Examensarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Zur Theorie des Lerntagebuchs
2.1 Das traditionelle Bild von der Schulmathematik
2.2 Verschiedene Formen
2.2.1 Reisetagebuch
2.2.2 Das Forschungsheft
2.2.3 Logbuch (teambezogenes Lerntagebuch)
2.2.4 Mathejournal
2.3 Legitimation durch institutionelle Vorgaben
3. Die Ausgangslage
4. Durchführung
4.1 Ziele des Unterrichts durch die Methode Lerntagebücher
4.2 Form und Inhalt des hier verwendeten Lerntagebuchs
4.3 Untersuchung der Arbeit mit dem Lerntagebuch
5. Auswertung
5.1 Einzelauswertungen
5.1.1 Alexa
5.1.2 Lazar
5.1.3 Aylin
5.1.4 May
5.2 Schüler geben ihre Rückmeldung ab
6. Schlussbemerkung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Lerntagebüchern als didaktisches Instrument, um Schülern der Sekundarstufe I einen individuelleren Zugang zur Mathematik zu ermöglichen, ihre Lernprozesse zu strukturieren und sie zur eigenständigen Reflexion sowie zur Nutzung des Tagebuchs als Erinnerungshilfe zu befähigen.
2.2 Verschiedene Formen
In der Mathematikdidaktik gibt es keine einheitliche Begriffsbestimmung für den Terminus „Lerntagebuch“ (vgl. Merziger 2007, 75). Im deutschsprachigen Raum findet man weitere Bezeichnungen wie Journal, Reisetagebuch, Logbuch oder Forschungsheft, die verschiedene Gewichtungen aufweisen, jedoch auf einem Konzept basieren:
„Schüler dokumentieren in der eigenen Sprache ihre Lernprozesse“ (Hußmann 2003a, 75).
Die wichtigsten adaptierten Konzepte werden im Folgenden kurz vorgestellt, um zu beschreiben wie unterschiedlich die einzelnen sein können und auf welches ich mich beziehen werde.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, dass Schüler ihre Hefte oft als nutzlos empfinden, und Definition der Leitfragen zur Effektivität des Lerntagebuchs.
2. Zur Theorie des Lerntagebuchs: Darstellung des traditionellen Mathematikverständnisses und theoretische Fundierung verschiedener Lerntagebuch-Varianten.
3. Die Ausgangslage: Beschreibung der untersuchten Schulklasse, ihrer sozialen Struktur sowie der spezifischen Lernschwierigkeiten der Schüler.
4. Durchführung: Erläuterung der methodischen Umsetzung des Unterrichtsversuchs inklusive der Zielsetzung und der gewählten Form des Mathejournals.
5. Auswertung: Detaillierte Analyse individueller Schülerhefte und der Ergebnisse aus den Rückmeldebögen zur Effektivität der Methode.
6. Schlussbemerkung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse bezüglich der Leitfragen und Ausblick auf die zukünftige Verwendung des Instruments im Unterricht.
Lerntagebuch, Mathematikunterricht, Reflexion, Lernprozess, Selbstständigkeit, Schülerorientierung, Mathejournal, Lernfortschritt, Fachsprache, Erinnerungshilfe, Individualisierung, Unterrichtsmethode, Feedback, Selbsteinschätzung
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Analyse von Lerntagebüchern im Mathematikunterricht einer 7. Klasse, um den Schülern zu helfen, ihre eigenen Lernprozesse besser zu verstehen und zu dokumentieren.
Im Zentrum stehen die Theorie des dialogischen Lernens, die Förderung der Selbstständigkeit durch strukturierte Aufzeichnungen sowie die kritische Auseinandersetzung mit individuellen mathematischen Lernwegen.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob Lerntagebücher das Wesentliche des Unterrichts widerspiegeln und ob sie von Schülern tatsächlich effektiv als Erinnerungshilfe für ihren Lernfortschritt genutzt werden können.
Es handelt sich um einen Unterrichtsversuch im Sinne einer Fallstudie, bei der durch die Auswertung von Schülereinträgen und Feedbackbögen qualitativ auf die Entwicklung der Lernkompetenz geschlossen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung, die Beschreibung der Ausgangssituation der Lerngruppe sowie die methodische Durchführung und die anschließende empirische Auswertung an verschiedenen Fallbeispielen.
Wichtige Schlagworte sind Lerntagebuch, Reflexion, Lernprozess, Fachsprache, Selbstständigkeit und individuelle Förderung.
Die Begriffe verdeutlichen den Übergang vom privaten, oft noch vagen Verständnis der Schüler zur fachlich korrekten mathematischen Sprache.
Der Sitzkreis dient als Ritual, um Hemmungen beim Stellen von Fragen abzubauen, auch wenn die Wahrnehmung durch die Schüler aufgrund ihres Alters unterschiedlich ausfällt.
Ohne regelmäßige und präzise Rückmeldung besteht die Gefahr, dass Schüler lediglich flüchtige Notizen machen oder den Zweck des Lerntagebuchs als reine „Briefbuch“-Funktion missverstehen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Methode den Lernerfolg fördert, jedoch eine fortlaufende Betreuung über mehrere Jahre erfordert, um als tragfähiges Lerninstrument zu fungieren.
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