Diplomarbeit, 2000
82 Seiten, Note: gut (2,0)
Vorwort
Einleitung
Erstes Kapitel: Leben und Werk Maurice Blondels (1861-1949)
1. Kindheit und Studienjahre
2. Geistesgeschichtlicher Horizont der Aktion (1893)
Zweites Kapitel: Die Aktion (1893) – Versuch einer Kritik des Lebens und einer Wissenschaft der Praktik
1. Aufbau und Methode
2. Durchführung
2.1 Das Problem des Dilettantismus
2.2 Der Nihilismus
2.2.1 Der Pessimismus Schopenhauers
2.2.2 Die Prüfung des Nihilismus durch Blondels Untersuchung
2.3 Der Kern des Blondelschen Ansatzes: „Die Erscheinung der Aktion“
2.4 Die Bedeutung des „Einen Notwendigen“
2.5 Die Bedeutung der Begriffe Offenbarung, Vinculum und Panchristismus in Blondels Werk
Drittes Kapitel: Die Bedeutung des Ansatzes Maurice Blondels für die Fundamentaltheologie
1. Blondels Ansatz zur Glaubensvermittlung
2. Blondel und die neuere katholische Theologie in Deutschland
2.1 Blondel als Vorbereiter des Rahnerschen Begriffs „Anonymes Christentum“
2.2 Balthasars „existenthafte Vorbedingung des Glaubens“ bei Blondel
2.3 Die Aktion und ihr Einfluß auf die neuere Fundamentaltheologie
Schlußwort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Hauptwerk „Aktion“ (1893) von Maurice Blondel mit dem Ziel, die Notwendigkeit und Wichtigkeit des christlichen Glaubens für den Menschen aufzuzeigen, indem sie die philosophische Vernünftigkeit der Glaubenspraxis reflektiert und deren Bedeutung für die moderne Fundamentaltheologie darlegt.
Die absolute Gleichung von Sein, Erkennen und Tun
Was uns (in ihr) aus der Fassung bringt, ist die absolute Gleichung von Sein, Erkennen und Tun. Es ist ein Subjekt, darin alles Subjekt ist, selbst das Bewußtsein, das es von sich hat, selbst die innere Tätigkeit, durch die es sich verwirklicht, indem es eine seinem Ruf entsprechende Antwort und eine seiner Liebe entsprechende Liebe findet. Und da das Personale nicht einsam sein kann, da es nur eins ist, indem es nicht allein ist, kann man von dieser geheimnisvollen Vollkommenheit nicht sprechen, als sei in ihr eine Differenz zwischen Existenz und Erkennen oder zwischen Erkennen und Tun; denn damit würde man sie zu jenen Unvollkommenheiten erniedrigen, die, als wir sie in uns erkannten, uns nötigten, zu ihr unsere Zuflucht zu nehmen. Sie ist ohne die Trinität unbegreiflicher, als die Trinität selbst für den Menschen unbegreiflich ist. Die Trinität ist der ins Absolute übertragene ontologische Beweis, wo dieser Beweis kein Beweis mehr ist, sondern die Wahrheit selbst und das Leben des Seins.
Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Entdeckung von Maurice Blondel während seines Studiums und begründet sein Interesse an dessen Ansatz zur Glaubensbegründung.
Einleitung: Es wird das grundlegende Thema der Glaubensbegründung in der heutigen pluralistischen Gesellschaft eingeführt und die Zielsetzung der Arbeit, das Werk Blondels darzulegen, formuliert.
Erstes Kapitel: Leben und Werk Maurice Blondels (1861-1949): Dieses Kapitel beleuchtet den biografischen Werdegang und den geistesgeschichtlichen Kontext, in dem Blondel sein Frühwerk entwickelte.
Zweites Kapitel: Die Aktion (1893) – Versuch einer Kritik des Lebens und einer Wissenschaft der Praktik: Der Autor analysiert den Aufbau, die Methode und die zentralen Thematiken von Blondels Hauptwerk, insbesondere die Auseinandersetzung mit Dilettantismus und Nihilismus.
Drittes Kapitel: Die Bedeutung des Ansatzes Maurice Blondels für die Fundamentaltheologie: Es wird die Rezeption von Blondels Denken in der neueren katholischen Theologie untersucht, insbesondere im Hinblick auf Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar.
Schlußwort: Das Kapitel reflektiert die Bedeutung von Blondels „Aktion“ für das Christentum als moderne Herausforderung und unterstreicht die bleibende Relevanz seines Denkens.
Maurice Blondel, Aktion, Fundamentaltheologie, Glaubensbegründung, Nihilismus, Dilettantismus, Willensphilosophie, Übernatürliches, Das Eine Notwendige, Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Apologetik, Transzendenz, Immanenz, christliche Existenz.
Die Diplomarbeit untersucht das Hauptwerk „Aktion“ (1893) des französischen Philosophen und Theologen Maurice Blondel hinsichtlich seiner Bedeutung für die christliche Glaubensbegründung und die moderne Fundamentaltheologie.
Im Fokus stehen die philosophische Analyse menschlichen Handelns, die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Strömungen wie Nihilismus und Dilettantismus sowie die Frage nach der Vermittlung des Glaubens.
Das Ziel ist es, die innere Logik von Blondels „Tatphilosophie“ herauszuarbeiten und zu zeigen, dass das menschliche Handeln auf eine Vollendung zielt, die nur als Gnadengeschenk Gottes erfahren werden kann.
Der Autor wählt einen phänomenologischen und systematisch-theologischen Zugang, der Blondels dialektische Methode im Kontext der Fundamentaltheologie reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Blondels Frühwerk sowie in eine Untersuchung seiner Wirkungsgeschichte in der deutschen Theologie, besonders bei Rahner und Balthasar.
Zentrale Begriffe sind das „Eine Notwendige“, die „Aktion“, das „Übernatürliche“, das „Panchristismus“-Konzept sowie die Begriffe der „Autonomie“ und „Heteronomie“.
Der Autor sieht in Blondel einen Wegbereiter, dessen Fokus auf der menschlichen Erfahrung und dem Handeln auch in einer pluralistischen und durch Säkularisierung geprägten Welt eine ernstzunehmende Stimme bleibt.
Die Arbeit analysiert Blondel als einen Vorbereiter, dessen Herausarbeitung des unmöglich aus eigener Kraft erreichbaren, aber notwendigen „Übernatürlichen“ Parallelen zu Rahners Begriff des „übernatürlichen Existenzials“ aufweist.
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