Diplomarbeit, 2008
153 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Theoretische Grundlagen zur Erklärung der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt
1. Humankapitaltheoretischer Ansatz
2. Theorie der Arbeitsmarktdiskriminierung
2.1. Theorie der statistischen Diskriminierung
2.2. Theorie der ethnischen Diskriminierung
2.3. Theorie der institutionellen Diskriminierung
3. Theorie der Arbeitsmarktsegmentation
3.1. Der berufsfachliche Arbeitsmarkt
3.2. Der betriebsinterne Arbeitsmarkt
3.3. Der unstrukturierte Arbeitsmarkt
3.4. Arbeitsmarktsegmentation und Migration
III. Schul- und Ausbildungsmarktbilanz in der Bundesrepublik Deutschland
1. Bildungsabschlüsse der Schulabsolventen bzw.Schulabgänger
2. Ausbildungsplätze - Mangelware in Deutschland?
2.1. Allgemeine Ausbildungsmarktlage
2.2. Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt
3. Jugendarbeitslosigkeit
IV. Einflussfaktoren zur Erklärung der Ausbildungsdefizite von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
1. Das Bewerbungs- und Berufswahlverhalten von Migrantenjugendlichen
1.1. Definition der „Berufswahl“ bzw. der „Berufswahl- prozesse“
1.2. Migrantenjugendliche auf dem Weg in den deutschen Ausbildungsmarkt
1.3. Berufswahl nach Nationalitäten
1.3.1. Berufswahl von Jugendlichen griechischer Herkunft
1.3.2. Berufswahl von Jugendlichen italienischer Herkunft
1.3.3. Berufswahl von Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien
1.3.4. Berufswahl von Jugendlichen portugiesischer Herkunft
1.3.5. Berufswahl von Jugendlichen spanischer Herkunft
1.3.6. Berufswahl von Jugendlichen türkischer Herkunft
2. Rekrutierungs- und Selektionsmechanismen der Unternehmen
2.1. Gründe für eine Berufsausbildung
2.2. Selektionskriterien und -verfahren der Unternehmen
2.2.1. Erste Selektionsstufe: Die Bewerbungsunterlagen
2.2.1.1. Der Schulabschluss
2.2.1.2. Die Zeugnisse
2.2.2. Zweite Selektionsstufe: Der Einstellungstest
2.2.3. Dritte Selektionsstufe: Das Vorstellungsgespräch
2.3. Rekrutierungsstrategien
2.3.1. Offene Rekrutierungskanäle
2.3.1.1. Die Bundesagentur für Arbeit
2.3.1.2. Stellenanzeigen
2.3.1.3. Schulen
2.3.2. Geschlossene Rekrutierungskanäle
2.3.2.1. Interne Netzwerkrekrutierung
2.3.2.2. Externe Netzwerkrekrutierung
2.3.3. Auswirkungen der Rekrutierungskanäle auf die Jugendlichen ausländischer Herkunft
3. Bildungsdefizite der Jugendlichen mit Migrationshintergrund
V. Berufsvorbereitende Maßnahmen als Qualifikations- und Sozialisationsinstanz
1. Aufgaben der berufvorbereitenden Maßnahmen
2. Die Sozialisationsfunktionen der berufsvorbereitenden Maßnahmen
2.1. Bewältigungsfunktion
2.2. Kompetenzerweiterungsfunktion
2.3. Entlastungsfunktion
2.4. Kompensationsfunktion
2.5. Entwicklungsfunktion
2.6. Prophylaxefunktion
3. Ziele und Inhalte der berufsvorbereitenden Maßnahmen
3.1. Formelle und übergeordnete Ziele
4. Verbleib der Jugendlichen nach der Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme
5. Migrantenjugendliche in berufsvorbereitenden Maßnahmen
VI. Fazit
Diese Arbeit untersucht die komplexen Ursachen der beruflichen Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Faktoren – von schulischen Vorbildungen und Bewerbungsverhalten bis hin zu betrieblichen Rekrutierungs- und Selektionsmechanismen – den Erfolg oder Misserfolg dieser Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz maßgeblich beeinflussen und inwieweit berufsvorbereitende Maßnahmen zur erfolgreichen Integration beitragen können.
1. Humankapitaltheoretischer Ansatz
Die neoklassischen Modelle, die in der Volkswirtschaft vertreten sind, stellen die Arbeitnehmer als homogene Gruppe dar, wobei es keine Unterscheidung zwischen den Arbeitnehmern hinsichtlich ihrer Produktivität auf einen bestimmten Arbeitsplatz gibt. Somit stellt sich allerdings die Frage, warum dennoch so viele Diskriminierungen und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt zu finden sind. Eine Antwort darauf bietet die Humankapitaltheorie, die vor allem durch den US-amerikanischen Ökonomen GARY S. BECKER auf der Grundlage des neoklassischen Modells weiterentwickelt worden ist.
Bei der Humankapitaltheorie geht es schließlich um die Erklärung der Produktivität eines Arbeitnehmers auf dem Arbeitsmarkt, die durch dessen Humankapital bestimmt wird. Dadurch kann auch der Wert eines Arbeitnehmers für den Arbeitsmarkt ermittelt werden. Eine Steigerung der Produktivität lässt sich somit durch die unterschiedlichen Investitionen in das Humankapital erklären. Je höher das Humankapital eines Individuums ist, desto höher ist auch dessen jeweilige Produktivität, wodurch schließlich auch Einkommensdifferenzen erklärbar werden.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik der Jugendarbeitslosigkeit und die spezifische Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in eine betriebliche Ausbildung.
II. Theoretische Grundlagen zur Erklärung der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel erläutert ökonomische Theorien wie den Humankapitalansatz und die Arbeitsmarktsegmentation, um strukturelle Benachteiligungen zu erklären.
III. Schul- und Ausbildungsmarktbilanz in der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird die aktuelle Situation der Ausbildungsmarktlage unter Berücksichtigung von Bildungsabschlüssen und der Jugendarbeitslosigkeit analysiert.
IV. Einflussfaktoren zur Erklärung der Ausbildungsdefizite von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Das Kapitel untersucht detailliert, wie Bewerbungsverhalten, elterliche Unterstützung und betriebliche Selektionsmechanismen den Zugang zum Ausbildungsmarkt beeinflussen.
V. Berufsvorbereitende Maßnahmen als Qualifikations- und Sozialisationsinstanz: Hier werden Funktion und Wirkung von Maßnahmen beleuchtet, die Jugendlichen beim Übergang in das Berufsleben unterstützen sollen.
VI. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Verknüpfung von Förderung und Unterstützung, um eine dauerhafte berufliche Integration zu erreichen.
Berufliche Integration, Migrationshintergrund, Ausbildungsmarkt, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarktdiskriminierung, Arbeitsmarktsegmentation, Bewerbungsverhalten, Selektionsmechanismen, Jugendarbeitslosigkeit, Berufsvorbereitende Maßnahmen, Sozialisation, Bildungsabschlüsse, Handwerk, Industrie, Schulabgänger.
Die Arbeit analysiert die Hürden, auf die Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung in Deutschland stoßen.
Die Themen umfassen die theoretische Erklärungsbasis der Benachteiligung, die aktuelle Bilanz am Ausbildungsmarkt, das Bewerbungsverhalten sowie die Bedeutung von Rekrutierungsmechanismen und berufsvorbereitenden Programmen.
Das Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die für die Benachteiligung dieser Jugendlichen verantwortlich sind, um Wege für eine erfolgreichere berufliche Integration aufzuzeigen.
Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken (z.B. PISA-Studie, Daten der Bundesagentur für Arbeit) basiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den individuellen Einflussfaktoren, dem Einfluss der Familie bei der Berufswahl und der Rolle der Unternehmen bei der Auswahl von Auszubildenden.
Berufliche Integration, Migration, Ausbildungsmarkt, Arbeitsmarktdiskriminierung und berufsvorbereitende Maßnahmen sind die zentralen Kernkonzepte.
Die Eltern dienen als wichtige Orientierungs- und Informationsinstanz, wobei die Art der Unterstützung stark von der nationalen Herkunft und dem familiären Migrationshintergrund abhängt.
Sie agiert als intermediäre Sozialisationsinstanz, die neben fachlichen Qualifikationen auch persönliche und soziale Kompetenzen vermitteln soll, um den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
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