Bachelorarbeit, 2022
50 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Autismus-Spektrum
2.1 Klassifikation und Symptomatik
2.2 Epidemiologie
2.3 Komorbidität
2.4 Ätiologie
3 Teilhabe an Bildung
3.1 Rechtliche Grundlagen
3.2 Begriffsabgrenzung
4 Schüler*innen im Autismus-Spektrum
4.1 Stärken und Schwierigkeiten im schulischen Alltag
4.2 Rahmenbedingungen für die Teilhabe an Bildung
4.2.1 Entwicklung einer adäquaten pädagogischen Haltung
4.2.2 Kooperation aller am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten
4.2.3 Bildungs-, Erziehungs- und Förderangebote
4.2.4 Strukturell-organisatorische Erfordernisse
4.2.5 Vorbereitung auf Beruf und nachschulisches Leben
4.2.6 Bildungs- und sozialpolitische Perspektive
4.3 Unterstützungsmöglichkeiten
4.3.1 Schulassistenz
4.3.2 Schulsozialarbeit
4.3.3 Evidenzbasierte Fördermethoden
5 Der TEACCH-Ansatz
5.1 Begriffsabgrenzung
5.2 TEACCH-Philosophie
5.3 Structured TEACCHing
5.3.1 Raum
5.3.2 Zeit
5.3.3 Arbeitssystem
5.3.4 Aufgaben und Tätigkeiten
5.4 Evidenzbasierung
5.5 Der TEACCH-Ansatz in der Schule
5.5.1 Möglichkeiten
5.5.2 Hemmnisse
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes zur Förderung der Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Methode des Structured TEACCHing im schulischen Kontext sowie auf den notwendigen pädagogischen Rahmenbedingungen.
4.1 Stärken und Schwierigkeiten im schulischen Alltag
Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Diese stellt für viele Schüler*innen im Autismus-Spektrum eine spezielle Herausforderung dar (vgl. Girsberger 2021: 144). Durch die „Besonderheiten in der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung“ (Schmidt; Fischle & Kron 2018: 11) haben Schüler*innen aus dem Autismus-Spektrum einerseits Stärken in der Schule, welche jedoch durch den vorherrschenden defizitorientierten Blick auf das Autismus-Spektrum wenig Beachtung geschenkt wird. Dahingehend werden schulische Schwierigkeiten von Menschen im Autismus-Spektrum breit in der Literatur diskutiert. Dabei ist darauf zu verweisen, dass schulische Schwierigkeiten in Wechselwirkung zwischen Umweltfaktoren und persönlichen Faktoren entstehen (vgl. Theunissen 2021: 21). Stärken und Schwierigkeiten zeigen sich in verschiedenen schulischen Situationen (z. B. beim Lernen oder in der sozialen Interaktion) und sind individuell abhängig von der Person im autistischen Spektrum und den gegebenen schulischen Rahmenbedingungen.
Stärken
Georg Theunissen (vgl. 2013) verweist auf die Stärken, die Menschen im Autismus-Spektrum sich selbst zuschreiben. Diese liegen in den Bereichen „Zuverlässigkeit, Loyalität, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Durchhaltevermögen, Genauigkeit, logisches Denken, Spezialwissen, Kreativität oder außergewöhnliche Wahrnehmungsleistungen“ (ebd.). Im sozialen Bereich wird der oft direkte und gradlinige Umgang mit Gleichaltrigen positiv hervorgehoben. Außerdem werden verstandene Regeln von Lernenden aus dem Autismus-Spektrum oft akzeptiert und gut eingehalten. Wenn die Lernumgebung auf die Person im Autismus-Spektrum angepasst ist, können sie sehr ausdauernd und sorgfältig arbeiten. Schüler*innen aus dem autistischen Spektrum weisen häufig spezielle Kenntnisse und Talente auf (z. B. ein sehr gutes visuelles Gedächtnis, Merkfähigkeit oder Detailwahrnehmung), welche in speziellen Bereichen zu schnellen Resultaten führen. Die starke Beschäftigung mit spezifischen Interessen führt dazu, dass sie in diesen Gebieten ein großes Wissen erwerben und sehr kompetent sind (Schmidt; Fischle & Kron 2018: 13).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen autistischer Schüler im Schulalltag anhand konkreter Beispiele und definiert das Ziel der Arbeit, den TEACCH-Ansatz als Methode zur Bildungs-Teilhabe zu untersuchen.
2 Autismus-Spektrum: Dieses Kapitel erläutert die klinische Klassifikation, Epidemiologie und Ätiologie des Autismus-Spektrums unter Berücksichtigung moderner Klassifikationssysteme wie DSM-5 und ICD-11.
3 Teilhabe an Bildung: Hier werden die rechtlichen Verankerungen der Teilhabe an Bildung und der Inklusionsbegriff im Kontext der UN-BRK und des SGB IX und VIII dargelegt.
4 Schüler*innen im Autismus-Spektrum: Das Kapitel analysiert die spezifischen Stärken und Schwierigkeiten im Schulalltag und diskutiert notwendige Rahmenbedingungen sowie Unterstützungsformen wie Schulassistenz und Schulsozialarbeit.
5 Der TEACCH-Ansatz: Der Abschnitt bietet einen tiefen Einblick in die Philosophie und die Methode des Structured TEACCHing sowie eine Diskussion zu Evidenz, Möglichkeiten und Hemmnissen bei der schulischen Umsetzung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet den TEACCH-Ansatz als vielversprechende, wenn auch an Rahmenbedingungen geknüpfte Möglichkeit zur Förderung autistischer Schüler.
7 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Fachliteratur und Quellen.
Autismus-Spektrum, TEACCH-Ansatz, Structured TEACCHing, inklusive Bildung, Teilhabe, Schulassistenz, Schulsozialarbeit, sonderpädagogische Förderung, Wahrnehmungsbesonderheiten, soziale Integration, evidenzbasierte Methoden, Schulerfolg, Autismus-Spektrum-Störung, pädagogische Haltung, Inklusion.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des TEACCH-Ansatzes auseinander, um autistischen Schülern eine diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung in Schulen zu ermöglichen.
Die Arbeit behandelt die Symptomatik des Autismus-Spektrums, rechtliche Rahmenbedingungen zur Teilhabe, schulische Anforderungen sowie die praktische Bedeutung des TEACCH-Ansatzes (insb. Structured TEACCHing).
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Chancen und Hindernisse sich bei der Anwendung des TEACCH-Ansatzes für die Bildungs-Teilhabe von Schülern im Autismus-Spektrum ergeben.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Erkenntnisse aus Fachpublikationen, Forschungsprojekten und Leitlinien systematisch zusammenführt und diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Autismus-Spektrum, eine Klärung der Rechtslage, eine Betrachtung der schulischen Alltagsprobleme und eine detaillierte Erläuterung der TEACCH-Methode.
Die wichtigsten Begriffe sind Autismus-Spektrum, TEACCH, schulische Inklusion, Teilhabe, Structured TEACCHing sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch Schulassistenz und Schulsozialarbeit.
Das TEACCH-Programm nutzt den Begriff „Kultur des Autismus“, um zu verdeutlichen, dass autistische Menschen die Welt anders erleben, was Lehrkräfte dazu anregen soll, Orientierungshilfen statt nur defizitorientierte Korrekturen anzubieten.
Da der Unterstützungsbedarf im Autismus-Spektrum extrem variiert, ist eine passgenaue, individuelle Feststellung der Fähigkeiten und Entwicklungsansätze als Basis für jede erfolgreiche Förderplanung unabdingbar.
Obwohl er verhaltenstherapeutische Wurzeln hat, unterscheidet sich der TEACCH-Ansatz durch seinen ganzheitlichen, entwicklungsorientierten Ansatz, der stark auf Strukturierung und die Anpassung der Umwelt an das Kind setzt.
Herausforderungen ergeben sich oft aus fehlendem Wissen des Lehrpersonals, einer mangelnden Schulkultur, die nicht geschlossen hinter dem Konzept steht, sowie der Notwendigkeit hoher zeitlicher und räumlicher Ressourcen.
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