffentlichen Gütern, sowie durch die motivierende Kraft des lokalen Wettbewerbs an Konkurrenzfähigkeit.72 Darauf aufbauend entwickelte PORTER das sog. „Diamantmodell der nationalen Wettbewerbsvorteile“, in dem Wettbewerbsfähigkeit durch vier Hauptfaktoren bestimmt wird:
Faktorbedingungen (z.B. Arbeitskräftepotential, Infrastruktur)
Nachfragebedingungen (z.B. Marktpotential und Marktwachstum, Kaufkraft)
Verwandte und unterstützende Branchen (z.B. Zulieferer, Dienstleistungen)
Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen und Inlandswettbewerb
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Clusterprozessen im globalen Wettbewerb ein, definiert die relevanten Begriffe und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit fest.
2. Konzeptioneller Rahmen zur Analyse von Clustern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen und verschiedenen Erklärungsansätze für die Clusterbildung und untersucht deren Relevanz für die Automobilindustrie.
3. Profilierung als Basis für ein Clustermanagement: Hier werden Anforderungen an das Clustermanagement definiert und verschiedene theoretische Marketingkonzepte zur Profilierung von Wirtschaftsstandorten auf ihre Anwendbarkeit im Automobilsektor geprüft.
4. Fallstudienanalyse: Dieses Kapitel untersucht durch eine empirische Fallstudienanalyse, wie theoretische Strategien in der Praxis von Clusterinitiativen in Deutschland und Österreich umgesetzt werden, und leitet daraus Implikationen für den ACOD ab.
5. Schlussbetrachtung: Die abschließende Betrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die strategische Entwicklung der ostdeutschen Automobillandschaft.
Industriecluster, Automobilcluster, Standortmarketing, Clustermanagement, ACOD, Wertschöpfungskette, Profilierung, Regionalentwicklung, Innovationskraft, Netzwerke, Wettbewerbsfähigkeit, Automobilindustrie, Clusterinitiative, Wirtschaftsstandort, Ostdeutschland
Die Arbeit analysiert, wie Industriecluster im internationalen Wettbewerb durch strategisches Clustermanagement profiliert werden können, wobei die Automobilindustrie als praktisches Beispiel dient.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der Clusterbildung, Strategien des Standortmarketings, die spezifischen Anforderungen der Automobilbranche sowie die empirische Fallstudienanalyse verschiedener Clusterinitiativen.
Ziel ist es, strategische Handlungsempfehlungen zu formulieren, die insbesondere für den Automobilcluster Ostdeutschland (ACOD) genutzt werden können, um dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen Fallstudienanalyse angewandt, die durch Internetrecherchen und Experteninterviews gestützt wird.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Ansätze zur Clusterbildung und Profilierung aufbereitet und anschließend mit praktischen Daten aus bestehenden Netzwerken in Deutschland und Österreich abgeglichen.
Wichtige Begriffe sind Industriecluster, Clustermanagement, Standortmarketing, Wettbewerbsfähigkeit, Automobilindustrie, Wertschöpfungskette und Clusterinitiative.
Der ACOD wird als private Initiative beschrieben, die versucht, fünf Bundesländer und deren bestehende Netzwerke zu koordinieren, was im Vergleich zu staatlich gelenkten Clustern eine besondere Herausforderung in der Kooperationssteuerung darstellt.
Die österreichischen Cluster dienen aufgrund ihrer Vorbildfunktion und ausgereiften Professionalisierung als Vergleichsbasis, um daraus Lehren für die ostdeutsche Automobilregion abzuleiten.
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