Bachelorarbeit, 2020
44 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Schattenbanken: eine Übersicht
2.1. Der Finanzmarkt
2.2. Marktvolumen in der EU und Deutschland
3. Marktteilnehmer
3.1. Geldmarktfonds
3.2. Investmentfonds
3.3. Verbriefungsgesellschaften
3.4. Kreditausfallversicherer
4. Aktivitäten
4.1. Repo-Geschäfte
4.2. Wertpapierleihe
5. Analyse der ökonomischen Auswirkungen von Schattenbanken
5.1. Methodik
5.1.1. Vermögenswerte der Schattenbanken
5.1.2. Entwicklung des Schattenbanksektors innerhalb der Jurisdiktionen
5.2. Risiken des Schattenbankensektors für die Finanzstabilität
5.2.1. Verflechtung der Finanzinstitutionen
5.2.2. Runs-Risiko
5.2.3. Fehlende Transparenz im Schattenbanksektor
5.2.4. Moral-Hazard-Problematik
6. Regulierungsansätze der EU-Kommission
6.1. Direkte Regulierung
6.2. Indirekte Regulierung
6.3. Kombinationslösung
7. Kritik der EU-Regulierungen
8. Fazit
Diese Arbeit widmet sich der Analyse der ökonomischen Bedeutung des Schattenbanksektors, untersucht dessen systemische Risiken für die globale Finanzstabilität und bewertet die regulatorischen Maßnahmen der EU-Kommission zur Eindämmung dieser Herausforderungen.
5.2.1. Verflechtung der Finanzinstitutionen
Die finanzielle Verflechtung entwickelt sich positiv in einem offenen und integrierten Finanzsystem. Die finanzielle Verflechtung zwischen den Finanzinstitutionen kann Risiken innerhalb eines Finanzsystems diversifizieren. Jedoch kann diese Verflechtung auch dazu führen, dass diese Risiken nur aufgrund von beispielsweise Stressphasen übertragen werden.39
Die Kommunikation oder Veröffentlichung der Übertragung dieser Risiken zwischen den Marktteilnehmern wird häufig mangelhaft durchgeführt. Somit wird kein klarer Überblick über die potenziellen Risiken vermittelt, denen sich beispielsweise ein Finanzinstitut ausgesetzt sieht. Weiterhin passt dieses Vorgehen nicht zu der Überlegung der Diversifikation von Risiken.40
Es ist an dieser Stelle relevant zu erläutern, wann eine Verflechtung ein Problem für die Finanzstabilität darstellen könnte. Die Verflechtung ist problematisch, wenn die Nachfrage nach Liquidität das Angebot des Systems übersteigt. In diesem Fall kann die Interbanken-Kreditvergabe oder die Verflechtung dieses Problem nicht lösen und dann sollte das betroffene Finanzinstitut im Extremfall ihr langfristiges Vermögen liquidieren.41 An dieser Stelle unterscheidet das FSB zwischen zwei Arten von Verflechtungen: direkte und indirekte Verflechtung. Die direkte Verflechtung bezieht sich wie in dem oberen Fall auf direkte Ausleihen/Darlehen zwischen zwei Gegenparteien.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Schattenbanksektors, dessen Rolle in der Finanzkrise 2007-2008 und Zielsetzung dieser Untersuchung.
2. Schattenbanken: eine Übersicht: Definition von Schattenbanken und Finanzmarkt sowie Analyse des Marktvolumens in der EU und Deutschland.
3. Marktteilnehmer: Erläuterung der Merkmale von Schattenbanken und Vorstellung der Akteure wie Geldmarktfonds, Investmentfonds und Verbriefungsgesellschaften.
4. Aktivitäten: Analyse der wesentlichen Geschäfte wie Repo-Geschäfte und Wertpapierleihe, die primär zur Liquiditätsbeschaffung genutzt werden.
5. Analyse der ökonomischen Auswirkungen von Schattenbanken: Untersuchung der systemischen Risiken, insbesondere Verflechtung, Runs-Risiko, mangelnde Transparenz und Moral-Hazard-Problematik.
6. Regulierungsansätze der EU-Kommission: Gegenüberstellung und Diskussion von direkter, indirekter und kombinierter Regulierung.
7. Kritik der EU-Regulierungen: Bewertung der Effektivität europäischer Regulierungsversuche und deren Grenzen bei international agierenden Akteuren.
8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Risiken und der regulatorischen Herausforderungen des wachsenden Schattenbanksektors.
Schattenbanken, Finanzstabilität, Finanzkrise, Repo-Geschäfte, Wertpapierleihe, Systemische Risiken, Moral Hazard, Liquidation, EU-Regulierung, Finanzmarkt, Geldmarktfonds, Investmentfonds, Verflechtung, Finanzintermediäre, Transparenz.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Rolle und dem Einfluss von Schattenbanken in der globalen Finanzindustrie sowie der Frage, wie diese Akteure die Finanzstabilität gefährden können.
Die zentralen Themen sind die Definition und Funktionsweise von Schattenbanken, die Analyse der Risiken für Finanzinstitute und die Evaluierung der regulatorischen Reaktionen der EU.
Ziel ist es, die ökonomischen Auswirkungen des Schattenbanksektors auf die Finanzindustrie aufzuzeigen und die Herausforderungen einer effektiven Regulierung in Europa zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Daten führender Institutionen wie des FSB und Statista sowie der Auswertung bestehender regulatorischer Konzepte und ökonomischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Marktteilnehmer und Aktivitäten, eine detaillierte Analyse systemischer Risiken und die Diskussion von Regulierungsansätzen der EU-Kommission.
Schlüsselbegriffe sind Schattenbanken, Finanzstabilität, Systemische Risiken, Moral Hazard, Repo-Geschäfte und EU-Regulierung.
Die Verflechtung überträgt Risiken zwischen den Sektoren, was bei Marktspannungen oder Liquiditätsengpässen zu Ansteckungseffekten führen kann, die das gesamte Finanzsystem destabilisieren.
Da Schattenbanken bankähnliche Transformationen durchführen, aber keinen Zugang zu Zentralbankliquidität haben, führt Panik unter Anlegern zum sogenannten "first-mover"-Verhalten, welches Preise drastisch drückt und die Stabilität gefährdet.
Die Kritikpunkte umfassen die begrenzte regionale Reichweite der Regulierung, die Gefahr, dass riskante Geschäfte in unregulierte Oasen abwandern, und die Ineffektivität bei der Verhinderung systemischer Risiken.
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