Bachelorarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Level-k Reasoning
2.2 The 11-20 Money Request Game
2.3 Untersuchungsergebnisse und Stand der Wissenschaft
3 Individuelle Risikopräferenzen
3.1 Begriff der Risikopräferenz
3.2 Darstellung und Arten der Präferenzen
3.3 Messung der Risikopräferenzen
4 Experimentdesign
4.1 11-20 Money Request Game – Bonusversion
4.2 Durchführung eines möglichen Experiments
4.2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
4.2.2 Ablauf
5 Theoretische Analyse
5.1 Nash-Gleichgewichte im 11-20 Game – BV
5.1.1 Nash-Gleichgewicht ohne Betrachtung der Risikopräferenz
5.1.2 Nash-Gleichgewicht unter Berücksichtigung der relativen Risikoaversion
5.1.2.1 Nash-Gleichgewicht im Spiel der Gruppe G1
5.1.2.2 Nash-Gleichgewicht im Spiel der Gruppe G2
5.1.2.3 Nash-Gleichgewicht im Spiel der Gruppe G3
5.1.3 Bayesianisches Nash-Gleichgewicht im 11-20 Game – BV
5.2 Einflussfaktoren im 11-20 Game – BV
5.2.1 Information über Spielertypen
5.2.3 Einfluss sozialer Präferenzen
5.2.4 Skalierung im 11-20 Game
5.3 Analyse zur Durchführung des Experiments
5.4 Diskussion
6 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, ein Experiment zur Untersuchung des Einflusses individueller Risikopräferenzen auf das Verhalten im 11-20 Money Request Game zu entwickeln und dessen theoretische Grundlagen sowie mögliche Auswirkungen auf die strategische Denktiefe der Spieler mittels Nash-Gleichgewichten zu analysieren.
2.1 Level-k Reasoning
Das Level-k Reasoning-Modell (Lk-Modell) versucht, das menschliche Verhalten sowie die zugehörigen Entscheidungen in strategischen Spielen zu beschreiben. Dabei handelt es sich meistens um statische Spiele, also solche, in denen die Spieler nur einmalig agieren (auch One-Shot-Games) und daher keine Informationen über das Verhalten der anderen Spieler haben. Erstmals wurde das Modell von Nagel (1995) und Stahl und Wilson (1994; 1995) eingeführt.
Wie einleitend erwähnt, wurde es entwickelt, um die häufig stark ausgeprägten Abweichungen in experimentellen Untersuchungen gegenüber den theoretischen Voraussagen zum Verhalten der Spieler (z.B. durch Lösen des Spiels mittels iterativer Eliminierung dominierter Strategien und resultierender Nash-Gleichgewichte) besser erklären und insbesondere genauere Vorhersagen über das Verhalten und die getroffenen Entscheidungen treffen zu können.
Um dieses vom Gleichgewicht abweichende Verhalten beschreiben zu können, nimmt ein typisches Lk-Modell an, dass sich die Spieler hinsichtlich ihrer Denktiefe (auch depth of reasoning) unterscheiden. Diese Tiefe der logischen Folgerungen wird über die getroffene Wahl im Spiel identifiziert und über die verschiedenen Ebenen im Modell (auch level(s) of reasoning, im Folgenden Level) unterschieden werden (vgl. Nagel 1995, 1313–1314; AR 2012b, 3561-352). Die Spieler verhalten sich rational hinsichtlich der Tatsache, dass sie nach einer Nutzenmaximierung streben, ihre Entscheidung jedoch auf Grundlage einer geformten Überzeugung (auch belief(s)) vom Verhalten der anderen Spieler treffen.
1 Einleitung: Vorstellung des Level-k Reasoning-Modells und der Relevanz individueller Risikopräferenzen für das 11-20 Money Request Game als Grundlage der Forschungsarbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Level-k Reasoning, des 11-20 Game sowie des aktuellen Forschungsstandes zu strategischen Denkprozessen.
3 Individuelle Risikopräferenzen: Definition und Kategorisierung von Risikopräferenzen sowie Vorstellung der Holt-Laury-Lotterie zur Messung dieser Präferenzen.
4 Experimentdesign: Detaillierte Darstellung einer Bonusversion des 11-20 Game und des Ablaufs einer experimentellen Untersuchung zur Gruppierung der Spieler.
5 Theoretische Analyse: Mathematische Untersuchung mittels Nash-Gleichgewichten, wie sich verschiedene Risikoprofile und Bonusstrukturen auf das Verhalten der Spieler auswirken.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des vorgeschlagenen Experiments und Einordnung der theoretischen Erkenntnisse zum Einfluss der Risikopräferenzen.
Level-k Reasoning, 11-20 Money Request Game, Risikopräferenz, Nash-Gleichgewicht, strategische Denktiefe, Risikoaversion, Experimentdesign, Holt-Laury-Lotterie, Nutzenfunktion, Spieltheorie, strategische Entscheidung, Bonusversion, limitierte Kognition, Strategic Sophistication, Präferenzmessung
Die Arbeit untersucht, wie individuelle Risikopräferenzen das strategische Verhalten von Akteuren im 11-20 Money Request Game beeinflussen, wobei speziell eine neue "Bonusversion" betrachtet wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der spieltheoretischen Modellierung von strategischem Denken (Level-k Reasoning), der ökonomischen Messung von Risikoeinstellungen und der experimentellen Gestaltung von Entscheidungssituationen.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob eine Korrelation zwischen der Risikoneigung eines Spielers und seiner strategischen Denktiefe besteht und wie sich veränderte Bonusstrukturen auf die gewählten Strategien auswirken.
Die Arbeit nutzt spieltheoretische Analysen, insbesondere die Berechnung von Nash-Gleichgewichten und bayesianischen Nash-Gleichgewichten unter Annahme konstanter relativer Risikoaversion (CRRA).
Im Hauptteil werden mathematische Gleichgewichtsberechnungen durchgeführt, um zu zeigen, wie sich Spieler mit unterschiedlichen risikobezogenen Typologien (G1 bis G3) in einer Bonusversion des Spiels verhalten sollten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Level-k Reasoning, 11-20 Game, Risikopräferenz, Nash-Gleichgewicht und strategische Denktiefe.
Die Gruppen werden anhand ihrer Risikoaversion klassifiziert: G1 ist die Basisgruppe (zufällig), G2 umfasst risikoaverse Spieler und G3 die risikoaffinen Akteure.
Durch den eingeführten, steigenden Bonus wird die Anreizstruktur des Spiels verändert, um zu prüfen, ob dies bei unterschiedlichen Risikotypen zu einer Verschiebung der strategischen Entscheidungen führt.
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