Diplomarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 2
I. Einleitung
II. Resilienz
II.1 Definition
II.2 Geschichtliche Herkunft/Wurzeln
II.3 Konzeptuelle Grundlagen
II.3.1 Risikoforschung
II.3.1.1 Risikofaktoren
II.3.1.2 Wirkungsweise von Risikofaktoren
II.3.2 Vulnerabilität
II.3.3 Forschung zu Schutzfaktoren
II.3.3.1 Definition
II.3.3.2 Wirkungsweise von Schutzfaktoren
II.3.3.3 Ausblick
II.3.4 Modelle der Wechselwirkung von Risiko- und Schutzfaktoren
II.3.5 Das transaktionale Stressmodell nach Lazarus
II.3.5.1 Primäre und sekundäre Bewertung
II.3.5.2 Bewältigungsformen
II.3.6 Das Konzept der Salutogenese
II.3.6.1 Definition
II.3.6.2 Generalisierte Widerstandsressourcen
II.3.6.3 Kohärenzgefühl
II.4 Resilienzmodell nach Kumpfer
II.5 Messung von Resilienz
II.6 Studien zu Resilienz
II.6.1 Die Kauai-Studie
II.6.2 Das Bielefeld-Erlangen-Resilienz-Projekt
II.6.3 Die Mannheimer-Risikokinderstudie
II.7 Merkmale von Resilienz
II.7.1 Personale Merkmale
II.7.2 Soziale Merkmale
II.7.2.1 Familiäre Merkmale
II.7.2.2 Außerfamiliäre Merkmale
II.7.3 Biologische Aspekte von Resilienz
II.8 Resilienzförderung
II.8.1 Zielgruppe
II.8.2 Zeitpunkt und Dauer der Intervention
II.8.3 Ziele
II.8.4 Strategien
II.8.5 Ebenen
III. Ressourcenorientierung in der Sozialpädagogik
III.1 Begriffsbestimmungen Sozialarbeit - Sozialpädagogik
III.2 Definition Ressourcen
III.3 Ressourcenorientierung historisch
III.3.1 Ressourcenorientierung in der Erwachsenenfürsorge
III.3.2 Ressourcenorientierung in der Jugendfürsorge
III.4 Ressourcenorientierung heute
III.4.1 Die klassischen Methoden
III.4.1.1 Soziale Einzel(fall)hilfe
III.4.1.2 Soziale Gruppenarbeit
III.4.1.3 Gemeinwesenarbeit
III.4.1.4 Kritik
III.4.2 Methoden heute
III.4.2.1 Lebensweltorienterte Soziale Arbeit
III.4.2.1.1 Sozialpädagogisches Handeln
III.4.2.1.2 Dimensionen
III.4.2.2 Prävention
III.4.2.2.1 Kritik
III.4.2.2.2 Bedeutung für die sozialpädagogische Praxis
III.4.2.3 Empowerment
III.4.2.3.1 Empowerment und sozialpädagogisches Handeln
III.4.2.3.2 Ebenen
III.4.2.4 Fazit
III.5 Defizitblickwinkel in der Sozialpädagogik
III.6 Bedeutung der Ressourcenorientierung für sozialpädagogisches Handeln
III.7 Kritik
IV. Implikationen für die sozialpädagogische Praxis
IV.1 Sozialpädagogisches Arbeiten und Resilienzförderung
IV.1.1 Zeitpunkt der Förderung
IV.1.2 Adressaten der Förderung
IV.2 Resilienzförderung auf der individuellen Ebene
IV.3 Resilienzförderung auf der Eltern-Ebene
IV.3.1 Eltern- und Erziehungskompetenzen
IV.3.2 Sozialpädagogisches Handeln auf der Eltern-Ebene
IV.4 Netzwerk-Ebene
V. Die Bedeutung der Resilienzforschung für die Sozialpädagogik
V.1 Das Neue an der Resilienzforschung
V.1.1 Erfolgreiche Bewältigung und der Fokus auf die Stärken
V.1.2 Eigenaktivität
V.1.3 Vorhersagbarkeit
V.2 Resilienzforschung und Sozialpädagogik
V.2.1 Von der defizitorientierten zur resilienzorientierten Haltung
V.2.1.1 Defizitorientierung
V.2.1.2 Resilienzorientierung
V.2.2 Resilienzorientierung als Ressourcenorientierung
V.3 Erweiterung der Ressourcenorientierung durch die Resilienzorientierung
V.4 Resilienzorientierung in der sozialpädagogischen Praxis
V.4.1 Resilienzförderung und Prävention
V.4.2 Gemeinsame Ziele
V.4.3 Einfluss der Resilienzförderung auf die Präventionsarbeit
V.5 Grenzen resilienzorientierten Arbeitens
VI. Bewertung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Resilienzforschung für die Sozialpädagogik grundlegend herauszustellen. Im Zentrum steht dabei die Untersuchung, ob und wie Erkenntnisse aus der Resilienzforschung zu einer sinnvollen Erweiterung der professionellen sozialpädagogischen Haltung beitragen können, wobei insbesondere der Übergang von einer defizitorientierten zu einer resilienz- bzw. ressourcenorientierten Praxis analysiert wird.
II.1 Definition
Der Begriff der Resilienz leitet sich von dem englischen Wort „resiliency“ ab und bedeutet übersetzt „Widerstandsfähigkeit“, „Spannkraft“ oder „Elastizität“ (vgl. Wustmann, 2004 S.18). Für das Konzept der Resilienz, wie es heute gebräuchlich ist, wurde das Wort aus dem Englischen übernommen. Es gibt zwar verwandte deutsche Wörter, wie „psychische Widerstandsfähigkeit“, „geistige Beweglichkeit“ oder das bereits gängige Wort der „Stressresistenz“, die der originalen Bedeutung nahe kommen (vgl. ebd., S.18), jedoch haben sie sich nicht innerhalb der Forschung durchgesetzt. Zurückzuführen ist dies auf den Umstand, dass diese Begriffe sich der Bedeutung des Wortes „resiliency“ zwar nähern, sie jedoch die Komplexität der Bedeutung nicht umfassend beschreiben.
Um eine erste (allgemeine) Definition von Resilienz zu geben, bietet sich, besonders in Anlehnung an die Wortbedeutung von ‚resiliency’, folgende an: Mit Resilienz wird die Fähigkeit eines Organismus beschrieben nach einer (äußeren) Einwirkung zu seinem ursprünglichen Zustand zurückzukehren. (vgl. Julius, Goetze 2000, S. 294)
Eine Untersuchung, die dem Resilienzkonzept folgt, beinhaltet Folgendes: Phänomene der bio-psychosozialen Gesundheit trotz hohen Störungsrisikos, Die Aufrechterhaltung von Kompetenz unter aktueller Belastung, Die Erholung von Traumata (vgl. Lösel, Bender 2003, S. 23).
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, indem es die Relevanz der Resilienzforschung für die Pädagogik und Sozialpädagogik im Kontext zunehmender Belastungen für Kinder und Jugendliche begründet und die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit darlegt.
II. Resilienz: Das Kapitel erläutert das Konzept der Resilienz, seine historische Entwicklung, theoretische Grundlagen sowie Modelle und Studien, die die Bedeutung von Schutzfaktoren und die Messung von Widerstandsfähigkeit verdeutlichen.
III. Ressourcenorientierung in der Sozialpädagogik: Hier wird die historische und aktuelle Bedeutung der Ressourcenorientierung sowie deren klassische Methoden und die Kritik an einer defizitorientierten Sichtweise in der Sozialpädagogik dargestellt.
IV. Implikationen für die sozialpädagogische Praxis: Das Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung von Resilienzförderung auf verschiedenen Ebenen, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung von Klienten und deren Umfeld.
V. Die Bedeutung der Resilienzforschung für die Sozialpädagogik: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über den Perspektivenwechsel von einer defizitorientierten zu einer resilienzorientierten Haltung und deren positive Auswirkungen auf die sozialpädagogische Praxis sowie die Präventionsarbeit.
VI. Bewertung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel reflektiert die Etablierung des Resilienzkonzepts in der Sozialpädagogik und betont die Notwendigkeit, Resilienz als dynamischen Prozess weiter wissenschaftlich zu untersuchen.
Resilienz, Sozialpädagogik, Ressourcenorientierung, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Vulnerabilität, Prävention, Empowerment, Lebensweltorientierung, Psychische Widerstandsfähigkeit, Defizitorientierung, Erziehungskompetenzen, Netzwerkförderung, Bewältigungsstrategien, Salutogenese.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Resilienzforschung für die sozialpädagogische Praxis und analysiert, wie ein resilienz- bzw. ressourcenorientierter Ansatz die professionelle Haltung und Arbeitsweise von Sozialpädagogen erweitern und verbessern kann.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Resilienz, die historische Entwicklung und Methoden der Ressourcenorientierung in der Sozialarbeit, Konzepte zur Resilienzförderung sowie die kritische Auseinandersetzung mit einer klassischen Defizitorientierung.
Das Ziel ist es, den Nutzen der Resilienzforschung für die Sozialpädagogik herauszuarbeiten und zu zeigen, dass ein Fokus auf vorhandene Stärken und Schutzfaktoren statt nur auf Defizite eine effektivere und zukunftsorientierte pädagogische Arbeit ermöglicht.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse von theoretischer Fachliteratur, Studien zum Thema Resilienz sowie Diskursen zur Methodenentwicklung in der Sozialen Arbeit basiert.
Der Hauptteil analysiert die konzeptuellen Grundlagen der Resilienz, stellt verschiedene Resilienzmodelle und Studien vor, beleuchtet die Geschichte der Ressourcenorientierung und diskutiert die Implikationen für die Praxis auf der individuellen Ebene, der Eltern-Ebene und der Netzwerk-Ebene.
Kernbegriffe sind Resilienz, Ressourcenorientierung, Defizitorientierung, Schutzfaktoren, Prävention und Empowerment.
Schutzfaktoren sind zentral, da sie die negativen Auswirkungen von Risikobelastungen moderieren, ausgleichen oder verhindern können. Das Ziel der Resilienzförderung ist es, diese individuellen und sozialen Potenziale zu identifizieren und zu stärken.
Kritisiert wird, dass eine rein defizitäre Sichtweise dazu führt, dass Klienten auf ihre Mängel reduziert werden, was ihre Eigenaktivität einschränkt, Stigmatisierung fördert und einen zukunftsorientierten, konstruktiven Hilfeprozess erschwert.
Während klassische Prävention oft primär darauf ausgerichtet ist, Störungen und Gefahren abzuwenden, geht die Resilienzförderung einen Schritt weiter, indem sie neben der Risikovermeidung aktiv die Kompetenzen und das Wohlergehen der Person maximiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

