Examensarbeit, 2009
88 Seiten, Note: Gut (11 Punkte)
1. EINLEITUNG
1.1 AUFBAU
2. DIE SITUATION DER MIGRANTENKINDER IM DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEM
2.1 ERGEBNISSE DER PISA – STUDIE
2.1.1 PISA-E
2.2 KINDER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND IM DEUTSCHEN SCHULSYSTEM
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB
3.1 BEGRIFFLICHKEITEN
3.1.1 Erstsprache
3.1.2 Zweitsprache
3.1.3 Bilingualismus
3.1.4 Semilingualismus
3.2 SPRACHERWERBSTHEORIEN
3.2.1 Identitätshypothese
3.2.2 Transferhypothese
3.2.3 Interlanguagehypothese
3.2.4 Schwellenhypothese und Interdependenzhypothese
4. SPRACHFÖRDERUNG BEI MIGRANTENKINDERN
4.1 AKTUELLE SITUATION
4.2 ÜBERBLICK ÜBER DIE VERFAHREN ZUR SPRACHSTANDSBESTIMMUNG
4.3 ÜBERBLICK ÜBER VERSCHIEDENE FÖRDERKONZEPTE
4.3.1 Förderprogramme zur Unterstützung der phonologischen Bewusstheit
4.3.2 Sprachlich-kognitiv orientierte Förderprogramme
4.3.3 Konzepte, die sich an der Verbindung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit orientieren
4.3.4 Modelle der Sprachförderung, die die Kooperation zwischen dem Kindergarten und den Familien im Vordergrund sehen
4.4 DIE INTEGRATION DER HERKUNFTSSPRACHEN IN DER INSTITUTION SCHULE
5. AUSFÜHRLICHE DARSTELLUNG EINES FÖRDERKONZEPTES: RUCKSACKPROJEKT
5.1 VORSTELLUNG DES PROJEKTES
5.2 ZIELE DES PROJEKTS
5.3 ABLAUF DES PROJEKTES
5.4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE / EVALUATION
5.5 RESÜMEE DES RUCKSACKPROJEKTES
6. DARSTELLUNG DER FORSCHUNGSUNTERSUCHUNGEN ZUM SPRACHERWERB IN DER ZWEITSPRACHE SOWIE DER ERSTSPRACHE
6.1 DARSTELLUNG DER STUDIE VON LAMBERT/TUCKER (1972)
6.1.1 Das Ziel der Studie
6.1.2 Der Ablauf der Studie
6.1.3 Ergebnisse der Studie
6.2 DARSTELLUNG DER STUDIE VON SKUTNABB-KANGAS/TOUKOMAA (1976)
6.2.1 Ablauf der Studie
6.2.2 Ziel der Studie
6.2.3 Ergebnisse der Studie
6.3 EMPFEHLUNGEN DER STUDIEN
6.4 LANGZEITSTUDIE AUS WIEN „A KUCI SPRECHAM DEUTSCH“
6.4.1 Ziel der Studie
6.4.2 Aufbau der Studie
6.4.3 Testmethoden
6.4.4 Die theoretischen Grundlagen der Studie
6.4.5 Darstellung der Ergebnisse
6.5 EMPFEHLUNGEN DER STUDIE
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Muttersprache beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch bei Kindern mit Migrationshintergrund. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse hemmender und begünstigender Faktoren sowie der Erarbeitung systematischer Förderansätze für den schulischen und vorschulischen Bereich.
3.1.1 Erstsprache
Die Erstsprache ist eine der wichtigsten Sprachen im Leben eines Menschen. Sie ist dementsprechend die erste Sprache, die der Mensch erwirbt. Die Erstsprache wird von dem Kind in seinen ersten Lebensjahren erworben und begleitet es meistens durch das ganze Leben.14
Die Erstsprache gilt als erstes Kommunikationsmittel. Beherrscht man die Erstsprache, so sind auch ebenfalls die formalen Sprachstrukturen verfestigt. Auch die Gefühle und besondere Erfahrungen werden meistens in der Erstsprache am besten übermittelt. Natürlich wird auch die Kultur, die zu dieser Sprache gehört, so eingeprägt und mit dem Spracherwerb erworben. In der wissenschaftlichen Literatur wird meist die Erstsprache von der Muttersprache unterschieden. Jedoch entsteht in der heutigen Gesellschaft ein Bild, dass in vielen Familien die Muttersprache auch die Erstsprache ist, die das Kind erlernt. Die Muttersprache ist daher auch die Erstsprache, die durch den Kontakt mit der Mutter bzw. Vater erworben wird.15
Viele Sprachwissenschaftler vertreten in der Fachliteratur die Meinung, dass der Begriff Erstsprache anstelle von Muttersprache neutraler und angemessener erscheint. Daraus lässt sich formulieren, dass die beiden Begriffe das gleiche bedeuten, wenn auch das eine mit dem anderen nicht komplett zu ersetzen ist.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage und Problematik des Spracherwerbs in der Zweitsprache bei Migrantenkindern sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. DIE SITUATION DER MIGRANTENKINDER IM DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEM: Analyse der Bildungschancen und Leistungen von Migrantenkindern basierend auf aktuellen PISA-Studien.
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB: Definition zentraler Begriffe und Vorstellung maßgeblicher Spracherwerbstheorien zur Bedeutung der Erstsprache.
4. SPRACHFÖRDERUNG BEI MIGRANTENKINDERN: Überblick über aktuelle Förderkonzepte und Verfahren zur Sprachstandsbestimmung in verschiedenen Bildungsinstitutionen.
5. AUSFÜHRLICHE DARSTELLUNG EINES FÖRDERKONZEPTES: RUCKSACKPROJEKT: Detaillierte Vorstellung und Evaluation des Rucksackprojekts als Beispiel für die Kooperation zwischen Schule und Familie.
6. DARSTELLUNG DER FORSCHUNGSUNTERSUCHUNGEN ZUM SPRACHERWERB IN DER ZWEITSPRACHE SOWIE DER ERSTSPRACHE: Auswertung empirischer Studien zur wechselseitigen Beeinflussung von Erst- und Zweitsprache.
Zweitspracherwerb, Erstsprache, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Bilingualismus, Schwellenhypothese, Interdependenzhypothese, Rucksackprojekt, PISA-Studie, Sprachkompetenz, interkulturelle Erziehung, Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Bildungschancen.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätze für den Schriftspracherwerb in der Zweitsprache Deutsch bei Kindern mit Migrationshintergrund.
Die Untersuchung umfasst die Bildungssituation, theoretische Spracherwerbsmodelle, diverse Sprachförderkonzepte und eine wissenschaftliche Auswertung empirischer Forschungsstudien.
Das Hauptziel besteht darin, die Relevanz der Erstsprache beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch zu klären und zu prüfen, ob eine gezielte Förderung der Muttersprache den Zweitspracherwerb unterstützen kann.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie die kritische Aufarbeitung und Auswertung bereits existierender empirischer Studien und Evaluationsberichte (z.B. Langzeitstudien aus Wien und das Rucksackprojekt).
Im Hauptteil stehen die Begriffsdefinitionen, die Vorstellung von Spracherwerbstheorien (z.B. die Schwellenhypothese) sowie die detaillierte Darstellung und Evaluation des Rucksackprojekts.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Zweitspracherwerb, Bilingualismus, Sprachförderung, Erstsprache und Interdependenzhypothese.
Das Rucksackprojekt dient als konkretes Praxisbeispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtungen, das den muttersprachlichen Spracherwerb gezielt in die Förderung einbezieht.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Förderung der Muttersprache einen positiven Einfluss auf den Zweitspracherwerb hat, sofern sie systematisch erfolgt und nicht durch mangelnde didaktische Unterstützung oder organisatorische Mängel in den Schulen behindert wird.
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