Magisterarbeit, 2008
132 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Thema und Fragestellung
1.2 Der Aufbau der Arbeit
1.3 Quellenlage
1.4 Eigene Forschung
1.5 Verständnis von Musik und Terminologien
2. Die Entstehung Populärer Musik in Ghana
2.1 Die Entstehung der populären Musik Highlife
2.1.1 Die Entstehung des Brassband-Highlife
2.1.2 Die Entstehung der Palmwine-Gitarren-Bands
2.1.3 Die Entstehung der Tanzkapellen
2.1.4 Die Entwicklungen nach dem Ende des 2. Weltkrieges
2.1.5 Die Krise des Highlife
2.2 Die Entstehung der Populären Musik Hiplife
2.2.1 US-HipHop als Modell für die Internationalisierung
2.2.2 HipHop in Ghana – Hiplife
2.3 Zusammenfassung
3. Populäre Musik als Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungsprozesse
3.1 Social commentaries in der ghanaischen Musik
3.2 Social commentaries in der Populären Musik Highlife
3.2.1 Die Entwicklungen bis zur Einführung der indirect rule 1925
3.2.1.1 Die Antikoloniale Einstellung in Highlife-Songs am Beispiel Akpeteshie
3.2.2 Von der indirect rule bis zu Unabhängigkeit 1957
3.2.2.1 Das Nationalgefühl im Highlife
3.2.3 Die Ära Kwame Nkrumah (1957 – 1966)
3.2.3.1 Der politische Stimmungswechsel während der Nkrumah-Ära im Highlife
3.2.4 Die Zeit der Militärputsche (1966 – 1981)
3.2.4.1 Die politische Instabilität im Highife am Beispiel Nana Kwame Ampadu
3.2.5 Die Ära J.J. Rawlings (1981 – 2000)
3.2.5.1 J.J. Rawlings im Highlife
3.2.6 Modernisierungsprozesse nach dem Ende des 2. Weltkrieges
3.2.6.1 Das Spannungsverhältnis von „alter“ und „neuer“ Lebenssituation im Highlife
3.3 Social commentaries in der Populären Musik Hiplife
3.3.1 Die Themen und das Selbstverständnis der Hiplife - Künstler
3.3.2 Der politische Machtwechsel 2001 - von der NDC zur NPP
3.3.2.1 Der politische Machtwechsel 2001 im Hiplife – Freedom of Speech
3.3.3 Politische, ökonomische und soziale Entwicklungen in Ghana unter der NPP-Regierung
3.3.3.1 Die Politik der NPP, soziale Stratifikation und Korruption im Hiplife
3.3.4 Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Auswirkungen in Ghana
3.3.4.1 Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Thematisierung im Hiplife
3.4 Zusammenfassung
4. Resümee
5. Bibliographie
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Populären Musik Ghanas als Medium zur Reflexion und zum Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungsprozesse. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Musikstile Highlife und Hiplife politisch, ökonomisch und sozial motivierte Kommentare im ghanaischen Kontext verarbeiten und welche Rolle sie bei der Bildung kollektiver Identitäten im Zeitraum vom Zweiten Weltkrieg bis 2007 spielen.
2.1 Die Entstehung der populären Musik Highlife
Die Ausführungen zur Populären Musik haben deutlich gemacht, dass das „Populäre“ das synkretische Produkt der Interaktion verschiedener musikalischer Systeme ist, welches sich durch eine Eigenständigkeit und qualitative Neuartigkeit auszeichnet. Highlife in Ghana stellt solch ein synkretisches Produkt dar. Es entstand durch die Fusion von ghanaischer Musik und europäischen, amerikanischen und islamischen Fremdeinflüssen nach dem Zweiten Weltkrieg. Parallelen zu anderen musikalischen Fusionen, wie Ragtime, Jazz, Samba, Blues, Calypso, Swing, Rhythm and Blues, Soul und Reggae, die außerhalb des afrikanischen Kulturkreises entstanden, sind ebenfalls im Highlife erkennbar.
Der Highlife der Gegenwart ist demnach kein eigenständiges homogenes Musikgenre, sondern vielmehr eine terminologische Umklammerung einer sehr heterogenen Musiklandschaft. Diese formiert sich laut Collins aus Musikarten, die unter dem Einfluss westlicher Popmusik entstanden, deren Wurzeln aber auch gleichzeitig auf dem Afrikanischen Kontinent zu finden sind.
Auch Coplan deutet die „rubric highlife“ als „musical pidgin“ und deren ständiger „process of hybridization“ als Antwort auf immer wieder neue Situationen. Diese neuen Situationen gestalten sich sozial und politisch aber auch innerhalb einer bestimmten Region sehr unterschiedlich, so dass sich folglich die musikalische Konsequenz durch eine große Heterogenität auszeichnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Gegenstand der Arbeit, erläutert die methodische Herangehensweise und stellt die These auf, dass populäre Musik in Ghana als Spiegel gesellschaftlicher Prozesse dient.
2. Die Entstehung Populärer Musik in Ghana: Dieses Kapitel zeichnet die musikhistorischen Ursprünge von Highlife und Hiplife nach und zeigt auf, wie diese Stile durch Hybridisierungsprozesse aus lokalen und fremden Einflüssen entstanden sind.
3. Populäre Musik als Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungsprozesse: Der Hauptteil analysiert, wie Musiker in ihren Texten als soziale Kommentatoren auftreten und auf politische, ökonomische sowie soziale Krisen und Umbrüche im Land reagieren.
4. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die These, dass Musik ein essenzielles Medium zur Reflexion und Dokumentation ghanaischer Zeitgeschichte darstellt.
5. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Highlife, Hiplife, Ghana, Social Commentaries, Musikethnologie, Postkolonialismus, Globalisierung, Urbanisierung, Hybridisierung, Kulturkontakt, politische Partizipation, Identitätsbildung, Musikgeschichte, Musiksoziologie, Oralität.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Musikstile Highlife und Hiplife in Ghana gesellschaftliche Veränderungsprozesse seit dem Zweiten Weltkrieg dokumentieren und kommentieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf der musikalischen Geschichte Ghanas, dem sozialen Wandel durch Urbanisierung, der Bedeutung politischer Krisen und der Aneignung globaler Popkulturformen.
Das Ziel ist der Nachweis, dass ghanaische Musik als "social commentator" fungiert und somit als Informationsquelle für Historiker und Sozialwissenschaftler dienen kann.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Perspektive, der Analyse von Musiktexten sowie auf qualitativen Interviews mit ghanaischen Künstlern und Musikproduzenten.
Der Hauptteil analysiert die textliche Gestaltung der Musik in Bezug auf konkrete historische Ereignisse wie die Kolonialherrschaft, verschiedene Militärputsche, die Regierungszeiten von Nkrumah und Rawlings sowie moderne soziale Probleme.
Wichtige Begriffe sind Highlife, Hiplife, soziale Veränderung, kulturelle Hybridität, politische Satire, Identität und die Rolle der Musik als Ausdrucksmedium des "einfachen Mannes".
Während Highlife-Texte eher deskriptiv und warnend wirken, sind Hiplife-Texte oft offensiver, direkter und gehen stärker auf individuelle Erfahrungen sowie konkrete politische Missstände ein.
Sprache (insbesondere Twi) dient sowohl der kulturellen Identitätsbildung als auch dem Nationbuilding, wobei die Wahl der Sprache oft eine strategische Entscheidung zwischen lokaler Verbundenheit und globaler Reichweite darstellt.
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