Bachelorarbeit, 2022
48 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Migration – Flucht
2.2 Flüchtlinge – Geflüchtete - Asylsuchende
2.3 Integration
3. Deutschland als Einwanderungsland – diachroner Überblick 1945 – Gegenwart
3.1 Nachkriegsmigration aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der DDR (1945 bis etwa 1960)
3.2 Anwerbung von Gastarbeitern (1955 bis 1975)
3.3 ,Deutsche Migration‘ der Aussiedler und Spätaussiedler
3.4 Jüdische Kontingentflüchtlinge
3.5 Asylbedingte Zuwanderung
4. Fluchtmigration ab 2015
4.1 Herkunftsländer – demografische Zusammensetzung der Geflüchteten
5. Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte im deutschen Bildungssystem
6. Geflüchtete Lehrkräfte – Problembeschreibung
7. Programme für Lehrkräfte mit Fluchtbiografie in Deutschland – Bundesebene – politische Rahmung
8. Programme für Lehrkräfte mit Fluchtbiografie in Deutschland – Überblick über die Angebote in den Bundesländern
8.1 NRW: Lehrkräfte plus
8.1.1 Ziele
8.1.2 Voraussetzung für die Teilnahme
8.1.3 Programmaufbau
8.2 Brandenburg: Refugee Teachers Programm
8.2.1 Ziele
8.2.2 Voraussetzung für die Teilnahme
8.2.3 Programmaufbau
8.3 Niedersachsen: Back to School
8.3.1 Ziele
8.3.2 Voraussetzungen für die Teilnahme
8.3.3 Programmaufbau
9. Leitfadengestützte Expert*inneninterviews
9.1 Auswahl der Interviewpartner*innen und Kontaktaufnahme
9.2 Interviewleitfaden
9.3 Durchführung der Leitfadeninterviews
9.4 Transkription der Interviews
9.5 Auswertungsmethode – Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
10. Darstellung der Ergebnisse entlang der Kategorien der qualitativen Inhaltsanalyse
10.1 Bewerbungen
10.2 Plätze
10.3 Herkunft
10.4 Alter
10.5 Geschlecht
10.6 Anzahl der Absolvent*innen
10.7 Anschlussperspektiven
10.8 Hürden
10.8.1 Die Anerkennung
10.8.2 Das zweite Fach
10.8.3 Die Sprache
10.8.4 Die Finanzierung
10.8.5 Arbeitsstelle
10.8.6 Diskriminierung
11. Diskussion der Ergebnisse
12. Handlungsempfehlungen
13. Fazit
Die Arbeit untersucht Qualifizierungsprogramme für geflüchtete Lehrkräfte in drei deutschen Bundesländern (NRW, Brandenburg, Niedersachsen), um deren Wirksamkeit bei der Integration der Lehrkräfte in den Schuldienst zu evaluieren und soziodemografische Merkmale der Teilnehmenden zu erfassen.
6 Geflüchtete Lehrkräfte – Problembeschreibung
Die SoKo-Daten (Soziale Komponente) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liefern aufschlussreiche Informationen über das Bildungsniveau von Asylbewerber*innen. Von den über 370 000 volljährigen Asylbewerber*innen des Jahres 2016 gaben 15,5 % an, an einer Hochschule eingeschrieben gewesen zu sein. Bezüglich der letzten Tätigkeitsbereiche im Herkunftsland der volljährigen Asylerstantragsteller*innen im selben Jahr zeigt die Auswertung der Bildungsmittelwerte, die durch Belegung der Bildungskategorien mit Werten entstehen, dass im Tätigkeitsbereich ,Lehrende Berufe‘ die durchschnittlich am höchsten gebildeten Antragsteller*innen gearbeitet haben. Genaue Angaben zur Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen lassen sich daraus aber nicht ableiten. Dennoch wird davon ausgegangen, dass es unter den Antragstellenden viele Menschen gibt, die über eine Qualifikation als ausgebildete Lehrer*innen oder über eine andere pädagogische Ausbildung sowie über entsprechende Berufserfahrung verfügen, die eine Tätigkeit in der Schule ermöglichen.
Der Weg für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund in Deutschland gilt als beschwerlich, wie Niesta Kayser zum Ausdruck bringt: „Für Menschen, die ihr Herkunftsland verlassen müssen, beginnt im Ankunftsland ein Neuanfang, der sich im Spannungsfeld zwischen Bleiberecht, existentieller Lebensabsicherung und der Hoffnung auf den Wiedereinstieg in den alten Beruf befindet.“
Eine große Herausforderung auf dem Weg vieler erwachsener Geflüchteter zu erfolgreicher Integration, Teilhabe und Teilnahme ist der Erwerb der erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache. Außerdem laufen dem Einstieg ins Berufsleben bürokratische Hürden voraus, wie z. B. ein langwieriger Prozess der Anerkennung des Asylantrags, die Suche nach einer neuen Wohnung und der Anerkennung von Qualifikationen aus dem Herkunftsland.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und Zielsetzung von Qualifizierungsprogrammen für geflüchtete Lehrkräfte in Deutschland angesichts der schwierigen Anerkennungsverfahren.
2. Begriffsbestimmungen: Es werden zentrale Begriffe wie Migration, Flucht sowie Integration definiert, um ein einheitliches Verständnis innerhalb der Arbeit zu gewährleisten.
3. Deutschland als Einwanderungsland – diachroner Überblick 1945 – Gegenwart: Dieses Kapitel gibt einen historischen Rückblick auf die verschiedenen Phasen der Migration in Deutschland seit 1945.
4. Fluchtmigration ab 2015: Es wird die Zuwanderungsentwicklung seit 2015 analysiert, inklusive der demografischen Zusammensetzung der Geflüchteten.
5. Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte im deutschen Bildungssystem: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Lehrkräften mit Migrationshintergrund und deren Bedeutung für das Bildungssystem.
6. Geflüchtete Lehrkräfte – Problembeschreibung: Hier werden die spezifischen Hürden und Herausforderungen beschrieben, denen geflüchtete Lehrkräfte beim Einstieg in das deutsche Bildungssystem begegnen.
7. Programme für Lehrkräfte mit Fluchtbiografie in Deutschland – Bundesebene – politische Rahmung: Beschreibung der politischen Rahmenbedingungen zur Entwicklung von Integrationsmaßnahmen für Lehrkräfte.
8. Programme für Lehrkräfte mit Fluchtbiografie in Deutschland – Überblick über die Angebote in den Bundesländern: Vergleich der spezifischen Programme "Lehrkräfte plus" (NRW), "Refugee Teachers Programm" (Brandenburg) und "Back to School" (Niedersachsen).
9. Leitfadengestützte Expert*inneninterviews: Begründung und Beschreibung der empirischen Forschungsmethode basierend auf Experteninterviews.
10. Darstellung der Ergebnisse entlang der Kategorien der qualitativen Inhaltsanalyse: Deskriptive Auswertung der gewonnenen Interviewdaten anhand definierter Kategorien.
11. Diskussion der Ergebnisse: Zusammenführung und kritische Würdigung der empirischen Erkenntnisse im Kontext der Fragestellung.
12. Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Verbesserungsvorschläge für zukünftige Qualifizierungsprogramme.
13. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und abschließende Bewertung der Qualifizierungsprogramme als Erfolgsmodell.
Geflüchtete Lehrkräfte, Qualifizierungsprogramme, Migration, Integration, Fluchthintergrund, Lehrkräfte Plus, Refugee Teachers Programm, Back to School, Berufsanerkennung, Bildungsbiografie, Sprachkompetenz, Schulpraktikum, Inklusion, Bildungssystem, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Situation geflüchteter Lehrkräfte in Deutschland und der Wirksamkeit spezieller Qualifizierungsprogramme, die ihnen den Wiedereinstieg in ihren Beruf ermöglichen sollen.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland, die spezifischen Herausforderungen bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen sowie die Analyse aktueller Förderprogramme in drei ausgewählten Bundesländern.
Das Ziel ist es, soziodemografische Merkmale der Teilnehmenden an diesen Qualifizierungsprogrammen zu erfassen und zu untersuchen, ob und inwieweit diese Programme geflüchtete Lehrkräfte dabei unterstützen, beruflich in den deutschen Schuldienst zurückzukehren.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring auf Basis von vier leitfadengestützten Expert*inneninterviews, die mit Programmverantwortlichen geführt wurden.
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen der Migration, die aktuelle Problemlage für geflüchtete Pädagogen, die politische Rahmung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Programme in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen.
Wesentliche Begriffe sind Geflüchtete Lehrkräfte, Qualifizierungsprogramme, Integration, Berufsanerkennung und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Anforderungen variieren insbesondere hinsichtlich der geforderten Sprachniveaus, der notwendigen Fächerkombinationen und der Dauer der universitären bzw. schulpraktischen Ausbildungsteile.
Die Sprache stellt eine der größten Hürden dar, da der Lehrerberuf in Deutschland sowohl mündlich als auch schriftlich höchste Kompetenzstufen (C2) erfordert, was für Lehrkräfte, die erst seit kurzem in Deutschland sind, besonders schwierig ist.
Die Untersuchung zeigt, dass die Programme als Erfolgsmodell fungieren, da sie trotz bürokratischer Hürden einer großen Anzahl geflüchteter Lehrkräfte Zukunftsperspektiven eröffnen und einen Wiedereinstieg in den Schuldienst, etwa als Assistenz- oder Vertretungslehrkraft, ermöglichen.
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