Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
I. Allgemeiner Teil
2. Was ist selektiver Mutismus?
2.1 Erscheinungsformen
2.2 Begleitsymptome
3. Psychopathologische Begleitsymptome
2.2.2 Entwicklungsstörungen
2.2.3 Soziale Beeinträchtigung
2.2.4 physische Begleiterscheinungen
2.2.5 Auswirkungen auf die schulische Leistung und den Klassenverband
3. Ätiologie
3.1 genetische Ursache
3.2 psychologische Ursachen
3.2.1 sexueller Missbrauch
3.2.2 Psychoanalytische Erklärung
3.2.3 Lerntheoretische Erklärung
3.3 pädagogische Erklärungen
4. Therapie
II. Selektiver Mutismus in der Schule
5. Schule
6. Mitschüler*innen
7. Lehrer*innen
7.1 Wie können Lehrer*innen ein mutistisches Kind unterstützen?
7.2 Welches Verhalten sollte vermieden werden?
7.3 Klassenklima
8. Eltern
9. Sprachkompetenz
9.1 Nonverbale Kommunikation
9.2 Übergang zur verbalen Sprache
10. Schulsozialarbeit
11. Fazit
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des selektiven Mutismus im Setting Schule aus einer sozialarbeiterischen Perspektive, mit dem Ziel, praktische Ansätze zur Unterstützung für betroffene Kinder, Lehrkräfte und Eltern aufzuzeigen.
3.2.2 Psychoanalytische Erklärung
In der Psychoanalyse geht man davon aus, dass das Schweigen dem*der Betroffenen unterbewusst dabei hilft, ein Trauma zu bewältigen. Ein solches Trauma kann beispielsweise durch den Schuleintritt hervorgerufen werden. Der schweigenden Person selbst ist der Grund nicht bekannt. Es wird vermutet, dass das betroffene Kind eine vertraute Person an sich binden möchte und daher aus Angst, die „vertraute Kommunikationssituation verlassen zu müssen“ (Buß 2005, 25), in fremden Situationen bzw. gegenüber fremden Personen schweigt. (vgl. ebd.) Des Weiteren dient das Schweigen dem Verdrängen unerwünschter infantiler Triebwünsche. Mutisten*innen nutzen ihre Krankheit demnach als „Schutzmaßnahme, die hilft Energien einzusparen und als Abwehrmechanismus, der das Bekanntwerden unerwünschter Triebansprüche nach außen hin verhindern soll.“ (ebd.) Die möglichen Ursachen für Mutismus kann man sich im Phasenmodell von FREUD genauer anschauen:
Orale Phase
Im 1. Lebensjahr durchlaufen Kinder die orale Phase, in der sie eine „vollkommene Symbiose zur Mutter“ (ebd., 26) erleben und ihr dementsprechend nah sind. Die gegenseitige Verständigung bzw. Kommunikation erfolgt nonverbal. Diese tiefe Symbiose und Nähe ist im höheren Alter nur noch schweigend und somit durch den Mutismus möglich. (vgl. ebd.)
1. Einleitung: Die Verfasserin führt persönlich in das Thema ein, schildert eigene Erfahrungen mit selektivem Mutismus und definiert den Fokus der Arbeit auf den Schulkontext.
2. Was ist selektiver Mutismus?: Es erfolgt die medizinische und begriffliche Einordnung des Mutismus sowie die Abgrenzung zu anderen Störungsbildern.
3. Ätiologie: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für die Entstehung von Mutismus, von genetischen bis hin zu psychologischen und lerntheoretischen Modellen.
4. Therapie: Hier werden verschiedene therapeutische Ansätze vorgestellt und deren jeweilige Eignung in Abhängigkeit von der Ursache (Ätiologie) diskutiert.
5. Schule: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen bei der Einschulung und die Frage der Schulfähigkeit bei mutistischen Kindern.
6. Mitschüler*innen: Es wird erläutert, wie wichtig die Aufklärung der Klassenkameraden ist, um Mobbing zu vermeiden und ein unterstützendes Gemeinschaftsgefühl zu fördern.
7. Lehrer*innen: Hier werden konkrete Handlungsstrategien für Lehrkräfte besprochen, wie sie mutistische Kinder im Unterricht unterstützen und ihr Verhalten reflektieren können.
8. Eltern: Dieses Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Elternhaus, Schule und Therapeuten.
9. Sprachkompetenz: Es wird die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation als Übergangshilfe bis zur Erlangung der verbalen Sprechfähigkeit in der Schule untersucht.
10. Schulsozialarbeit: Hier wird die spezifische Rolle der Schulsozialarbeit bei der Unterstützung von Kindern mit Mutismus und deren Integration in das schulische Umfeld betrachtet.
11. Fazit: Die Verfasserin resümiert ihre Recherchen und betont die Notwendigkeit einer verstärkten öffentlichen Aufklärung sowie fachspezifischer Unterstützung für Sozialarbeiter an Schulen.
Selektiver Mutismus, Schulsozialarbeit, Angststörung, Kommunikation, Schule, Kinder, Jugendliche, Pädagogik, Therapie, Sprachhemmung, Sozialphobie, Elternarbeit, Integration, Schulisches Umfeld, Förderung
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des selektiven Mutismus bei Kindern und Jugendlichen im Setting Schule und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen für das soziale Umfeld.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Störungsbildes, mögliche Ursachen, therapeutische Ansätze, die schulische Inklusion sowie die Rolle der Schulsozialarbeit.
Ziel ist es, ein Verständnis für das Phänomen zu schaffen und praktische Handlungsmöglichkeiten für Pädagogen und Sozialarbeiter aufzuzeigen, um betroffene Schüler zu unterstützen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche sowie die Einbeziehung theoretischer Modelle aus Psychologie, Psychoanalyse und Lerntheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über das Entstehen von Mutismus und einen anwendungsorientierten Teil, der den Schulalltag, die Lehrer-Schüler-Interaktion und Möglichkeiten der Förderung thematisiert.
Wichtige Begriffe sind selektiver Mutismus, Schulsozialarbeit, therapeutische Unterstützung, soziale Integration und Kommunikation.
Das Umfeld, insbesondere die Erwartungshaltung von Eltern und Lehrern, kann das Sprechen entweder hemmen oder fördern; ein zu starker Druck wirkt sich meist kontraproduktiv aus.
Die Schulsozialarbeit bietet als neutrale Instanz Unterstützung für alle Beteiligten und kann aktiv zur notwendigen sozialen Integration des Kindes in den Klassenverband beitragen.
Sie dient als wichtige Übergangslösung, um dem mutistischen Kind Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen, ohne es durch den direkten Zwang zum Sprechen zu überfordern.
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