Diplomarbeit, 2007
139 Seiten, Note: 1,0
1 Schönheitsideale und Gesundheitsvorstellungen im Wandel der Zeit
1.1 Twiggy oder Rubensfrau – Schönheit im Wandel der Zeit
1.2 Historische Erscheinungsformen vom abweichenden Essverhalten
1.2.1 Geschichte der Anorexia nervosa
1.2.2 Geschichte der Bulimia nervosa
1.2.3 Geschichte der Adipositas
1.2.4 Geschichte der Binge-Eating-Disorder (BED)
2 Essstörungen – eine Einführung – körperliche und medizinische Folgen
2.1 Essstörungen – eine Sucht?
2.2 Orthorexie (Orthorexia nervosa)
2.3 Gezügeltes Essverhalten (restrained eating) – Der Einstieg zur Essstörungen?
2.4 Anorexia nervosa (Magersucht)
2.4.1 Folgeschäden
2.5 Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
2.5.1 Folgeschäden
2.6 Übergewicht – Adipositas
2.6.1 Folgeschäden
2.7 Latente Adipositas/Latente Esssucht
2.8 Binge-Eating-Disorder (Fressanfälle)
2.8.1 Folgeschäden
3 Mögliche Ursachen bzw. Faktoren von Essstörungen
3.1 Biologisch-genetische Faktoren
3.2 Psychologische Komponenten
3.3 Sexueller Missbrauch und Essstörungen
3.4 Familiäre Einflüsse
3.5 Soziokulturelle und gesellschaftspolitische Einflüsse
3.6 Feministische Aspekte
4 Hilfen zur Bewältigung von Essstörungen, ihre Ziele und Erfolge
4.1 Ambulante Beratungen
4.2 Selbsthilfegruppen
4.3 Somatisch orientierte Behandlungen
4.4 Methoden der Psychotherapie
4.4.1 Verhaltenstherapie
4.4.2 Psychoanalyse
4.4.3 Gesprächspsychotherapie
4.4.4 Systemische Familientherapie
4.5 Körpertherapeutische Ansätze
4.5.1 Maltherapie
4.6 Musiktherapie
4.6.1 Tanz- und Bewegungstherapie
4.6.2 Entspannungstechniken
4.7 Dauer, Kosten und Erfolge der Behandlungen
5 Prävention von Essstörungen
5.1 Zum Begriff der Prävention
5.2 Bestimmung der Risikofaktoren und deren Reduzierungsmöglichkeiten
5.3 Projekte zur Arbeit bei Essstörungen und deren Möglichkeiten zur Umsetzung
5.3.1 Projekt „BodyTalk“
5.3.2 Projekt „Korrekt Kochen!“
5.4 Eigene Überlegungen zu Präventionsarbeit
Die Diplomarbeit untersucht den gesellschaftlichen Wandel von Schönheitsidealen und dessen Einfluss auf die Entstehung von Essstörungen sowie auf die körperliche und psychische Gesundheit von Frauen. Dabei werden Ursachenfaktoren analysiert, Therapiemethoden bewertet und präventive Strategien im Bildungs- und Gesundheitssektor erarbeitet.
1.1 Twiggy oder Rubensfrau – Schönheit im Wandel der Zeit
Bereits sehr früh wurden menschliche Proportionen künstlerisch dargestellt und aus den verschiedenen Kunstwerken kann man oftmals das Schönheitsideal der jeweiligen Zeit rekonstruieren. Funde aus der Altsteinzeit (30.000 bis 10.000 vor Chr.) von weiblichen Figuren lassen darauf schließen, dass üppige Frauenkörper bevorzugt wurden.16
Während der Gotik (13. bis 15.Jahrhundert) bis in die Frührennasissance, galt das Ideal des jugendlich-schlanken Körpers. Frauen wurden schmal, mit kleinen Brüsten und Spitzbauch dargestellt.
Im Barock (17. bis frühes 18. Jahrhundert) waren üppige Formen wieder gewünscht. Gutes Essen und Trinken gehörte besonders zu dieser Zeit zum gehobenen Lebensstil und daher spiegelte ein praller Körper Macht und Prunk wider.
Schönheitsideale und Gesundheitsvorstellungen im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von Schönheitsidealen nach und zeigt auf, wie sich die gesellschaftliche Wahrnehmung weiblicher Körper über Epochen hinweg gewandelt hat.
Essstörungen – eine Einführung – körperliche und medizinische Folgen: Es erfolgt eine detaillierte Einführung in die verschiedenen Störungsbilder und eine Erläuterung der schwerwiegenden physischen und psychischen Auswirkungen auf die Betroffenen.
Mögliche Ursachen bzw. Faktoren von Essstörungen: Hier werden die biologischen, psychologischen, familiären und soziokulturellen Hintergründe beleuchtet, die bei der Entstehung von Essstörungen zusammenwirken.
Hilfen zur Bewältigung von Essstörungen, ihre Ziele und Erfolge: Dieses Kapitel diskutiert gängige Behandlungsansätze wie Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und Körpertherapie sowie die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose.
Prävention von Essstörungen: Der Fokus liegt auf der Bedeutung vorbeugender Maßnahmen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, inklusive konkreter Projekte wie „BodyTalk“ oder „Korrekt Kochen!“.
Essstörungen, Schönheitsideal, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Binge-Eating, Prävention, Körperbild, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Familiäre Einflüsse, Gesundheitsförderung, Soziokulturelle Faktoren, Selbstwertgefühl, Diätverhalten
Die Arbeit analysiert den Wandel von Schönheitsidealen und deren ursächliche Rolle bei der Entwicklung von Essstörungen sowie Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung.
Die Arbeit behandelt historische Schönheitsideale, spezifische Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating), deren Ursachen sowie therapeutische und präventive Ansätze.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und der Entstehung von Essstörungen aufzuzeigen und Ansätze für eine erfolgreiche Prävention und Behandlung zu diskutieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie Experteninterviews mit Beratungsstellen, um die theoretischen Aspekte mit der praktischen Arbeit abzugleichen.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Krankheitsbilder, deren körperliche und psychische Folgen, Ursachenforschung und verschiedene Therapieformen (z.B. Verhaltenstherapie, systemische Familientherapie) detailliert beschrieben.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Essstörungen, Prävention, Schönheitsideal, Körperbild und psychosomatische Erkrankungen charakterisiert.
Die Autoren betonen, dass dysfunktionale Familienstrukturen, Überfürsorglichkeit oder ein hoher Leistungsdruck in der Familie als bedeutsame Faktoren die Entstehung einer Essstörung begünstigen können.
Prävention wird als unverzichtbar betrachtet, da die Heilung von Essstörungen oft langwierig und schwierig ist, weshalb ein frühzeitiges Erkennen und das Stärken von Schutzfaktoren bereits in der Kindheit als entscheidend gelten.
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