Diplomarbeit, 2003
35 Seiten, Note: 1,7
I.) Einleitung
II.) Der Personalfragebogen
A.) Verwendung und Zweck
B.) Inhalt und allgemeine Struktur
C.) Der biographische Fragebogen
III.) Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen
A.) Das Fragerecht des Arbeitgebers
1.) Grundsätzliche Anforderungen
2.) Zulässigkeit von Fragen
a) Generell zulässige Fragen
b) Unzulässige Fragen und ihre Ausnahmen
c) Einzelfallbeurteilung strittiger Fragen
3.) Rechtsfolgen
B.) Eigenständige Offenbarungspflichten von Bewerbern
C.) Informationsgewinnung bei Dritten
D.) Vernichtungsanspruch und Aufbewahrungsinteresse
IV.) Schlußbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Personalfragebögen als Instrument der Personalauswahl unter Berücksichtigung ihrer personalwirtschaftlichen Funktion sowie ihrer arbeitsrechtlichen Zulässigkeit nach deutschem Recht.
C.) Der biographische Fragebogen
Im Gegensatz zu den „klassischen“ Personalfragebögen, die lediglich demographische Tatbestände erfassen, stehen die sogenannten biographischen Fragebögen. Dieses Instrument stammt aus den USA und wurde dort insbesondere zur Beurteilung von Außendienstmitarbeitern von Versicherungen sowie von Militärangehörigen und Führungskräften eingesetzt. Im angelsächsischen Raum werden biographische Fragebögen schon seit längerem verwendet, während seine Verbreitung in Deutschland erst in den letzten Jahren etwas zugenommen hat.
Unter biographischen Fragebögen versteht man standardisierte Instrumente, die systematisch Daten zur psychometrischen Auswertung und Interpretation der Vergangenheit und des Hintergrunds von Bewerbern gewinnen.
Der Einsatz des biographischen Fragebogens geht dabei von der Ansicht bzw. der Erkenntnis aus, dass eine Biographie nicht nur von Zufälligkeiten beeinflusst wird, sondern auch von selbstbestimmten Entscheidungen. Diese wiederum sollen etwas über Persönlichkeitsmerkmale aussagen.
I.) Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung einer effizienten Personalauswahl zur Risikominimierung bei Neueinstellungen und stellt den Personalfragebogen als klassisches Auswahlinstrument vor.
II.) Der Personalfragebogen: Dieses Kapitel erläutert den Zweck und die übliche Struktur von Personalfragebögen sowie die spezifischen Eigenschaften und Anwendungsmethoden des biographischen Fragebogens.
III.) Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen: Der Abschnitt behandelt das Fragerecht des Arbeitgebers, die Abgrenzung zwischen zulässigen und unzulässigen Fragen sowie die rechtlichen Konsequenzen bei wahrheitswidrigen Angaben.
IV.) Schlußbemerkung: In der Schlussbetrachtung werden praxisnahe Empfehlungen zur Gestaltung und zum Einsatz von Personalfragebögen in Unternehmen gegeben.
Personalfragebogen, Personalauswahl, Arbeitsrecht, Fragerecht, Bewerber, biographischer Fragebogen, Persönlichkeitsrecht, Offenbarungspflicht, Vorstrafen, Eignungsdiagnostik, Datenschutz, Mitbestimmungsrecht, Arbeitsverhältnis, Personalkosten, Schwangerschaft.
Die Arbeit befasst sich mit dem Personalfragebogen als Instrument der betrieblichen Personalauswahl und analysiert dessen personalwirtschaftlichen Nutzen sowie die arbeitsrechtliche Zulässigkeit der darin enthaltenen Fragen.
Zu den Kernbereichen gehören die inhaltliche Strukturierung von Fragebögen, der Einsatz biographischer Fragebögen, die gesetzlichen Grenzen des Fragerechts des Arbeitgebers sowie die Konsequenzen bei Falschbeantwortungen.
Ziel ist es, Arbeitgebern aufzuzeigen, wie sie Personalfragebögen effizient und rechtssicher gestalten können, um Fehlbesetzungen zu vermeiden und gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte der Bewerber zu wahren.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Rechtsquellenanalyse, wobei insbesondere einschlägige Gesetze, Urteile des Bundesarbeitsgerichts sowie personalwirtschaftliche Standardwerke ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine personalwirtschaftliche Darstellung der Fragebogentypen und eine detaillierte arbeitsrechtliche Prüfung der Zulässigkeit von Fragen (z.B. zu Gesundheit, Vorstrafen oder Schwangerschaft).
Zentrale Begriffe sind Personalauswahl, Fragerecht des Arbeitgebers, biographischer Fragebogen, Persönlichkeitsrecht, Offenbarungspflicht, Diskriminierungsverbot und arbeitsrechtliche Zulässigkeit.
Während klassische Fragebögen rein demographische Daten erfassen, versuchen biographische Fragebögen durch psychometrische Ansätze Rückschlüsse auf den zukünftigen beruflichen Erfolg zu ziehen, was rechtlich und methodisch komplexer ist.
Stellt ein Arbeitgeber eine unzulässige Frage, hat dies zur Folge, dass der Bewerber sogar bewusst falsch antworten darf, ohne dass der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag später wegen arglistiger Täuschung anfechten kann.
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