Magisterarbeit, 2009
100 Seiten, Note: 1,7
I Einleitung
II Der kindliche Grammatikerwerb
1 Die Diskussion um den Sprach- bzw. Grammatikerwerb
2 Theorien zum Grammatikerwerb
2.1 „Inside-Out“-Theorien
2.2 „Outside-In“-Theorien
2.2.1 Kognitiver Ansatz
2.2.2 Funktionalistische Gesamtkonzeptionen
2.2.3 Interaktionistischer Ansatz
2.3 Der kognitiv-linguistische Ansatz nach CLAHSEN
3 Das Modell der 5 Entwicklungsphasen nach CLAHSEN
3.1 Phase I: Vorläufer zur Syntax
3.2 Phase II: Erwerb des syntaktischen Prinzips
3.3 Phase III: Vorläufer der einzelsprachlichen Grammatik
3.4 Phase IV: Erwerb einzelsprachlicher syntaktischer Besonderheiten
3.5 Phase V: Komplexe Sätze
III Pluralbildung im Deutschen
1 Das deutsche Pluralsystem
1.1 Pluralmarkierung am Nomen
1.2 Der Erwerb des Plurals am Nomen
2 Theorien
2.1 Unitäre Modelle
2.1.1 Symbolorientierter Ansatz: Ebenenmodell KIPARSKY
2.1.2 Konnektionistischer Ansatz
2.2 Das dualistische Modell (Dual Mechanism Modell)
3 Zur –s Pluralbildung
4 Fehler in der Regelbildung
5 Pluralmarkierungen an Kunstwörtern
6 Hypothesen
IV Empirischer Teil
1 Methodisches Vorgehen
1.1 Verwendete Verfahren
1.1.1 Computerunterstütze Profilanalyse (COPROF) (CLAHSEN/ HANSEN, 1991)
1.1.2 Sprachentwicklungstest für drei- bis fünfjährige Kinder (SETK 3-5) (GRIMM, 2001)
1.2 Probanden
2 Datenerhebung
2.1 Datenaufnahme
2.2 Transkription
2.3 Ergebnisse
3 Dateninterpretation/Diskussion
3.1 Hypothese I
3.2 Hypothese II
3.3 Hypothese III
4 Fazit – Zusammenfassung der Analysebefunde, Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb der Pluralmorphologie bei normalsprachlichen Kindern im deutschen Spracherwerb. Dabei liegt der Fokus auf der Überprüfung, ob ein dualistisches Modell zur Beschreibung des Spracherwerbs herangezogen werden kann und inwieweit der -s Plural dabei als Default-Status fungiert. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, welche Schwierigkeiten Kinder im Alter von vier Jahren bei der Pluralbildung aufweisen und wie der Erwerb der entsprechenden grammatischen Regelmäßigkeiten empirisch nachgewiesen werden kann.
Nativistischer Ansatz/ Generative Sprachtheorie
Aus der Theoretischen Linguistik ist der nativistische Ansatz des kindlichen Grammatikerwerbs hervorgegangen. CHOMSKY, der mit seinen Werken „Syntactic Structures“ (1957) und „Aspects of the Theory of Syntax“ (1965) die generative Sprachtheorie begründete und prägte, geht davon aus, dass die Sprachfähigkeit die Kenntnis eines linguistischen Regelsystems ist, das unmittelbar und schlagartig erworben wird (CLAHSEN, 1990). Dieses Regelsystem wird generative Grammatik - oder auch generative Transformationsgrammatik - genannt und ist „ein Modell der Sprachbeschreibung, das Regeln aufstellt, mit denen eine unbegrenzte Zahl von grammatischen Sätzen einer Sprache erzeugt werden kann […]“ (HERBST et al., 1991, 256). Es ist ein System, welches sprachliche Strukturen aufeinander abbildet und dieses Wissen um die Sprachstruktur wird in der generativen Linguistik als der Kern der Sprachfähigkeit gesehen (CLAHSEN, 1990). Die Annahmen CHOMSKY beruhen auf vier Grundaussagen.
I Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Pluralbildung im Deutschen bei Kindern ein, stellt die Zielsetzung der Arbeit dar und erläutert den Aufbau der drei großen Teile.
II Der kindliche Grammatikerwerb: Dieses Kapitel behandelt verschiedene theoretische Spracherwerbsansätze wie den nativistischen, kognitiven und interaktionistischen Ansatz sowie das Modell der fünf Entwicklungsphasen nach CLAHSEN.
III Pluralbildung im Deutschen: Es werden das deutsche Pluralsystem, verschiedene Theorien zur Pluralbildung (unitär vs. dualistisch) sowie Fehler in der Regelbildung und Pluralmarkierungen an Kunstwörtern detailliert analysiert.
IV Empirischer Teil: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen der eigenen Untersuchung, präsentiert die erhobenen Daten, interpretiert die Ergebnisse und zieht ein Fazit zu den aufgestellten Hypothesen.
Pluralmorphologie, Spracherwerb, Grammatikerwerb, Pluralbildung, Nomen, Dual Mechanism Modell, Default-Regel, Profilanalyse, COPROF, Sprachentwicklung, Morphologie, Syntax, Fehleranalyse, Kunstwörter, Kindersprache.
Die Arbeit befasst sich mit dem Erwerb der Pluralbildung bei normalsprachlichen Kindern im Deutschen, wobei theoretische Grundlagen mit einer empirischen Untersuchung verbunden werden.
Die zentralen Themen sind der kindliche Grammatikerwerb, die verschiedenen Theorien zur Pluralflexion sowie die empirische Analyse von Pluralmarkierungen an Nomen und Kunstwörtern.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, ob ein dualistisches Modell (Dual Mechanism Modell) zur Beschreibung des Spracherwerbs geeignet ist und ob der -s Plural dabei als Default-Status dient.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Spracherwerbstheorien mit einer empirischen Studie, die unter anderem die computergestützte Profilanalyse (COPROF) und den Sprachentwicklungstest (SETK 3-5) einsetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Grammatikentwicklung und Pluralbildung sowie den empirischen Teil, in dem Daten von zehn Kindern analysiert und interpretiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pluralmorphologie, Spracherwerb, Dual Mechanism Modell, Profilanalyse und Kindersprache charakterisiert.
Kunstwörter sind notwendig, um die Fähigkeit zur abstrakten Anwendung von Pluralregeln zu testen, da bei bekannten Wörtern nicht klar ist, ob diese auswendig gelernt wurden.
Die Autorin äußert Kritik und weist darauf hin, dass der Test nicht in dem Maße für die Überprüfung der Beherrschung der morphologischen Regelbildung geeignet ist, wie oft in der Literatur angenommen wird.
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