Masterarbeit, 2008
40 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Die Heliosphäre
1.2 Energetische Neutralatome
1.3 Motivation dieser Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Fluss der energetischen Neutralatome
2.2 Überlebenswahrscheinlichkeit der ENAs
3. Numerische Berechnungen
3.1 Überlebenswahrscheinlichkeit bei solarem Maximum
3.2 Überlebenswahrscheinlichkeit bei solarem Minimum
3.3 Schlussfolgerungen
4. Zusammenfassung und Ausblick
A. Geschriebene Programme
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bestimmung der Überlebenswahrscheinlichkeit energetischer Neutralatome (ENAs) auf ihrem Weg zur Erde, um eine korrekte Interpretation der Messdaten künftiger Weltraummissionen wie IBEX zu ermöglichen.
1.2 Energetische Neutralatome
Am äußeren Rand der Heliosphäre treffen das SW-Plasma und das LISM aufeinander und können dort interagieren. Ein neutrales Wasserstoffatom des LISM, das sich unbeeinflusst vom Magnetfeld der Sonne bewegt, kann mit einem Proton des Sonnenwindes wechselwirken und es kann ein Ladungsaustausch stattfinden. Ohne wesentlichen Impuls- oder Energieübertrag gibt das neutrale Atom sein Elektron an das Sonnenwindproton ab. Das übriggebliebene Wasserstoff-Ion (Pick-Up Ion (PUI) genannt) wird vom Sonnenwind, bedingt durch den Einfluss des SW-Magnetfeldes auf die Ladung des Teilchens, aufgenommen und mitgetragen, wobei dieser Prozess als Pick-Up Prozess bezeichnet wird. Demgegenüber steht das neu entstandene neutrale H-Atom nicht unter dem Einfluss des Magnetfeldes und bewegt sich daher auf einer gradlinigen Trajektorie deren Richtung vom an der Interaktion beteiligten Proton abhängt. Dieses neu entstandene hochenergetische neutrale Wasserstoffatom wird energetisches Neutralatom (ENA) genannt. Heliosphärische ENAs werden hauptsächlich in der inneren HS zwischen dem TS und der HP gebildet und können aufgrund der Tatsache, dass sie sich unbeeinflusst vom Magnetfeld der Sonne bewegen, bis zur Erde gelangen, um dort detektiert zu werden.
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Heliosphäre, definiert energetische Neutralatome und begründet die Relevanz der Arbeit im Kontext aktueller NASA-Missionen.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die physikalischen Prozesse zur Bestimmung des ENA-Flusses und die mathematischen Ansätze zur Berechnung der Überlebenswahrscheinlichkeit unter Berücksichtigung von Ionisationseffekten hergeleitet.
3. Numerische Berechnungen: Dieser Hauptteil präsentiert die computergestützte Simulation der Überlebenswahrscheinlichkeit sowohl für ein solares Maximum als auch für ein solares Minimum unter Verwendung eigens entwickelter FORTRAN-Programme.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur ENA-Verlustrate zusammen und diskutiert deren Bedeutung für die künftige Auswertung der IBEX-Messdaten.
A. Geschriebene Programme: In diesem Anhang werden die für die Berechnungen und Visualisierungen genutzten Programm-Quellcodes in FORTRAN 77 und IDL dokumentiert.
Heliosphäre, energetische Neutralatome, ENA, Sonnenwind, IBEX-Mission, Ladungsaustausch, Photoionisation, Überlebenswahrscheinlichkeit, solares Maximum, solares Minimum, All-Sky-Maps, numerische Simulation, Weltraumphysik, Teilchenfluss, interstellares Medium.
Die Arbeit untersucht, wie viele energetische Neutralatome (ENAs) ihre Reise vom Ursprungsort am Rande der Heliosphäre bis zur Erde tatsächlich überleben, ohne durch Ionisationsprozesse verloren zu gehen.
Die Arbeit verknüpft die physikalische Modellierung der heliosphärischen Grenzschichten mit numerischen Simulationen zur Berechnung von Teilchenverlusten während des Transports.
Das Hauptziel ist die Bestimmung von ENA-Verlustwahrscheinlichkeiten bei unterschiedlichen Energien, um eine korrekte Interpretation der von der IBEX-Sonde erhobenen Messdaten zu ermöglichen.
Es werden theoretische physikalische Formeln (Sichtlinienintegrale) genutzt und mittels selbst geschriebener FORTRAN-Algorithmen numerisch simuliert sowie in IDL-basierte All-Sky-Maps überführt.
Der Hauptteil analysiert die Überlebenswahrscheinlichkeiten von ENAs unter den Bedingungen eines solaren Maximums (homogener Sonnenwind) und eines solaren Minimums (erhöhte Windgeschwindigkeiten in Polnähe).
Wichtige Begriffe sind Heliosphäre, energetische Neutralatome (ENA), solare Zyklen, IBEX-Mission und numerische Teilchensimulation.
Eine geringere Sonnenaktivität, wie sie im solaren Minimum auftritt, erhöht die Geschwindigkeit des Sonnenwindes in Polnähe, was zu einer höheren Verlustrate der ENAs und damit zu einer veränderten Flussverteilung führt.
Die IBEX-Sonde misst nur die Teilchen, die ihr Ziel erreichen. Da auf dem Weg dorthin ein erheblicher Teil durch Ionisationsprozesse verloren geht, muss man die Verlustraten kennen, um aus den Messdaten auf die tatsächliche Produktionsrate rückschließen zu können.
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