Bachelorarbeit, 2016
97 Seiten, Note: 1,5
1. Selbstbestimmung und Lebensbewältigung
1.1. Selbstbestimmt leben
1.1.1. Extrakt
1.2. Zur Notwendigkeit einer eigenen Begriffsbestimmung
1.3. Zur Lebenslage und Lebensbewältigung
2. Empirische Studie
2.1. Stakeholder
2.1.1. Betreute Wohnformen
2.1.2. Mitarbeitende
2.2. Lebensbewältigungskompetenz erfassen
2.3. Methodologische Überlegungen und methodische Aspekte
2.4. Zum Forschungsdesign
2.4.1. Forschungsethische Überlegungen
2.4.2. Untersuchungsart
2.4.3. Grundgesamtheit
2.4.4. Das Erhebungsinstrument
2.4.5. Methodik
2.5. Erhebung
2.5.1. Teilnehmende
2.5.2. Vergleichsgruppe
2.6. Ergebnisse
2.6.1. Wertesummen
2.6.2. Werteverteilung
2.6.3. Übersichtskarte zur Lebensbewältigungskompetenz
2.6.4. Werte-Nachbarschaften
2.6.5. Rangfolgen
2.6.6. Qualitative Anteile
2.6.7. Response-Rate
2.6.8. Non-Response
2.7. Interpretation der Ergebnisse
2.7.1. Lebensbewältigungskompetenzen im Lebensalltag
3. Diskussion der Ergebnisse
3.1. Zur Güte der Erhebung
3.2. Selbstbestimmung stärken
4. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von erwachsenen Menschen mit Behinderungen im Kontext stationärer und ambulanter Wohnformen. Ziel ist es, subjektive Sichtweisen dieser Personen systematisch mittels einer eigenentwickelten Methodik zu erfassen, um Anhaltspunkte für eine gelingendere Lebensgestaltung durch professionelle Assistenz zu gewinnen.
Methodik
Im Sinne einer möglichst störungsfreien und beeinflussungsmindernden Teilnahme empfiehlt sich eine ruhige Atmosphäre nach Wahl der TN als 2-Personen-Konstallation in einer face-to-face Situation. Nach einer einführenden Erläuterung nutzen die TN, sofern gewünscht und möglich, den bereitgestellten Tablet-PC selbständig, um ihre Selbstauskünfte mittels computergestützter Erfassung abzugeben. Dies bietet mehrere Vorteile. So kann ua. durch Programmierung sichergestellt werden, dass nur Angaben innerhalb eines Gültigkeitsbereichs erfasst werden (zB. nur Ganzzahlen) (Häder 2015, 192), und das Risiko fehlerbehafteter Digitalisierungen zwecks computerunterstützter Auswertung und Analyse kann auf ein Minimum reduziert werden.
Parallel dazu füllt die Forschungsleitung (LT) den entsprechenden Fragebogen in Papierform aus. Diese zusätzliche, handschriftliche Erfassung dient der Datensicherheit, um bspw. einem drohenden Datenverlust im Falle beschädigter technischer Ausrüstung vorzubeugen, und kann bei der späteren Datenkontrolle von Nutzen sein, bspw. zum Vergleich softwareseitig vorliegender Urteilsabgaben und im Papierbogen vermerkter mündlicher Äußerungen. Als dritter Zweig einer simultanen Mehfacherfassung kommt bei Einverständnis der/des betreffenden TN eine Audio- oder auch audiovisuelle Aufzeichnung zur Anwendung. Die Vertraulichkeit des erhobenen, sensiblen Datenmaterials bleibt durch die gewissenhafte Beachtung datenschutzrechtlicher Implikationen zu jeder Zeit gewahrt.
Durch die simultane dreifache Datenerfassung – 1. computergestützt (offline lokal gespeichert) durch die TN (auf Wunsch oder bei Bedarf assistiert durch die LT), 2. handschriftlich per Erfassungsbogen durch die LT und 3. per Audio- bzw. audio-visueller Aufzeichnung – können Fehlerfassungen dezimiert (bspw. durch Nachtrag oder Korrektur) und Datenqualität und -dichte insgesamt erhöht werden. So können aufgetretene Dichtonomien in der computergestützten und der handschriftlichen Erfassung mithilfe der ausgewerteten audio-visuellen Aufzeichnung aufgelöst werden. Während der Erhebung wegen Unverständlichkeit übersprungener Items können uU. durch eine späterer Auswertung der audio-visuellen Aufzeichnung erfolgreich nachgetragen werden.
Darüber hinaus enthalten die audio-visuellen Aufzeichnungen Äußerungen und Regungen der TN, auch vor und nach der Erfassung via Fragebogen, die als wertvolle Zusatzinformationen in die spätere Dateninterpration einfließen.
1. Selbstbestimmung und Lebensbewältigung: Theoretische Herleitung und Begriffsbestimmung von Selbstbestimmung sowie Lebensbewältigung im Kontext von Behinderung und Eingliederungshilfe.
2. Empirische Studie: Darstellung des Stakeholder-Konzepts, des Forschungsdesigns, der Datenerhebung sowie der Analyseergebnisse der Befragung.
3. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Erhebungsgüte, Validität und Reliabilität der Daten sowie Diskussion der zentralen Erkenntnisse zur Selbstbestimmung.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Bundesteilhabegesetzes und Perspektiven für zukünftige Forschung.
Selbstbestimmung, Lebensbewältigungskompetenz, Eingliederungshilfe, Wohnformen, Menschen mit Behinderung, Personenzentrierte Forschung, Lebensqualität, Sozialpsychologie, Quantitative Sozialforschung, Qualitative Sozialforschung, Willensbildungskompetenz, Entscheidungskompetenz, Dependenz.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit Behinderungen, die in betreuten Wohnformen leben, ihre eigene Lebensbewältigungskompetenz einschätzen und welchen Einfluss Selbstbestimmung auf ihre Lebensumstände nimmt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Willensbildung, der Entscheidungskompetenz, der adaptiven Bewältigung von Alltagslagen sowie der Wahrnehmung externer fördernder oder behindernder Einflüsse durch die betroffenen Klienten.
Ziel ist es, subjektive Wahrnehmungen von Menschen mit Behinderung systematisch zu erfassen, um Gelingensfaktoren für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine standardisierte, teils computergestützte Befragung mit 56 subjektiven Indikatoren, kombiniert mit qualitativen Elementen, um ein möglichst präzises Abbild der Kompetenzen der Teilnehmenden zu erhalten.
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Erfassung, der Analyse von Wertesummen, der Erstellung von Übersichtskarten zur Lebensbewältigung sowie der Interpretation der Ergebnisse unter Einbeziehung einer Vergleichsgruppe aus Mitarbeitenden.
Begriffe wie Selbstbestimmung, Lebensbewältigungskompetenz, personenzentrierte Forschung und Dependenzverhältnisse prägen die wissenschaftliche Auseinandersetzung in dieser Arbeit.
Die Ergebnisse zeigen, dass Klienten in ambulant betreuten Wohnformen (KABW) insgesamt höhere Wertesummen erzielen als die Teilnehmenden in stationären Einrichtungen (KSWH), was auf ein höheres subjektives Erleben von Selbstbestimmung hindeutet.
Die Vergleichsgruppe erlaubt es, Diskrepanzen in der Wahrnehmung von Handlungsspielräumen aufzuzeigen und verdeutlicht, wie stark sich das Erleben persönlicher Autonomie in Abhängigkeit von institutionellen Settings unterscheidet.
Die Autorin betont, dass die professionelle Haltung der Fachkräfte eine der stärksten Einflussquellen auf das Selbstbild der Klienten darstellt und empfiehlt, den Fokus von rein strukturellen Maßnahmen hin zur gezielten Kompetenzstärkung zu verschieben.
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