Masterarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1.1 Intermedialität - Definition
2.1.2 Intermedialität - Funktionen
2.2.1 Strukturelemente eines Detektivromans
2.2.2 Detektiv und Watson-Figur
2.3.1 Strukturelemente einer Science-Fiction-Serie
2.3.2 Das Phänomen Star Trek
3 Exemplarische Untersuchung
3.1.1 Arthur Conan Doyle - Der Hund der Baskervilles
3.1.2 Charakterisierung von Sherlock Holmes
3.1.3 Charakterisierung von Dr. Watson
3.1.4 Das Verhältnis zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson
3.2.1 Star Trek - The Next Generation
3.2.2 Charakterisierung von Data
3.2.3 Charakterisierung von Geordi La Forge
3.2.4 Das Verhältnis zwischen Data und Geordi La Forge
3.3.1 Vergleich der Figuren
3.3.2 Vergleich der Figurenverhältnisse
4 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht mittels einer exemplarischen Analyse, inwieweit die klassischen Strukturelemente der Sherlock-Holmes-Figur (sowie das Verhältnis zwischen Holmes und Watson) in der Science-Fiction-Serie „Star Trek - The Next Generation“ auf die Figuren Data und Geordi La Forge übertragen wurden.
1 Einleitung
Der britische Arzt und Schriftsteller Arthur Conan Doyle (1859-1930) erschuf mit Sherlock Holmes seinerzeit eine neue Art Detektivfigur in einer „bis dahin noch nicht dagewesenen Ausprägung“ eines „exzentrischen Amateurdetektivs, der die Detektion als exakte Wissenschaft betreibt.“ Die enorme Erfolgsgeschichte des „einzigen consulting detective der Weltgeschichte“ kann im Rahmen dieser Arbeit nicht einmal ansatzweise erörtert werden.
Der Hund der Baskervilles war Doyles dritter Roman, erschienen unter dem Originaltitel The hound of the Baskervilles zwischen August 1901 und April 1902 im Strand Magazin, und erzählt „die berühmteste und gruseligste aller Sherlock-Holmes-Geschichten.“ Auch in diesem Roman zeigt sich Holmes als Exzentriker, Außenseiter und Meister der Detektion, die er wie eine Wissenschaft betreibt und in deren Kontext er nicht zuletzt durch „Deduzieren von Sachverhalten aus scheinbar nebensächlichen Daten verblüfft.“ Ihm gegenüber steht sein ständiger Begleiter Dr. Watson, der nach literarischen Gesichtspunkten einige wichtige Funktionen, dazu gehören erzähltechnische, handlungstechnische und rezeptionslenkende, erfüllt. Das Verhältnis der beiden Figuren zueinander kann wie folgt skizziert werden:
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Relevanz der intermedialen Vergleiche zwischen klassischen Detektivgeschichten und moderner Science-Fiction.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Intermedialitätsforschung sowie die Strukturelemente des Detektivromans und der Science-Fiction-Serie definiert.
3 Exemplarische Untersuchung: In diesem Kapitel werden Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie Data und Geordi La Forge charakterisiert und ihre Beziehungen systematisch miteinander verglichen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die intermediale Untersuchung die Präsenz klassischer Holmes-Strukturelemente in „Star Trek - The Next Generation“ nachweisen kann.
Intermedialität, Sherlock Holmes, Dr. Watson, Data, Geordi La Forge, Star Trek, Science-Fiction, Detektivroman, Figurenkonstellation, Adaptation, Strukturvergleich, Medienprodukt, Kognitive Verfremdung, Novum, Serialität.
Die Arbeit untersucht, wie literarische Strukturelemente von Sherlock Holmes in die Science-Fiction-Serie „Star Trek - The Next Generation“ transferiert wurden und ob die Dynamik zwischen den Hauptfiguren vergleichbar ist.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Intermedialitätsforschung, die Analyse klassischer Detektivstrukturen nach Arthur Conan Doyle und medienwissenschaftliche Aspekte von Science-Fiction-Serien.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die Beziehung zwischen Data und Geordi La Forge als moderne Entsprechung der Holmes-Watson-Konstellation interpretiert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einem literatur- und medienwissenschaftlichen Vergleich, gestützt durch szenische Analysen und die Anwendung proxemischer Untersuchungen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zur Begriffsbestimmung und eine detaillierte exemplarische Untersuchung der jeweiligen Charaktereigenschaften und ihrer sozialen Interaktion.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Intermedialität, Detektivroman, Science-Fiction, Figurenkonstellation und Erzähltheorie charakterisiert.
Während beide sehr analytisch und logisch vorgehen, unterscheidet sich Holmes durch seine Fähigkeit, Emotionen zu empfinden (auch wenn er sie oft ausblendet), wohingegen Data konstruktionsbedingt keine echten Emotionen besitzt.
Die Proxemik wird eingesetzt, um durch die Analyse von Positionen, Abständen und Kamerawinkeln die Machtverhältnisse und die „kindliche“ bzw. untergeordnete Rolle von Data gegenüber Geordi in bestimmten Szenen sichtbar zu machen.
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