Bachelorarbeit, 2022
70 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Hypothese und zentrale Fragestellungen
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Definition Krafttraining
2.2. Anpassungen durch Krafttraining
2.2.1. Knochen
2.2.2. Knorpel
2.2.3. Sehnen
2.2.4. Bänder und Gelenkkapsel
2.3. Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen
2.4. Der Einstieg ins Krafttraining für Kinder und Jugendliche
2.5. Rudersport allgemein
3. Methode
3.1. Studienauswahl
4. Ergebnisse
4.1. Besonderheiten im Rudersport
4.1.1. Physiologische Anforderungen für Ruderer und Ruderinnen
4.1.2. Merkmale des Rudertrainings
4.2. Krafttrainingsempfehlungen im Rudersport
4.3. Die Auswirkungen von gleichzeitigen Kraft- und Rudertrainingsprogrammen auf die Ruderleistung
4.4. Ruderspezifische Verletzungen
4.4.1. Knie
4.4.2. Unterer Rücken
4.4.3. Rippenstressfakturen
4.4.4. Sehnenscheidenentzündung des Handgelenkes
5. Diskussion
6. Fazit
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Krafttraining im Kindes- und Jugendalter sowie dessen Auswirkungen auf die Verletzungsprophylaxe und die Steigerung der Ruderleistung wissenschaftlich zu untersuchen und praxisorientierte Hilfestellungen für Trainer bereitzustellen.
4.4.1. Knie
Das Knie ist statistisch betrachtet das am häufigsten verletzte Gelenk im Rudersport (Hosea & Hannafin 2012). Fehlhaltungen und daraus resultierende Fehlbelastungen beim Rudern sind in der Regel der Auslöser für Knieschmerzen und Verletzungen (McNally et al. 2005). Die eingeschränkte Flexibilität der Fußpositionierung am Stemmbrett ermöglicht nur wenig Individualisierung der Fußstellung. Diese Einstellung gilt es möglichst nah ans Optimum zu bringen, um sowohl gelenksschonend als auch leistungsoptimiert zu rudern. Diese und die daran fixierte Position des Fußes im Boot schränkt natürliche Bewegungsabläufe zu einem gewissen Maß ein (Buckeridge et al. 2016). Chondropathia patellae und Tractus-iliotibialis-Syndrom sind die häufigsten Diagnosen bei Knieverletzungen (Hosea & Hannafin 2012). Die Chondropathia patellae bzw. das Peripatelläres Schmerzsyndrom ist eine schmerzhafte Erkrankung der Rückseite der Kniescheibe. Das Risiko zur Entwicklung von Chondropathia, erhöht sich stark sofern Ruderer/Ruderinnen bereits unter der Beinachsenfehlstellungen Genu valgum (X-Bein) leiden. Beim Genu valgum ist eine erhöhte Anteversion des Oberschenkels und sekundäre Außenrotation des Schienbeins festzustellen (Hefti et al. 2014).
Chondropathia patellae kann beim Rudern Knistergeräuschen und/oder ein Klickgefühl oder Klickgeräusch verursachen und führt zumeist zu Schmerzen und Schwellung. In der Regel ist die Behandlung des Peripatellären Schmerzsyndroms durch Physiotherapie in Kombination mit Antibiotika erfolgreich (Hosea & Hannafin 2012).
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Herleitung der Forschungsfrage aus der Vereinspraxis und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Definition von Krafttraining, Erläuterung der Anpassungsprozesse passiver Strukturen und spezifische Aspekte für Kinder und Jugendliche im Rudersport.
3. Methode: Darstellung der systematischen Literaturrecherche unter Anwendung des PICO-Schemas und der Studienauswahlkriterien.
4. Ergebnisse: Analyse der ruderspezifischen Anforderungen, Trainingsmerkmale, Auswirkungen von Krafttraining auf die Leistung sowie eine detaillierte Betrachtung typischer Verletzungen.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der analysierten Forschungsergebnisse und Einordnung im Kontext der sportwissenschaftlichen Fachliteratur.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Empfehlungen für das Krafttraining im Rudersport.
Krafttraining, Rudersport, Kinder und Jugendliche, Verletzungsprophylaxe, Ruderleistung, Anpassungsprozesse, Leistungssteigerung, biomechanische Anforderungen, sportliche Entwicklung, Überbelastung, passiver Bewegungsapparat, Trainingsplanung, Rudertechnik, sportliche Rehabilitation, altersadäquates Training.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert und die Auswirkungen von gezieltem Krafttraining auf die Leistung und die Verletzungsprävention bei Kindern und Jugendlichen im Rudersport.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Anpassungen von Sehnen, Knochen und Knorpel, die Anforderungen des Ruderschlags sowie die wissenschaftliche Bewertung von kombinierten Kraft- und Ausdauertrainingsplänen.
Das primäre Ziel ist es, Vorurteile gegenüber Krafttraining im Kindes- und Jugendalter abzubauen und Trainern ein praxisorientiertes, wissenschaftlich fundiertes System zur Trainingsgestaltung an die Hand zu geben.
Der Autor führte eine systematische Literaturrecherche in gängigen wissenschaftlichen Datenbanken durch, um den Forschungsstand zum Thema zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, eine detaillierte Ergebnisanalyse zu ruderspezifischen Anforderungen sowie eine Untersuchung häufiger Überlastungsschäden am Knie, Rücken und Handgelenk.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Krafttraining, Verletzungsprophylaxe, Ruderleistung und die Entwicklung des passiven Bewegungsapparates bei Heranwachsenden charakterisiert.
Bandscheiben benötigen ein spezifisches Verhältnis von Be- und Entlastung. Da beim Rudern hohe Druckkräfte wirken, ist ein vorrausschauendes Krafttraining zur Stärkung der Rumpfstruktur entscheidend, um das Verletzungsrisiko zu senken.
Die Studie belegt, dass bei Mädchen Verletzungen eher durch Überbeanspruchung entstehen, während Jungen häufiger verletzungsanfällig durch Kontakteinwirkungen mit dem Material oder anderen Sportlern sind.
Eine inkorrekte Technik führt zu unphysiologischen Kraftspitzen und einseitigen Belastungen, die maßgeblich für typische Überlastungssyndrome im Rudersport verantwortlich sind.
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