Bachelorarbeit, 2007
48 Seiten, Note: 2.0
I. Einleitung
II. Das Autonomiestatut 2006
1. Basis der Forderungen – Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft
2. Reformprozess
3. Änderungen im Vergleich zum Statut 1979
3.1. Symbole und katalanisches Selbstverständnis
3.2. Die katalanische Sprache
3.3. Kompetenzen
3.4. Finanzierung
3.5. Rechte und Pflichte der Katalanen und Leitprinzipien der öffentlichen Politik
3.6. Zwischenfazit: Mehr Autonomie?
III. Ausschlaggebende Faktoren für den Erfolg der Reform
1. Der Machtwechsel in Barcelona 2003
1.1. Die Rolle der Oppositionsparteien CiU und PP
1.2. Die Rolle des Tripartit: PSC, ERC und ICV-EUiA
1.3. Zwischenfazit: Auswirkungen des Machtwechsels in Barcelona
2. Der Machtwechsel in Madrid 2004
2.1. Die Ära Aznar
2.2. Die PSOE-Regierung unter Zapatero
2.3. Zwischenfazit: Auswirkungen des Machtwechsels in Madrid
3. Das Zünglein an der Waage - Die Macht der katalanischen Regionalparteien in Minderheitenregierungen
4. Des Volkes Wille?
IV. Fazit
Die Arbeit untersucht die Gründe für die erfolgreiche Reform des katalanischen Autonomiestatuts im Jahr 2006. Dabei wird analysiert, wie sich politische Machtverhältnisse auf regionaler und zentralstaatlicher Ebene, die Rolle von Minderheitenregierungen sowie die öffentliche Meinung in Katalonien auf diesen langwierigen Reformprozess auswirkten.
I. Einleitung
CATALONIA IS NOT SPAIN – So lautet der Slogan einer Kampagne der Vereinigung Joventut Nacionalista de Catalunya (JNC)1, welche auf die Sensibilisierung von Touristen und Nicht-Katalanen für die Forderungen katalanischer Nationalisten nach Anerkennung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheit Kataloniens abzielt. Der Slogan ist auf Häuserwänden, T-Shirts und auf Transparenten im Fußballstadion und bei kulturellen Veranstaltungen allgegenwärtig und drückt schon in der Wahl der englischen Sprache die Situation Kataloniens gut aus. Das eigentlich bevorzugte Katalanische kann nicht benutzt werden, da nur wenige Touristen, die die Zielgruppe der Kampagne bilden, katalanisch sprechen; das Spanische hingegen kann aus Prinzip nicht verwendet werden. So wird „der Prospekt [der JNC] für Touristen zwar in englischer und französischer Übersetzung verteilt, aber nicht auf Spanisch.“2 Das Titelbild zeigt eine wichtige Quelle des katalanischen Nationalstolzes, die castellers (Menschentürme), die die Höhe eines vierstöckigen Gebäudes erreichen können.
Nach dem erfolgreichen und friedlichen Übergang von der Diktatur General Francos zur Demokratie 1975 - 1978 stellen die Autonomiebestrebungen einiger Landesteile Spaniens, vor allem die des Baskenlandes und Katalonien, in der spanischen Innenpolitik das prekärste, noch zu lösende Problem dar.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der katalanischen Autonomiebestrebungen und die Bedeutung der Reform des Autonomiestatuts von 2006.
II. Das Autonomiestatut 2006: Darstellung der historischen Grundlagen, des Reformverlaufs und der inhaltlichen Neuerungen, wie Sprache, Kompetenzen und Finanzierung.
III. Ausschlaggebende Faktoren für den Erfolg der Reform: Untersuchung der politischen Machtwechsel in Barcelona und Madrid sowie der Rolle regionaler Parteien und der öffentlichen Meinung.
IV. Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Faktoren, die zur erfolgreichen Durchsetzung der Reform beigetragen haben.
Katalonien, Autonomiestatut 2006, Spanien, politische Dezentralisierung, Minderheitenregierung, PSC, CiU, PP, PSOE, Zapatero, Autonomiebestrebungen, Generalitat, Nationalismus, Kompetenzverteilung, Referendum.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der erfolgreichen Reform des katalanischen Autonomiestatuts im Jahr 2006 und den politischen Rahmenbedingungen, die diesen Prozess ermöglicht haben.
Die zentralen Themen sind die Geschichte der katalanischen Autonomie, der rechtliche und politische Reformprozess des Statuts sowie die Analyse der Machtverhältnisse auf nationaler und regionaler Ebene.
Das Ziel ist es, zu ergründen, warum die Änderung des Autonomiestatuts gerade im Jahr 2006 erfolgreich war, nachdem vorangegangene Reformbestrebungen jahrelang stagnierten.
Es wurde eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Gesetzestexten, Umfragedaten, Wahlergebnissen sowie einer fundierten Auswertung zeitgenössischer spanischer und deutscher Presseberichte durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die detaillierten Änderungen des Statuts von 2006, den Einfluss des Machtwechsels in Katalonien (2003) und Spanien (2004) sowie die Rolle der katalanischen Parteien als Zünglein an der Waage.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autonomie, Regionalpolitik, Minderheitenregierung, Parlamentarismus und nationale Identität charakterisiert.
Der Regierungswechsel von der konservativen Ära Aznar zur PSOE-Regierung unter Zapatero war maßgeblich, da Zapatero eine offenere Haltung gegenüber den Autonomiebestrebungen der Regionen einnahm.
Die Abhängigkeit der spanischen Regierung von der Unterstützung kleinerer regionalistischer Parteien im Congreso ermöglichte es diesen, ihre Forderungen nach mehr Autonomie erfolgreich in das Reformpaket einzubringen.
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