Magisterarbeit, 2009
113 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Einleitung
1. Konflikttheoretische Grundlagen
1.1 Was verstehen wir unter Konflikt?
1.2 Hausbesetzer als soziale Bewegung
1.3 Zum Verlauf von Konflikten
1.4 Eskalation
1.5 Deeskalation
1.6 Gewalt als Mittel der Konfliktaustragung
1.7 Verhandlungen als Wege zur Konfliktbeilegung
1.8 Zusammenfassung
2. Zur Geschichte der Hausbesetzerkonflikte
2.1 Allgemeine Entwicklung
2.2 Begründung der Ereignisauswahl
2.3 Christiania 1975/76
2.4 Byggeren 1980
2.5 Ryesgade 1986
2.6 Ungdomshuset 2006 – 08
2.7 Zusammenfassung
3. Das Zusammenspiel von Gewalt und Verhandlungen
3.1 Christiania
3.2 Byggeren
3.3 Ryesgade
3.4 Ungdomshuset
3.5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Gewalt und Verhandlungen in sozialen Konflikten am Beispiel der Kopenhagener Hausbesetzerbewegung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der historischen Entwicklung dieser Konflikte, den Funktionen von Gewalt und Verhandlungen sowie der kausalen Beziehung zwischen diesen beiden polaren Konfliktstrategien im Kontext politischer Partizipation.
1.1 Was verstehen wir unter Konflikt?
Sowohl im alltäglichen Sprachgebrauch als auch in der Wissenschaft wird eine sehr breite Palette unterschiedlicher Beziehungen als Konflikt bezeichnet. Wir sprechen vom Ehekonflikt, vom Tarifkonflikt oder vom Grenzkonflikt, um nur einige Beispiele zu nennen, und wir zählen einen Krieg zwischen verfeindeten Staaten ebenso zu den Konflikten wie einen Gewissenskonflikt, den eine Person mit sich selbst austrägt. Für den hier untersuchten Fall, bei dem es sich nunmehr um einen mit der zunächst relativ vagen Bezeichnung „sozial“ versehenen Konflikt handelt, bedarf es somit zuallererst einer sehr genauen Definition und Eingrenzung des verwendeten Konfliktbegriffes. Über die schlichte Definition hinaus ist bei der Analyse zudem zu berücksichtigen, ob und wenn ja in welcher Art allgemeingültige Aussagen über die Entwicklung eines solchen sozialen Konfliktes gemacht werden können sowie insbesondere, welche Rolle die Phänomene Gewalt und Verhandlungen bei dieser Entwicklung spielen. Nicht zuletzt ist es wichtig, sich über den Charakter der Konfliktparteien klar zu werden, der vor allem für den Verlauf der Auseinandersetzung, für die zu ihrer Austragung verwendeten Mittel sowie für das vorhandene Eskalationspotential relevant ist.
1. Konflikttheoretische Grundlagen: Erläutert zentrale Begriffe wie Konflikt, Gewalt und Verhandlungen sowie theoretische Ansätze zur Eskalation und Deeskalation in sozialen Konflikten.
2. Zur Geschichte der Hausbesetzerkonflikte: Gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Hausbesetzerbewegung in Kopenhagen und begründet die Auswahl der untersuchten Fallbeispiele.
3. Das Zusammenspiel von Gewalt und Verhandlungen: Analysiert anhand konkreter Ereignisse (Christiania, Byggeren, Ryesgade, Ungdomshuset) die praktische Anwendung und Verknüpfung von Gewalt und Verhandlungen.
Hausbesetzer, Kopenhagen, soziale Konflikte, Gewalt, Verhandlungen, Eskalation, Deeskalation, Ungdomshuset, Christiania, Ryesgade, Byggeren, Konflikttheorie, soziale Bewegungen, politischer Protest, Demokratie
Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik zwischen gewaltsamen Auseinandersetzungen und Verhandlungsversuchen innerhalb des Konflikts zwischen Kopenhagener Hausbesetzern und dem dänischen Staat.
Im Zentrum stehen die Konfliktgeschichte seit den 1960er Jahren, die soziologische Analyse von Eskalationsprozessen sowie die Wirksamkeit von Gewalt als strategisches Druckmittel gegenüber staatlichen Institutionen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, in welchem Zusammenhang Gewalt und Verhandlungen stehen, welche Funktionen sie erfüllen und ob Gewalt tatsächlich ein förderliches Mittel zur Zielerreichung für soziale Bewegungen darstellt.
Die Arbeit nutzt eine ereignisgeschichtliche Analyse, wobei verschiedene Fallbeispiele chronologisch untersucht werden, um Muster im Verhalten der Konfliktparteien zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen historischen Abriss und eine detaillierte Analyse der Interaktion von Gewalt und Verhandlungen an ausgewählten Schauplätzen.
Wichtige Begriffe sind Hausbesetzer, soziale Bewegung, Eskalation, Verhandlungsabsicht und Konfliktsolidarität.
Das Ungdomshuset dient als zentrales, zeitlich aktuelles Fallbeispiel, an dem die Entwicklung von Proteststrategien und das Versagen bzw. Gelingen von Verhandlungen besonders deutlich hervortreten.
Die Arbeit zeigt, dass Medienberichterstattung oft zur Stigmatisierung von Besetzern beitrug, während spektakuläre Aktionen gleichzeitig als Mittel genutzt wurden, um politische Aufmerksamkeit zu erzwingen.
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