Bachelorarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagenteil
2.1 Innovation
2.1.1 Definition
2.1.2 Innovationsarten
2.1.3 Innovationsprozess
2.1.4 Unternehmerische Bedeutung
2.2 Unternehmenskultur
2.2.1 Definition
2.2.2 Das „Competing Values Framework“
2.3 Forschungsfrage
3. Ergebnisse aus Metastudien
3.1 Hartnell, Ou und Kinicki (2011)
3.2 Büschgens, Bausch und Balkin (2013)
4. Ergebnisse aus quantitativen Studien
4.1 Ernst (2003)
4.2 Naranjo-Valencia, Jimenez-Jimenez und Sanz-Valle (2016)
5. Zusammenführung der Meta- und quantitativen Studien
6. Interpretation der Ergebnisse
6.1 Grundsätzlich innovationsfördernde Kulturelemente
6.2 Grundsätzlich innovationshemmende Kulturelemente
7. Zusammenfassung
8. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss verschiedener Unternehmenskulturen, klassifiziert nach dem "Competing Values Framework" (CVF), auf das Innovationspotenzial von Unternehmen. Das Hauptziel besteht darin, zu klären, welcher Kulturtyp Innovationen am effektivsten fördert und welche Kulturelemente dabei eine zentrale Rolle spielen.
2.2.2 Das „Competing Values Framework“
Ein häufig in der Literatur verwendetes Modell zur Beschreibung der Unternehmenskultur ist das auf den Arbeiten von QUINN/ROHRBAUGH (1983), den Weiterentwicklungen von QUINN (1988) sowie CAMERON/FREEMAN (1991) basierende „Competing Values Framework“ (CVF) (vgl. Hauschildt et al. 2016, S. 103; Ernst 2003, S. 28).
Dieses Modell charakterisiert organisationale Wertesysteme mithilfe von zwei Wertdimensionen, mit jeweils gegensätzlichen Ausprägungen (vgl. hierzu und zum Folgenden Abb. 1, S. 13). Die vertikale Achse bildet das Kontinuum zwischen organischen und mechanistischen Prozessen ab. Das dazugehörige Wertepaar unterscheidet zwischen Betonung auf Flexibilität vs. Kontrolle. Die horizontale Achse differenziert zwischen interner vs. externer Orientierung. Hier zeigt sich, ob ein Unternehmen eher auf interne Erhaltung, geregelte Abläufe und Integration, als auf externe Positionierung mit dem Hauptaugenmerk auf Wettbewerb und Differenzierung Wert legt (Quinn/Rohrbaugh 1983, S. 367).
Im Einzelnen lassen sich vier Typen von Unternehmenskultur ableiten: Hierarchie-, Clan-, Adhocracy- und Markt-Kultur (vgl. Abb. 1).
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung von Innovationen für das wirtschaftliche Überleben und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen Unternehmenskultur und Innovationspotenzial.
2. Grundlagenteil: Hier werden zentrale Begriffe definiert, das "Competing Values Framework" als Analyseraster vorgestellt und die unternehmerische Bedeutung von Innovation erläutert.
3. Ergebnisse aus Metastudien: In diesem Kapitel werden zwei ausgewählte Metastudien präsentiert, die den Zusammenhang zwischen verschiedenen Unternehmenskulturen und Innovationen auf einer breiten Datengrundlage untersuchen.
4. Ergebnisse aus quantitativen Studien: Hier stehen zwei quantitative Studien im Fokus, die spezifisch den Einfluss der Unternehmenskultur auf den Innovationserfolg beziehungsweise radikale Produktinnovationen analysieren.
5. Zusammenführung der Meta- und quantitativen Studien: Dieses Kapitel vergleicht die Ergebnisse der zuvor vorgestellten Studien und deckt Konsistenzen sowie Diskrepanzen in den Befunden auf.
6. Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, um explizit innovationsfördernde und -hemmende Elemente innerhalb der verschiedenen Unternehmenskulturen abzuleiten.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst hier die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt die Tendenz dar, dass keine einzelne Unternehmenskultur universell zum größten Erfolg führt.
8. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert, dass die Wahl der Unternehmenskultur je nach Innovationsziel (radikal vs. inkrementell) strategisch angepasst werden sollte.
Unternehmenskultur, Innovation, Innovationspotenzial, Competing Values Framework, Adhocracy-Kultur, Markt-Kultur, Clan-Kultur, Hierarchie-Kultur, Radikale Innovation, Inkrementelle Innovation, Innovationskultur, Organisationskultur, Innovationserfolg, Marktorientierung, Unternehmensführung.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Unternehmenskultur auf das Innovationspotenzial eines Unternehmens hat und welche spezifischen kulturellen Merkmale Innovationen fördern oder hemmen.
Zentrale Felder sind die Definition von Innovation und Unternehmenskultur, die Anwendung des "Competing Values Framework" (CVF) sowie die kritische Auswertung verschiedener Meta- und quantitativer Studien.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Welche Unternehmenskultur führt zum größten Innovationspotenzial?"
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse sowie Zusammenführung von Meta- und quantitativen Studien renommierter Autoren, um evidenzbasierte Schlussfolgerungen zu ziehen.
Der Hauptteil evaluiert das CVF, stellt vier kulturwissenschaftliche Studien vor und führt deren Ergebnisse zusammen, um daraus förderliche und hemmende kulturelle Elemente für den Innovationsprozess herauszuarbeiten.
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskultur, Innovation, Competing Values Framework, Adhocracy-Kultur, Markt-Kultur sowie die Unterscheidung zwischen radikalen und inkrementellen Innovationen.
Obwohl sie theoretisch oft als innovationsfördernd gilt, zeigen die empirischen Ergebnisse, dass auch die Markt-Kultur sehr erfolgreich sein kann, insbesondere bei der Umsetzung von Innovationen und Effizienzstreben.
Radikale Innovationen benötigen aufgrund ihrer Komplexität und Unsicherheit eher adhokratische Elemente, während inkrementelle Innovationen durch strukturierte Markt-Kulturen effizienter vorangetrieben werden können.
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