Masterarbeit, 2022
121 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Definitorische Einordnung des Jugendalters
2.2 Persönlichkeit, Identität, Selbst – begriffliche Klärungen und Abgrenzungen
2.2.1 Persönlichkeit
2.2.2 Identität
2.2.3 Selbst
2.3 Identitätsdiskurs
2.3.1 Stufenmodell psychosozialer Entwicklung nach Erikson
2.3.2 Identitätsentwicklung nach Marcia
2.3.3 Identitätskonstruktionen nach Keupp
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.4.1 Chronologie bisheriger Corona-Maßnahmen
2.4.2 Thematisch relevante Forschungserkenntnisse bisheriger Studien
2.4.2.1 Verlagerung von Kontaktpersonen
2.4.2.2 Freizeitaktivitäten
2.4.2.3 Zukunftsbezogene Unsicherheiten
2.4.2.4 Psychische Gesundheit
2.4.2.5 Identitätsentwicklung
3. Empirischer Teil
3.1 Zielsetzung
3.2 Forschungsdesign
3.2.1 Methodik
3.2.2 Stichprobe / Sample
3.2.3 Aufbereitungs- und Auswertungsverfahren
3.2.4 Methodenreflexion
4. Ergebnisse
4.1 Erfahrungsspielräume
4.2 Soziale Beziehungen
4.3 Identität
4.4 Umgangsformen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Einordnung in das Forschungsfeld
5.3 Forschungsbeschränkungen und Empfehlung für weiterführende Forschung
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Identitätsentwicklung von Jugendlichen, um zu verstehen, wie diese pandemiebedingten Einflüsse subjektiv wahrgenommen und verarbeitet wurden und welche Rolle sie für den Prozess der Identitätskonstruktion in dieser Lebensphase spielen.
2.2.1 Persönlichkeit
Als Persönlichkeit wird nach Caspi (1998) die Neigung eines Individuums beschrieben, immer auf eine gleichbleibende und konsistente Art und Weise zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dies ist auf ein individuelles Muster von intellektuellen Fähigkeiten, Emotionen und Temperament zurückzuführen, was allgemeinsprachlich auch als Charakter bezeichnet wird (vgl. Caspi 1998).
Gordon Allport definiert „Persönlichkeit [als] dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme [des] Individuum[s], die seine einzigartigen Anpassungen an seine Umwelt bestimmen“ (Allport, 1970, S. 28). Es handelt sich also um ein Konstrukt, dass sich aus einer Vielzahl verschiedener Persönlichkeitsmerkmale (Dispositionen) zusammensetzt und welches ausschlaggebend dafür ist, in welcher Art und Weise das Individuum mit seiner Umwelt interagiert.
Inwieweit die individuelle Persönlichkeit genetisch veranlagt oder von der Gesellschaft und Umwelt geprägt ist, ist dabei umstritten und bleibt Gegenstand der Persönlichkeitsforschung. Für Hurrelmann steht jedoch fest, dass der „Prozeß der Entstehung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit in Abhängigkeit von und in Auseinandersetzung mit den sozialen und den dinglich-materiellen Lebensbedingungen verstanden [werden kann], die zu einem bestimmten Zeitpunkt der historischen Entwicklung einer Gesellschaft existieren“ (Hurrelmann 1995, S. 114).
Seiner Ansicht nach ist bei der Beurteilung der Persönlichkeitsentwicklung eine gesamtgesellschaftliche Perspektive, in der aktuelle Rahmenbedingungen und Lebensbedingungen berücksichtigt werden, unerlässlich.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Identitätsentwicklung im Jugendalter ein und beleuchtet die potenzielle Beeinträchtigung dieses Prozesses durch pandemiebedingte Maßnahmen.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel verortet das Jugendalter fachwissenschaftlich und stellt relevante Identitätsmodelle von Erikson, Marcia und Keupp vor.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil erläutert die Zielsetzung sowie das qualitative Forschungsdesign mittels leitfadengestützter Interviews.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Analyse der Interviews bezüglich Erfahrungsspielräumen, sozialen Beziehungen, Identität und Umgangsformen.
5. Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse im Lichte der theoretischen Modelle und reflektiert die methodischen Beschränkungen der Arbeit.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die positiven und negativen Auswirkungen der Pandemie zusammen und regt weiterführende Forschung an.
Identitätsentwicklung, Adoleszenz, Corona-Pandemie, Lockdown, Sozialisation, Selbstkonzept, Selbstwert, Identitätsdiffusion, Qualitative Forschung, Jugend, Soziale Beziehungen, Bewältigungsstrategien, Distanzunterricht, Pandemieforschung, Lebensphase Jugend.
Die Arbeit analysiert, wie die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Identitätsentwicklung von Jugendlichen beeinflusst haben.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Bereiche soziale Beziehungen, Freizeitverhalten, Selbstbild (Selbstkonzept/-wert) und die Bewältigungsmechanismen von Jugendlichen in der Krise.
Ziel ist es, subjektive Eindrücke und Erfahrungen Jugendlicher qualitativ zu erfassen, um Rückschlüsse auf den Einfluss der Corona-Beschränkungen auf ihre Identitätsentwicklung zu ziehen.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign genutzt, bestehend aus einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer Pretest-Umfrage und anschließenden narrativen Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Diskurs über Identitätsmodelle, einen Überblick zum aktuellen Forschungsstand und die anschließende empirische Auswertung anhand von Kategorien.
Zentrale Begriffe sind Identitätsentwicklung, Adoleszenz, Corona-Pandemie, soziale Beziehungen, Selbstkonzept und Bewältigungsstrategien.
Die Arbeit deutet an, dass die Verlagerung in den digitalen Raum ein „Probehandeln“ ermöglicht, aber auch die Gefahr einer Identitätssimulation birgt, da das digitale Selbst nicht immer mit dem Realselbst übereinstimmt.
Die Ergebnisse sind ambivalent; während die Krise Überforderung, soziale Isolation und Selbstzweifel förderte, ermöglichte sie einigen Jugendlichen auch eine gesteigerte Selbstreflexion und die Stärkung tiefer persönlicher Beziehungen.
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