Bachelorarbeit, 2022
52 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Rechtliche Einordnung
2.1 Das deutsche Sanierungsrecht
2.2 Das europäische Sanierungsrecht und seine Umsetzung
3 Das Restrukturierungsverfahren nach StaRUG
3.1 Zielsetzung
3.2 Voraussetzungen
3.2.1 Drohende Zahlungsunfähigkeit
3.2.2 Restrukturierungsplan
3.2.2.1 Inhalt
3.2.2.2 Darstellender Teil
3.2.2.3 Gestaltender Teil
3.3 Ablauf
3.4 Wirkungsweise
3.5 Sanierungsmoderation
3.6 Erkenntnisse aus der Praxis
3.7 Zwischenfazit
4 Das Schutzschirmverfahren nach ESUG
4.1 Zielsetzung
4.2 Voraussetzungen
4.2.1 Drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung
4.2.2 Schutzschirmantrag
4.2.2.1 Eröffnungsantrag
4.2.2.2 Antrag auf Eigenverwaltung
4.2.2.3 Vorlage Insolvenzplan
4.2.2.4 Sanierungsbescheinigung
4.2.2.5 Vorschlag der Person des Sachwalters
4.2.3 Gläubigerausschuss
4.3 Ablauf
4.4 Wirkungsweise
4.5 Erkenntnisse aus der Praxis
4.6 Zwischenfazit
5 Abwägungskriterien für die Unternehmensentscheidung
5.1 Vergleich der Verfahren
5.2 Eskalationsstufen bei Unternehmenskrisen
5.3 Kriterien für die Entscheidung ausgehend von der Krisenphase
6 Schlussfazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, die Unternehmen im Krisenstadium offenstehen, um frühzeitig eine Sanierung einzuleiten und eine drohende Insolvenz idealerweise zu vermeiden. Dabei werden das StaRUG-Verfahren und das Schutzschirmverfahren nach ESUG gegenübergestellt.
Die drohende Zahlungsunfähigkeit
Es muss eine konkret drohende Zahlungsunfähigkeit vorliegen. Dabei handelt es sich um eine Zugangsschranke, die solvente Restrukturierungen ausschließen soll. Nach § 18 Absatz 2 Satz 1 InsO droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn das Unternehmen voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, bestehende Zahlungspflichten zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen. Nach § 18 Absatz 2 Satz 2 InsO ist hier ein Prognosezeitraum von vierundzwanzig Monaten zugrunde zu legen.
Droht die Zahlungsunfähigkeit zu einem früheren Zeitpunkt, folglich innerhalb der kommenden zwölf Monate, befindet sich das Unternehmen terminologisch nach § 19 Absatz 2 Satz 1 InsO in der Überschuldungsphase. Der Zugang zum präventiven Restrukturierungsverfahren ist demnach zwischen dem zwölften und vierundzwanzigsten Monat der prognostizierten Zahlungsunfähigkeit eröffnet.
Ein Eintritt ins Restrukturierungsverfahren kann zwar auch vor dem zwölften Monat erfolgen, jedoch muss der Restrukturierungsplan dann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Überschuldung beseitigen. Die Zahlungsunfähigkeit droht, wenn innerhalb des maßgeblichen Prognosezeitraums die Gegenüberstellung der verfügbaren Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen ergibt, dass das Unternehmen diesen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dies muss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintreten und sich aus einem Liquiditäts- und Finanzplan ergeben.
1 Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Relevanz von Liquidität als zentrale Unternehmensressource und erläutert die Notwendigkeit von präventiven Sanierungsinstrumenten durch exogene Faktoren wie die COVID-19-Pandemie.
2 Rechtliche Einordnung: Dieses Kapitel stellt das deutsche Sanierungs- und Insolvenzrecht in einen rechtlichen Kontext und beleuchtet die Rolle der europäischen Vorgaben.
3 Das Restrukturierungsverfahren nach StaRUG: Hier wird das StaRUG als Gesetz zum Erhalt von Unternehmen und zur Vermeidung von Insolvenzen detailliert analysiert, inklusive seiner Voraussetzungen, Abläufe und praktischen Anwendung.
4 Das Schutzschirmverfahren nach ESUG: Dieses Kapitel behandelt das Schutzschirmverfahren als integrativen Bestandteil der Insolvenzordnung, wobei Schwerpunkte auf den Zugangsvoraussetzungen und der Rolle der Eigenverwaltung liegen.
5 Abwägungskriterien für die Unternehmensentscheidung: Hier werden die besprochenen Verfahren direkt gegenübergestellt und Entscheidungshilfen für verschiedene Phasen der Unternehmenskrise erarbeitet.
6 Schlussfazit: Das Fazit fasst die Eignung beider Verfahren zusammen und betont die Bedeutung eines funktionierenden Frühwarnsystems für den Unternehmenserfolg.
Sanierungsrecht, Restrukturierung, StaRUG, Schutzschirmverfahren, ESUG, Eigenverwaltung, Liquiditätsengpass, Zahlungsunfähigkeit, Insolvenzplan, Frühwarnsystem, Sanierungsmoderation, Unternehmenskrise, Sanierungsinstrumente, Gläubiger, Masseverbindlichkeiten
Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Möglichkeiten der Unternehmenssanierung im Krisenstadium, speziell durch das StaRUG-Verfahren und das Schutzschirmverfahren.
Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für den Zugang zu vorinsolvenzlichen Verfahren, die Erstellung sowie der Inhalt von Restrukturierungs- und Insolvenzplänen sowie die Haftung der Geschäftsleitung.
Das Ziel ist, Kriterien für die Auswahl des jeweils passenden Sanierungsverfahrens abhängig von der Art der Krise und der Unternehmensstruktur herauszuarbeiten.
Die Autorin oder der Autor verwendet eine rechtswissenschaftliche Analyse gestützt durch aktuelle Fachliteratur sowie die Auswertung von Praxisfällen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des StaRUG, des Schutzschirmverfahrens und einen abschließenden Rechtsvergleich beider Instrumente.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sanierungsrecht, StaRUG, Schutzschirmverfahren, Eigenverwaltung und Unternehmenskrise beschreiben.
Ein Frühwarnsystem ist essenziell, um Krisen so frühzeitig zu erkennen, dass die gesetzlichen Sanierungsinstrumente überhaupt noch erfolgreich zur Anwendung kommen können.
Die Sanierungsmoderation fungiert als eine freiwillige, vorgelagerte Option zum Restrukturierungsplan, um zwischen Schuldnern und Gläubigern zu konsensualen Lösungen außerhalb der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Ja, während das StaRUG Diskretion bietet, ermöglicht das Schutzschirmverfahren den Ausstieg aus ungünstigen Verträgen, bringt aber durch das Insolvenzstigma eigene Risiken mit sich.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

