Masterarbeit, 2022
131 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretisches Fundament
2.1 Mehrsprachigkeit
2.2 Migration / Migrationshintergrund
2.3 Deutsch als Zweitsprache bzw. Fremdsprache
2.4 Zwischenfazit I
3 Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit
3.1 Elternarbeit
3.2 Parental Involvement
3.3 Einseitiges Machtgefälle
3.4 Formen der Zusammenarbeit
3.4.1 Heim- und schulbasiertes Eltern-Engagement
3.4.2 Elternberatung und Elterntrainings
3.4.3 Eltern-LehrerInnen-Kontakte
3.4.5 Elternmitbestimmung
3.5 (Aus)Wirkungen von Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit auf die Akteure
3.6 Aufgaben der Zusammenarbeit
3.7 Zwischenfazit II
3.8 Mehrsprachigkeit in der Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit
3.9 Kommunikation
4 Exkurs: Lehrer*innen-Einstellungen und erworbene Kompetenzen zum Thema Mehrsprachigkeit
5 Das voXmi-Schulnetzwerk
5.1 Grundlegendes
5.2 Stellung der Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit im Kontext von voXmi
6 Studie: Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit im Kontext der Mehrsprachigkeit an einer niedersächsischen Grundschule verglichen mit einer österreichischen voXmi-Schule
6.1 Forschungsinteresse
6.2 Forschungsdesign, Erhebungs- und Auswertungsmethode
6.3 Auswertung der Daten
6.4 Interpretation der Daten
6.4.1 Interview 1: Grundschule in Niedersachsen
6.4.2 Interview 2: Volksschule in Österreich
6.5 Vergleich der beiden Schulen
7 Resümee
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern an Grundschulen im Kontext von Mehrsprachigkeit. Ziel ist es, die bestehenden Hürden und Möglichkeiten einer gelingenden Kooperation zu identifizieren – insbesondere vor dem Hintergrund eines deutschen Bildungssystems, das oftmals noch stark von monolingualen Strukturen geprägt ist. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei, ob und wie deutschsprachige Grundschulen Kinder und Eltern in einer mehrsprachigen Lebensrealität unterstützen können und inwieweit Konzepte wie das österreichische "voXmi-Schulnetzwerk" als Vorbild für eine inklusive Bildungsstrategie dienen können.
3.1 Elternarbeit
„Familie und Schule sind die bedeutsamsten Erziehungs- und Sozialisationsinstanzen von Kindern und Jugendlichen. Da Eltern und Lehrer aber nicht unbedingt in ihren Wertorientierungen und Erziehungsvorstellungen übereinstimmen, ist es eigentlich nicht verwunderlich, daß die wechselseitigen Beziehungen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern Belastungen ausgesetzt sind“ (Ulich, 1993, S. 2).
Schule ist Ländersache. In Niedersachsen sind die Eltern und die Arbeit mit ihnen im NSchG fest verankert. Elternarbeit ist mit Elternabenden, Elternsprechtagen o. ä. somit durch den Gesetzgeber geregelt und ist in dieser Form bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts Diskursthema (vgl. Keck, 1979, S. 94). Schüler fungieren bei Elternarbeit als Bezugsperson für Lehrkräfte oder Eltern, mittels derer die eine Seite jeweils mit der anderen interagiert. Beide Seiten wollen dabei im Grunde das Bestmögliche für die Schüler. Allerdings kommt es häufig zu den im Zitat erwähnten Belastungen oder aber die Eltern engagieren sich kaum bis gar nicht. Damit Schüler im Laufe der Zeit nicht zwischen zwei Fronten geraten „ist es wichtig, sich zumindest in den Grundzielen abzustimmen“ (Knapp, 2001, S. 8). Mit der Zeit entwickeln sowohl Lehrer als auch Eltern Stereotype vom jeweils anderen. Diese Stereotype können Barrieren sein, die einer erfolgreichen Elternarbeit im Wege stehen. Allerdings spielt auch die Erwartungshaltung der Eltern gegenüber der Schule eine große Rolle.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem und stellt die zentrale Problematik der oft defizitären Sichtweise auf mehrsprachig aufwachsende Kinder dar.
2 Theoretisches Fundament: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Migration und die Unterscheidung von Zweit- und Fremdsprache, um eine Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit: Es werden verschiedene Formen der Kooperation, Machtstrukturen, Kommunikationsmodelle und die spezifischen Herausforderungen im Kontext der Mehrsprachigkeit detailliert erörtert.
4 Exkurs: Lehrer*innen-Einstellungen und erworbene Kompetenzen zum Thema Mehrsprachigkeit: Ein Exkurs, der auf Basis einer qualitativen Studie untersucht, inwieweit das Lehrpersonal auf die Anforderungen einer mehrsprachigen Schülerschaft vorbereitet ist.
5 Das voXmi-Schulnetzwerk: Vorstellung des österreichischen Netzwerks, das als positives Beispiel für sprachsensible Schulkultur dient und die Bedeutung ganzheitlicher Förderkonzepte hervorhebt.
6 Studie: Lehrer*innen-Eltern-Zusammenarbeit im Kontext der Mehrsprachigkeit an einer niedersächsischen Grundschule verglichen mit einer österreichischen voXmi-Schule: Der empirische Hauptteil vergleicht mittels qualitativer Interviews die Praxis einer deutschen Grundschule mit einer österreichischen Schule.
7 Resümee: Das Resümee reflektiert die Ergebnisse der Forschung und mahnt zu bildungspolitischen Veränderungen, um mehrsprachig aufwachsende Kinder effektiver zu unterstützen und soziale Bildungsbenachteiligungen abzubauen.
Lehrer-Eltern-Zusammenarbeit, Mehrsprachigkeit, Grundschule, Bildungsbenachteiligung, Elternarbeit, Parental Involvement, Migration, Schulkultur, Kommunikation, Inklusion, Sprachförderung, Zweitspracherwerb, Schulnetzwerk, Bildungsstandards, Professionalität.
Die Arbeit befasst sich mit der Lehrer-Eltern-Zusammenarbeit an Grundschulen, speziell mit dem Fokus auf die Unterstützung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern und den Herausforderungen, die sich hierbei in Deutschland ergeben.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Kooperation von Elternhaus und Schule, das Konzept des "Parental Involvement", sowie die Untersuchung von Machtstrukturen und Kommunikationsbarrieren.
Die Arbeit untersucht, ob Grundschulen die Mehrsprachigkeit als Chance begreifen und wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Eltern gestaltet werden kann, um Bildungsbenachteiligung vorzubeugen.
Es wird eine qualitative Forschungsstrategie verfolgt, die neben einer intensiven Literaturanalyse auch leitfadenorientierte Experteninterviews mit Schulleitungen umfasst.
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Elternarbeit, die Bedeutung von Sprache im Schulalltag und vergleicht empirisch die Situation an einer deutschen mit einer österreichischen Schule.
Die wichtigsten Begriffe sind Lehrer-Eltern-Zusammenarbeit, Mehrsprachigkeit, Inklusion, Bildungsbenachteiligung, Parental Involvement und Schulkultur.
Das voXmi-Netzwerk ist ein österreichisches Bildungsnetzwerk, das Mehrsprachigkeit als Schatz begreift und durch sprachsensiblen Unterricht sowie intensiven Austausch zur Professionalisierung der Lehrkräfte und Einbindung der Eltern beiträgt.
Laut Arbeit liegt das Problem weniger an einer mangelnden Begabung der Kinder, sondern an einem "monolingualen Habitus" des deutschen Schulsystems, das diese Schüler nicht ausreichend in ihrer Erst- und Zweitsprache abholt.
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