Magisterarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Der Wohlfahrtsstaat
1.1. Begriffsbestimmungen des Wohlfahrts- und Sozialstaates und der sozialen Sicherung
1.1.1. Was macht den Staat zum Wohlfahrtsstaat?
1.1.2. Gegenüberstellung: Sozialstaat vs. Wohlfahrtsstaat
1.1.3. Das System der Sozialen Sicherung im Wohlfahrtsstaat
1.2. Funktion der Sozialpolitik: Instrument für die Wirtschaft
1.3. Zur Genese der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit im Wohlfahrtsstaat
1.4. Wohlfahrtsstaatsmodelle der westlichen Industrieländer
1.4.1. Vergleichende Analyse wohlfahrtsstaatlicher Richtlinien, Prinzipien und Schwerpunkte
1.5. Sicherungsziele und Prinzipien der Wohlfahrtsstaatlichkeit
1.6. Die Herausforderungen des Wohlfahrtsstaates
2. Die Grundrisse des politischen Systems in Kanada
2.1. Föderalismus: Kanada versus Deutschland
2.1.1. Reformfähigkeit des föderativen Staatssystems
2.1.2. Institutionelle Merkmale des interstaatlichen Föderalismus in Kanada
2.1.3. Organisationen und Systemkonstellationen von Parteien im kanadischen Föderalismus
2.1.4. Reformen der kanadischen Wohlfahrtsstaatspolitik
2.1.5. Zur Genese des kanadischen Wohlfahrtsstaates
2.1.5.1. Konsolidierungsmaßnahmen
2.1.5.2. Neue Wege in der kanadischen Familienpolitik
Exkurs A: Herausforderungen der kanadischen Familienpolitik
2.1.6. Fazit
Exkurs B: Begriffsbestimmung von Risikofaktoren und Familie
3. Therapeutischen Familienintervention für „multi-risk“ Familien in Kanada
3.1. Spezifische Familienerziehungsprogramme
3.2. Hanen Groups: You Make The Difference Programm
3.2.1. Die Methodik des 3A Wegs
3.2.2. Das Konzept der Systematischen Elternberatung
3.2.3. Das Konzept des Video-(Home)-Trainings
3.3. Das Strengthening Families Programm
3.3.1. Das Konzept des Behavioralen Elterntrainings
3.3.2. Das Konzentrationstrainingsprogramm (KTP) nach Ettrich
4. Schlusswort
Diese Magisterarbeit analysiert den Wohlfahrtsstaat und die Sozialpolitik in Kanada, insbesondere mit Blick auf die Unterstützung von Risikofamilien. Es wird untersucht, wie sozialpolitische Maßnahmen und pädagogische Programme dazu beitragen können, Armut zu verringern und Chancengleichheit für Kinder zu fördern.
3.3.1. Das Konzept des Behavioralen Elterntrainings
Das Behaviorale Elterntraining ist ein therapeutisches Kernelement des Strengthening Families Programm. Es arbeitet gezielt an familiären Erziehungspraktiken und wird als eine Form therapeutischer Familienintervention erfolgreich bei Risikofamilien in kanadischen Kommunen und Städten angewandt. Mit dem Ziel, konkrete Verhaltensauffälligkeiten der Risikokinder positiv zu vermindern, werden die Eltern dazu angeleitet, ihr Erziehungsverhalten auf der Basis verhaltenstherapeutischer Strategien entsprechend zu modifizieren. Dabei werden behaviorale Grundprinzipien angewandt und den Eltern vermittelt. Zudem wurden diese Ansätze vorwiegend für die Ergänzung der ambulanten Behandlung von Kindern entwickelt, um deren Verhaltensfortschritte durch gezielte Interventionen im Elternhaus zu stabilisieren. Nach Döpfner et al., (1997) sind folgende Komponenten für ausgearbeitete Therapiekonzepte für Eltern und Kinder enthalten (vgl. Adler, 2001):
a) Zum ersten findet gemeinsam mit den Eltern eine Definition der Verhaltensprobleme des Kindes in der Familie statt, die durch die Behandlung vermindert werden sollen. Diese Vorgehensweise enthält neben der Beschreibung des Problemverhaltens auch eine grobe Erfassung der Häufigkeit des Problems und der Belastung, die das Problem für die Eltern bzw. die Familie darstellt.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und sozialem Schutz in Kanada sowie die Notwendigkeit, unterprivilegierten Familien durch gezielte Programme zu helfen.
1. Der Wohlfahrtsstaat: Dieses Kapitel definiert wesentliche Begriffe wie Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat und erläutert deren Funktion als Instrumente für die Wirtschaft und die Soziale Arbeit.
2. Die Grundrisse des politischen Systems in Kanada: Hier wird das kanadische föderative System mit dem deutschen verglichen und die Genese des kanadischen Wohlfahrtsstaates analysiert.
3. Therapeutischen Familienintervention für „multi-risk“ Familien in Kanada: Das Kapitel stellt verschiedene Programme zur Unterstützung von Risikofamilien vor, darunter das Hanen-Programm und das Strengthening Families Programm.
4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung einer starken Wirtschaft für soziale Ziele und betont die Notwendigkeit proaktiver Sozialpolitik in Kanada.
Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Kanada, Föderalismus, Risikofamilien, Kinderarmut, Soziale Arbeit, Familienerziehung, Strengthening Families Programm, Hanen Groups, Prävention, Chancengleichheit, Sozialpädagogik, Familienpolitik, Interventionsprogramme.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen staatlicher Sozialpolitik und sozialpädagogischer Unterstützung für Risikofamilien im Kontext des kanadischen föderalen Systems.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wohlfahrtsstaatstheorie, dem Vergleich des kanadischen und deutschen Föderalismus sowie der Analyse spezifischer familienpädagogischer Interventionsprogramme.
Das Ziel ist es, den Beitrag sozialpolitisch initiierter Programme zur Armutsbekämpfung und zur Förderung von Chancengleichheit für Kinder in Kanada kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse des Wohlfahrtsstaates sowie die Auswertung von Daten zu verschiedenen familienpolitischen Programmen und deren Effektivität.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen des Wohlfahrtsstaates als auch das kanadische politische System und konkrete Trainingsprogramme für Familien detailliert dargestellt.
Wohlfahrtsstaat, Kanada, Risikofamilien, Sozialpolitik, Föderalismus und Prävention sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.
Es dient als ein in Kanada als mustergültig anerkanntes Modell zur therapeutischen Familienintervention, um die Dynamik innerhalb von Familien zu verbessern und Risiken für Kinder und Jugendliche zu verringern.
Der kanadische Föderalismus wird als flexibler und innovationsfähiger beschrieben, da er den Provinzen mehr Autonomie und die Möglichkeit zu asymmetrischen Lösungen bei der Umsetzung von Sozialprogrammen einräumt.
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