Diplomarbeit, 2006
77 Seiten, Note: 2,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Divergenzen zwischen internem und externem Rechnungswesen
2.2 Die Anwendung internationaler Rechnungslegungsvorschriften als Voraussetzung für eine Harmonisierung des Rechnungswesens
2.3 Gründe für eine Harmonisierung des Rechnungswesens
2.3.1 Internationaler Harmonisierungsprozess der externen Rechnungslegung
2.3.2 Kapitalmarktorientierung
2.3.3 Kommunikationsprobleme
2.3.4 Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit
2.3.5 Wirtschaftliche Aspekte
2.4 Gestaltungsmöglichkeiten für die Harmonisierung
2.4.1 Der relevante Bereich und der Grad der Harmonisierung
2.4.2 Richtung der Harmonisierung
2.4.3 Schritte der Harmonisierung
2.4.3.1 Strategische Kontrolle und Umstrukturierung
2.4.3.2 Harmonisierung der technischen Infrastruktur
2.4.3.3 Verwendung einer einheitlichen Datenbasis
2.4.3.4 Harmonisierung der Organisationsstruktur
2.4.3.5 Fortlaufende Pflege und Wartung
2.5 Kritik an den Bemühungen zur Harmonisierung des Rechnungswesens
3 Beispiele aus der Praxis
3.1 Auswertung empirischer Untersuchungen zur Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens
3.2 Siemens AG
3.2.1 Allgemeine Daten der Siemens AG
3.2.2 Beweggründe und angestrebte Ziele
3.2.3 Realisierung
3.2.4 Abschließende Bemerkungen
3.3 DaimlerChrysler AG
3.3.1 Allgemeine Daten der DaimlerChrysler AG
3.3.2 Beweggründe und angestrebte Ziele
3.3.3 Realisierung
3.3.4 Abschließende Bemerkungen
3.4 Bayer AG
3.4.1 Allgemeine Daten der Bayer AG
3.4.2 Beweggründe und angestrebte Ziele
3.4.3 Realisierung
3.4.4 Abschließende Bemerkungen
3.5 BMW Group
3.5.1 Allgemeine Daten der BMW Group
3.5.2 Beweggründe und angestrebte Ziele
3.5.3 Realisierung
3.4.4 Abschließende Bemerkungen
3.6 Vergleich der unterschiedlichen Realisierungsansätze
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, inwieweit das interne und externe Rechnungswesen in deutschen Unternehmen durch die Anwendung internationaler Rechnungslegungsnormen harmonisiert werden kann. Die Forschungsfrage hinterfragt die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit eines integrierten Einheitsrechnungswesens, das die traditionelle Trennung der beiden Rechenkreise aufhebt.
2.3.2 Kapitalmarktorientierung
Der erhöhte Kapitalbedarf deutscher Unternehmen bewirkt eine stärkere Hinwendung zu den Interessen der Aktionäre und deren Informationsbedürfnissen. Da diese durch die internationalen Rechnungslegungsnormen besser befriedigt werden können, ist deren Verwendung angestiegen. Ein zusätzlicher Grund für deutsche Unternehmen, ihr externes Rechnungswesen den international anerkannten Rechnungslegungsnormen anzupassen, ist das wachsende Bedürfnis der Inanspruchnahme internationaler Kapitalmärkte. Die Voraussetzung dafür ist, dass weltweit tätige Investoren mit transparenten und vergleichbaren Informationen versorgt werden, um fundierte Anlageentscheidungen treffen zu können. Dies ist durch das deutsche Bilanzrecht mit seiner starken Betonung des Gläubigerschutzes nicht möglich.
Für die Inanspruchnahme der US-amerikanischen Kapitalmärkte ist eine Bilanzierung nach US-GAAP erforderlich. Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) vertritt die Auffassung, dass die IAS/IFRS bisher noch nicht die identische Qualität wie die US-amerikanischen Normen aufweisen.
Trotz Nichtakzeptanz der IAS/IFRS durch die SEC werden diese von der International Organization of Securities Commissions (IOSCO), dem weltweiten Zusammenschluss der Börsenaufsichtsbehörden, für grenzüberschreitende Börsenemissionen empfohlen.
Es zeigt sich also, dass im Zuge der wachsenden Kapitalmarktorientierung der Unternehmen die internationalen Rechnungslegungsnormen im externen Rechnungswesen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dies wird als treibende Entwicklungskraft für die Möglichkeit einer Harmonisierung des externen und internen Rechnungswesens gesehen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Trennung von internem und externem Rechnungswesen in deutschen Unternehmen ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Divergenzen zwischen den beiden Rechensystemen erläutert und die Notwendigkeit sowie die Motive für eine Harmonisierung auf Basis internationaler Normen detailliert analysiert.
3 Beispiele aus der Praxis: Dieses Kapitel wertet empirische Studien aus und untersucht die tatsächliche Harmonisierung bei den Konzernen Siemens, DaimlerChrysler, Bayer und BMW anhand ihrer Beweggründe, Umsetzungsstrategien und kritischer Erfolgsfaktoren.
4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine vollständige Integration zwar oft nicht möglich ist, jedoch eine teilintegrative Harmonisierung, insbesondere durch einheitliche Steuerungskennzahlen, signifikante Effizienzvorteile bietet.
Harmonisierung, Rechnungswesen, internes Rechnungswesen, externes Rechnungswesen, IFRS, US-GAAP, Kapitalmarktorientierung, Konzernsteuerung, betriebswirtschaftliche Steuerung, Unternehmensführung, betriebliche Effizienz, Datenintegration, Umsatzkostenverfahren, Segmentberichterstattung, Wertorientierte Unternehmensführung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Harmonisierung des betrieblichen Rechnungswesens, konkret mit der Annäherung oder Integration des internen und externen Rechnungswesens in großen deutschen Aktiengesellschaften.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Notwendigkeit für eine Harmonisierung, die Rolle internationaler Rechnungslegungsvorschriften (IAS/IFRS, US-GAAP) sowie die praktische Umsetzung bei namhaften Konzernen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und inwieweit eine Aufhebung der traditionellen Zweiteilung des Rechnungswesens durch die Anwendung internationaler Standards möglich und sinnvoll ist, um eine einheitliche Konzernsteuerung zu gewährleisten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse der einschlägigen betriebswirtschaftlichen Diskussion sowie einer explorativen Auswertung empirischer Studien und Praxisbeispielen aus der Wirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse der Harmonisierungsmöglichkeiten und -schritte sowie einen Praxisteil, der die unterschiedlichen Ansätze der Unternehmen Siemens, DaimlerChrysler, Bayer und BMW detailliert gegenüberstellt.
Zu den prägenden Begriffen zählen Harmonisierung, Rechnungswesen, IFRS, US-GAAP, Kapitalmarktorientierung, Konzernsteuerung und wertorientierte Unternehmensführung.
Siemens wird als Vorreiter in Deutschland genannt, da der Konzern bereits frühzeitig (ab 1992) mit der Harmonisierung begann und ein funktionales Controlling etablierte, das als wegweisend für andere Unternehmen gilt.
Das Umsatzkostenverfahren spielt eine zentrale Rolle, da es den Anforderungen der internationalen Rechnungslegung entspricht und besser als das Gesamtkostenverfahren zur funktionsorientierten Steuerung und Segmentberichterstattung geeignet ist.
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