Masterarbeit, 2020
101 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung und Fragestellung
1.2. Abgrenzungen
1.3. Vorverständnis
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Die Organisation
2.1. Ein klassisches Bild
2.2. Die konstruktivistische Perspektive
2.3. Die systemtheoretische Sicht auf Organisationen
3. Die Akzeptanz von Arbeitsabläufen
3.1. Eine systemische Sicht auf Prozesse in Unternehmen
3.2. Vom funktionalen Organisationsdesign zur Prozessorganisation
3.3. Der allgemeine Begriff Akzeptanz
3.4. Der spezifische Begriff Prozessakzeptanz
4. Die Behörde
4.1. Die beforschte Bundesbehörde
5. Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung
5.1. Erkenntnisleitende Forschungsfrage
5.2. Vorannahmen und Arbeitshypothesen
6. Empirische Untersuchung
6.1. Theoretische Grundlagen
6.2. Untersuchungsverfahren
6.3. Darstellung der Methoden
6.3.1. Erhebungsmethode
6.3.2. Auswahl der InterviewteilnehmerInnen
6.3.3. Auswertungsmethode
6.4. Leistungen und Grenzen des Forschungsansatzes
7. Ergebnisse der empirischen Erhebung
7.1. Die organisationsinterne Sicht
7.2. Strukturen, Funktionen und Abläufe
7.3. Reaktionen, Beziehungen und Verhalten
7.4. Sinn und Bedeutung
8. Interpretation der Analyse
8.1. Organisatorische und Strukturelle Aspekte
8.2. Interaktionen (Handlungen) und Verhalten
8.3. Einstellung und Sinnhaftigkeit
8.4. Akzeptanzeinflussfaktoren
9. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, welche Handlungen das soziale Gefüge einer Behörde bei der Umsetzung interner IT-Projekte beeinflussen und welche Faktoren dabei das Akzeptanzverhalten der Belegschaft prägen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die systemischen Zusammenhänge bei der Digitalisierung von Verwaltungsstrukturen zu entwickeln.
Die systemtheoretische Sicht auf Organisationen
Im Mittelpunkt einer aus der konstruktivistischen Perspektive weiterentwickelten Sicht steht bei Organisationen ein unpersönliches System koordinierter menschlicher Handlungen, in dessen Bezugsgrenzen menschliche Aktivitäten gleichgesetzt werden. Die Organisation selbst wird als ein sich selbsterzeugendes, soziales System verstanden.
Im System wird insbesondere zwischen physischen Einheiten (Menschen) und sozialen Formen unterschieden. So erfolgt die Differenzierung von Individuen als Träger der Kommunikation und deren Kommunikationszusammenhänge.
Wesentlich sei, dass die angewendeten Regeln für Handlungen innerhalb der Organisation nicht zwingend identisch sind mit jenen, die außerhalb zur Geltung kommen (vgl. Wetzel & Aderhold, 2014, S. 80).
Nach Wetzel und Aderhold definierten March und Simon die Organisation als ein System wechselseitig abhängiger sozialer Verhaltensweisen, bei denen unter den AkteurInnen der Fokus auf Handlungsbeiträge (Handlungen) gerichtet ist (vgl. March & Simon, 1976, S. 81; zit. n. Wetzel et al., 2014, S. 81).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die digitale Aufbruchsstimmung in der österreichischen Verwaltung und definiert die forschungsleitende Frage sowie die Abgrenzung der Untersuchung.
2. Die Organisation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Organisationsverständnisses, von klassischen Ansätzen über den Konstruktivismus hin zur Systemtheorie.
3. Die Akzeptanz von Arbeitsabläufen: Hier werden die theoretischen Konzepte hinter Prozessen und Prozessakzeptanz sowie deren Bedeutung in einer systemischen Prozessorganisation analysiert.
4. Die Behörde: Es wird die Struktur einer Behörde als Organ beschrieben und das spezielle Untersuchungsumfeld der Bundesbehörde dargelegt.
5. Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung: Dieses Kapitel verknüpft die Theorie mit der Forschungsfrage und leitet spezifische Arbeitshypothesen für die empirische Analyse ab.
6. Empirische Untersuchung: Die methodische Herangehensweise, einschließlich der Datenerhebung durch Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse, wird hier detailliert dargestellt.
7. Ergebnisse der empirischen Erhebung: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews, gegliedert nach verschiedenen thematischen Schwerpunkten von der organisationsinternen Sicht bis zur Sinnhaftigkeit.
8. Interpretation der Analyse: Die Ergebnisse werden systemisch interpretiert, um zentrale Akzeptanzfaktoren in der untersuchten Behörde zu identifizieren.
9. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Forschungsarbeit und die Erkenntnis, dass Führung und Sinnstiftung wesentliche Akzeptanzhebel darstellen.
Digitalisierung, öffentliche Verwaltung, Bundesbehörde, Prozessakzeptanz, systemtheoretische Organisationssicht, problemzentriertes Interview, Change Management, soziale Systeme, Arbeitsabläufe, IT-Projekte, digitale Transformation, Akzeptanzfaktoren, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie sich Digitalisierungsprojekte auf das soziale Gefüge und das Akzeptanzverhalten von Mitarbeitern in einer österreichischen Bundesbehörde auswirken.
Hauptziel ist die Identifikation der Faktoren, die die Akzeptanz von digitalisierten Arbeitsabläufen bei den Beschäftigten verstärken oder reduzieren, basierend auf systemtheoretischen Ansätzen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, insbesondere problemzentrierte Experteninterviews, die mittels der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Themen sind die systemtheoretische Organisationstheorie, das Verständnis von Prozessen, Techniken des Wandels (Change Management) in öffentlichen Institutionen und die Faktoren der individuellen sowie kollektiven Prozessakzeptanz.
Der Hauptteil analysiert theoretische Organisationsmodelle, definiert Prozessakzeptanz und führt eine empirische Untersuchung durch, deren Ergebnisse anschließend interpretiert werden.
Schlüsselbegriffe sind digitale Transformation, Prozessakzeptanz, Behördenmodernisierung, Systemtheorie und Akzeptanzfaktoren.
Behörden stehen unter einem hohen Digitalisierungsdruck. Die Arbeit zeigt, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen, sondern die soziale Akzeptanz entscheidend für den Projekterfolg ist.
Der Analyse zufolge spielt die Führung eine entscheidende Rolle, indem sie Orientierung bietet, Sinn stiftet und eine offene Kommunikationskultur fördert.
Das Akzeptanzverhalten hängt wesentlich vom Zusammenwirken von persönlichen Einstellungen, Rahmenbedingungen (Kontext) und der Art der Umsetzung (Objekt) ab.
Im Gegensatz zu rein technischen oder bürokratischen Modernisierungsbetrachtungen legt diese Arbeit den Fokus explizit auf die systemische Sichtweise und das soziale Handeln innerhalb der Organisation.
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