Bachelorarbeit, 2022
85 Seiten, Note: 2,3
1 Kapitel: Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Relevanz der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Kapitel: Theoretische Grundlagen
2.1 Die COVID-19-Pandemie
2.1.1 Grundlagen und Entstehung
2.1.2 Grundimmunisierung durch Impfung
2.1.3 Maßnahmen des Bundes zur Eindämmung von COVID-19
2.2 Wohlbefinden
2.2.1 Wohlbefinden und Gesundheit
2.2.2 Definition Wohlbefinden und begriffliche Abgrenzungen
2.2.3 Habituelles und aktuelles Wohlbefinden
2.2.3.1 Definition habituelles Wohlbefinden nach Becker
2.2.3.2 Physisches Wohlbefinden
2.2.3.3 Psychisches Wohlbefinden
2.2.3.4 Soziales Wohlbefinden
2.2.4 Habituelles Wohlbefinden und Umwelt
2.2.5 Habituelles Wohlbefinden und Persönlichkeit
2.2.6 Subjektives Wohlbefinden nach Schlicht und Brand (2007)
2.2.7 Subjektives Wohlbefinden im Vier Faktoren Modell nach Mayring (1987)
2.3 Aktueller Forschungsstand zu COVID-19 und Wohlbefinden
2.4 Überblick über die eigene Studie
2.5 Forschungsfrage aus Theorie ableiten
3 Kapitel: Methodik
3.1 Versuchsablauf
3.2 Vorgehen bei der Auswertung
3.3 Versuchsmaterial
4 Kapitel: Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.2 Vorbereitende Datenanalyse
4.3 Deskriptive Befunde
4.3.1 FAHW-12
4.3.2 FAHW
4.4 Prüfung der Untersuchungshypothese
4.4.1 FAHW-12
4.4.2 FAHW
4.5 Explorative Befunde/ Weiterführende Analysen
4.5.1 FAHW-12
4.5.2 FAHW
4.5.3 Weiterführende Analysen für den FAHW
5 Kapitel: Diskussion und Reflexion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion des Vorgehens und der wissenschaftlichen Gütekriterien
5.3 Handlungsempfehlungen und Forschungsbedarf
6 Kapitel: Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob sich das habituelle Wohlbefinden von vollständig gegen COVID-19 geimpften bzw. genesenen Personen von jenem Personen unterscheidet, die weder als geimpft noch als genesen gelten. Im Fokus steht die Fragestellung, ob die pandemiebedingten Einschränkungen und die ungleiche Verteilung der gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten während der vierten Welle 2022 zu messbaren Differenzen im habituellen Wohlbefinden führen und in welchen Dimensionen (physisch, psychisch, sozial) sich diese gegebenenfalls manifestieren.
1.1 Problemstellung der Arbeit
„Das Streben nach Glück und Wohlbefinden ist von zentraler Bedeutung im Leben eines Menschen; jeder Mensch möchte gern möglichst umfassend und möglichst immer glücklich sein und sich wohlfühlen.“ (Becker, 1991b, S.9).
Auf diesem Konstrukt bauen zahlreiche Selbsthilfe-Programme, Marketingstrategien und Buchtitel auf. Doch wie verhält sich dieses Streben in Ausnahmesituationen? Die COVID-19-Pandemie ist ein einschneidendes Ereignis, das fast vier Milliarden Menschen dazu zwingt, die Interessen der öffentlichen Gesundheit über ihre Eigenen zu stellen, selbst wenn dies bedeutet, Isolation und soziale Distanzierung zu ertragen (Rashid & McGarth, 2020, S. 113). Im Jahr 2019 hätten wohl die wenigsten Menschen für möglich gehalten, dass der Ausbruch einer Erkrankung eine so lang andauernde Pandemie nach sich ziehen würde (Frank & Flückiger, 2022), von der fast vier Milliarden Menschen mehr oder weniger betroffen sind. Viele Menschen haben nicht nur Monate damit verbracht, das Haus nicht zu verlassen, sondern dadurch auch erhebliche finanzielle, soziale und emotionale Kosten davongetragen. Die Alternativlosigkeit der Einschränkungen war wegen der immer steigenden Inzidenzzahlen allgegenwärtig, was zu einer Erhöhung der psychischen Belastung führen und das Wohlbefinden beeinträchtigen kann (Rashid & McGarth, 2020, S. 113).
1 Kapitel: Einleitung: Beschreibt die theoretische Relevanz des Wohlbefindens und definiert die Forschungsfrage im Kontext der COVID-19-Pandemie.
2 Kapitel: Theoretische Grundlagen: Erläutert die Entstehung der Pandemie, medizinische Grundlagen sowie verschiedene psychologische Modelle des habituellen und aktuellen Wohlbefindens.
3 Kapitel: Methodik: Detailliert den Versuchsablauf der Online-Befragung sowie die eingesetzten Messinstrumente (FAHW-12 und FAHW).
4 Kapitel: Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten der Stichprobe und die inferenzstatistischen Analysen zur Prüfung der Hypothesen.
5 Kapitel: Diskussion und Reflexion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext existierender Literatur und reflektiert methodische Einschränkungen sowie Forschungsbedarf.
6 Kapitel: Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der untersuchten Fragestellung auf die Praxis.
COVID-19-Pandemie, habituelles Wohlbefinden, psychisches Wohlbefinden, physisches Wohlbefinden, soziales Wohlbefinden, 2G-Status, Impfschutz, Genesenenstatus, geschlechtsbezogenes Wohlbefinden, psychische Belastung, Lebenszufriedenheit, Gesundheitspsychologie, Stressbewältigung, Fragebogenstudie, Online-Erhebung.
Die Arbeit untersucht, ob es Unterschiede im habituellen Wohlbefinden zwischen Menschen gibt, die gegen COVID-19 geimpft oder genesen sind, und jenen, die keinen solchen Status vorweisen können.
Zentral sind die COVID-19-Pandemie, deren Maßnahmen zur Eindämmung und die Auswirkungen dieser Ausnahmesituation auf das psychische, physische und soziale Wohlbefinden des Menschen.
Es soll geprüft werden, ob das habituelle Wohlbefinden durch die gesellschaftlichen Einschränkungen während der vierten Welle 2022 bei der ungeimpften/nicht-genesenen Personengruppe niedriger ausfällt als bei der geimpften/genesenen Gruppe.
Es wurden zwei quantitative Online-Umfragen durchgeführt, bei denen der standardisierte „Fragebogen zum allgemeinen habituellen Wohlbefinden“ (FAHW sowie die Kurzform FAHW-12) verwendet wurde, um Daten von insgesamt 202 Personen zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse und eine kritische Diskussion, in der unter anderem geschlechterspezifische Diskrepanzen beleuchtet werden.
Neben dem habituellen Wohlbefinden sind der 2G-Status, die COVID-19-Pandemie und die psychische Gesundheit die zentralen Kernkonzepte der Untersuchung.
Die Besonderheit liegt in der Untersuchung der direkten Verbindung zwischen 2G-Status und habituellem Wohlbefinden innerhalb der vierten Infektionswelle, wobei explizit auch geschlechterspezifische Mehrbelastungen als Einflussfaktor interpretiert werden.
Interessanterweise konnte kein statistisch signifikanter Haupteffekt gefunden werden, der das habituelle Wohlbefinden direkt an den 2G-Status koppelt, wohl aber signifikante Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht.
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