Masterarbeit, 2020
127 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Historische Einordnung
2.1. Die industriellen Revolutionen des 20. Jahrhunderts
2.2. Die Y-Theorie von Douglas McGregor
2.3. Die Globalisierung
2.4. Die Digitalisierung und die Industrie 4.0
3. Die Führungskraft
3.1. Führung
3.2. Führungsstile
3.2.1. Beeinflussung der Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit durch Führung
3.2.2. Beyond Budgeting als Führungsstil
3.2.3. Transformationale Führung
3.3. Die Eigenschaften einer Führungskraft
3.3.1. Definition von ‚Eigenschaft‘
3.3.2. Entwicklung der bisherigen Führungsanforderungen
3.3.3. Grundlegende Führungseigenschaften
4. Empirische Forschung
4.1. Festlegung des Forschungsdesigns
4.2. Erhebungsmethode
4.2.1. Experteninterviews
4.2.2. Online-Umfrage
4.2.3. Das Scoring-Modell
4.3. Qualitative Auswertung der Interviews
4.4. Statistische Auswertung der Online-Umfrage
4.5. Zusammenfassung
4.6. Entwicklung eines Anforderungsprofils für Führungskräfte im 21. Jahrhundert
5. Diskussion und kritische Würdigung
5.1. Diskussion
5.2. Kritische Würdigung
6. Fazit und Ausblick
6.1. Fazit
6.2. Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung eines Anforderungsprofils für Führungskräfte im 21. Jahrhundert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Führungsstile benötigt werden, um Mitarbeiter in der heutigen Zeit, auch spezifisch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie, optimal zu führen und deren Motivation sowie Bindung an die Organisation zu stärken.
Die Y-Theorie von Douglas McGregor
McGregor akzeptierte, dass das Erreichen der Zusammenarbeit in einer industrialisierten Gesellschaft bedeutend schwieriger ist als in einer traditionellen Umwelt (Ouchi & Price, 1978, S. 31), und schlug in seinem Buch „Der Mensch im Unternehmen“ von 1986 eine neue Theorie des Menschen vor, die vor allem durch Theorien von Maslow beeinflusst war (McGregor, 1986, S. VII). McGregors Theorie trug maßgeblich zur Humanisierung der Arbeitswelt bei und stieß damit mitunter auch den Wandel der Arbeitsstrukturen im deutschsprachigen Raum und der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre an (Picot et al., 1996, S. 440).
McGregor ging davon aus, dass jede Art von Management auf Theorie beruht, genauer auf Voraussetzungen, Verallgemeinerungen und Hypothesen (McGregor, 1986, S. 5). Seiner Meinung nach gehen die Führung und der Umgang mit den Mitarbeitern hauptsächlich auf das Menschenbild der von McGregor entwickelten Theorie X zurück. Diese geht von drei Grundannahmen aus (S. 27 f.):
1. Der Durchschnittsmensch hat eine angeborene Abneigung gegen Arbeit und versucht ihr aus dem Weg zu gehen.
2. Diese Arbeitsunlust führt dazu, dass er zur Arbeit gezwungen werden muss. Um dem Nachdruck zu verleihen, können auch Strafen verhängt werden, denn das Unternehmensziel muss erreicht werden.
3. Der Durchschnittsmensch besitzt wenig Ehrgeiz und ein hohes Sicherheitsbedürfnis, weswegen er sich gerne vor Verantwortung drückt und an die Hand genommen werden muss.
Diese Annahmen stellen die Basis vieler Führungsstrategien dar und sollen die Verhaltensweisen der Mitarbeiter mit der menschlichen Natur erklären. Um die Theorie X und die genannten Punkte zu widerlegen, argumentiert McGregor mit dem Streben der Bedürfnisbefriedigung eines jeden Menschen gemäß Maslows Theorie der Bedürfnisbefriedigung, hier in Abbildung 1 dargestellt (1943).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer veränderten Arbeitswelt ein und definiert das Ziel, ein zeitgemäßes Anforderungsprofil für Führungskräfte zu erstellen.
2. Historische Einordnung: Dieses Kapitel beleuchtet die geschichtliche Entwicklung von Managementmodellen und Menschenbildern vom Taylorismus bis zur Digitalisierung.
3. Die Führungskraft: Dieser Abschnitt analysiert das Wesen der Führung, moderne Führungsstile sowie die notwendigen Eigenschaften einer effektiven Führungskraft.
4. Empirische Forschung: Hier wird das methodische Design der Untersuchung erläutert, bestehend aus Experteninterviews und einer Online-Mitarbeiterumfrage zur Anforderungserhebung.
5. Diskussion und kritische Würdigung: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Forschung und setzt sie in den Kontext der theoretischen Führungsmodelle.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bietet Perspektiven für zukünftige Arbeiten und die praktische Umsetzung der Anforderungen.
Führung, Führungskraft, Anforderungsprofil, Mitarbeitermotivation, Arbeitszufriedenheit, Transformationale Führung, Beyond Budgeting, Industrie 4.0, Digitalisierung, VUCA, Corona-Pandemie, Menschenbild, Personalentwicklung, Führungstheorie, Empirische Forschung
Die Arbeit untersucht, welche Anforderungen Führungskräfte im 21. Jahrhundert erfüllen müssen, um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden und ihre Mitarbeiter erfolgreich und motiviert zu führen.
Die zentralen Themen sind der historische Wandel von Führungsstilen, die Auswirkungen der Digitalisierung, die theoretischen Ansätze der transformationalen Führung und des Beyond Budgeting sowie die empirische Identifikation von Führungseigenschaften.
Die zentrale Forschungsfrage fragt nach den notwendigen Führungsstilen, um Mitarbeiter des 21. Jahrhunderts optimal zu führen und deren Motivation sowie deren Hingabe an Unternehmensorganisationen zu fördern, insbesondere unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie.
Die Autorin nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz, der qualitative Experteninterviews zur Gewinnung von Einblicken in unternehmerisches Denken und eine quantitative Online-Umfrage unter Arbeitnehmern zur statistischen Analyse kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Einordnung von Führungstheorien, der detaillierten Beschreibung von Führungsstilen sowie der empirischen Untersuchung und Auswertung der Anforderungen an heutige Führungskräfte.
Wichtige Begriffe sind Führung, Anforderungsprofil, Mitarbeitermotivation, Industrie 4.0, VUCA, Transformationale Führung und Arbeitszufriedenheit.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Anforderungen von Mitarbeitern während der Corona-Pandemie verändert haben, wobei soziale Aspekte und der Bedarf an Kommunikation und Vertrauen eine neue Gewichtung erhalten haben.
Das Scoring-Modell führt zu einer Rangfolge von Führungseigenschaften, wobei Vertrauen, Empathie und Kommunikationsfähigkeit an der Spitze der Anforderungen für eine erfolgreiche Führung stehen.
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