Magisterarbeit, 2003
145 Seiten, Note: 2,0
TEIL I: EINLEITUNG
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Methodendiskussion
2. Das kommunalpolitische Sportkonzept der Stadt Böblingen
TEIL II: THEORIE
3. Sportentwicklung
3.1 Allgemeine Sportentwicklung
3.1.1 Die Veränderungen der allgemeinen Lebensbedingungen
3.1.2 Der Wandel des Sports
3.2 Kommunale Sportentwicklung
3.2.1 Probleme der kommunalen Sportentwicklung
3.2.2 Sportentwicklungsstudien und deren Ergebnisse
3.2.2.1 Anzahl der Sportaktiven
3.2.2.2 Motive für die sportliche Aktivität
3.2.2.3 Hitliste der Sportarten
3.2.2.4 Organisationsformen des Sporttreibens
3.2.2.5 Orte der Ausübung von Bewegungs- und Sportaktivitäten
3.3 Resümee Kapitel 3
4. Kommunale Sportentwicklungsplanung (SEP)
4.1 SEP – begriffliche Annäherung
4.2 Die aktuelle Situation der kommunalen SEP
4.2.1 Ziele kommunaler SEP
4.2.2 Entwicklungsaufgaben im Sportstättenbau
4.3 Charakterisierung einer zukunftsfähigen SEP
4.4 Ansätze der SEP
4.4.1 Richtwertbezogene SEP: Der Goldene Plan
4.4.2 Verhaltensorientierte SEP: Der Leitfaden des Bundesinstituts
4.4.2.1 Das konzeptionelle Vorgehen des Leitfadens
4.4.2.2 Die Bewertung der verhaltensorientierten SEP
4.4.3 Die Kooperative SEP
4.4.3.1 Die Planungsgruppe
4.4.3.2 Das konzeptionelle Vorgehen
4.4.3.3 Die Beratungstätigkeit des Expertenteams
4.4.3.4 Die Bewertung der kooperativen SEP
4.4.4 Integrative SEP
4.5 Resümee Kapitel 4
TEIL III: DATENANALYSE
5. Vergleichende Analyse von Sportförderrichtlinien
5.1 Grundlagen
5.1.1 Stichproben
5.1.2 Untersuchungskonzeption
5.1.3 Methodische Probleme
5.2 Darstellung und Bewertung der Untersuchungsergebnisse
5.2.1 Fördervoraussetzungen
5.2.2 Fördermaßnahmen
5.2.2.1 Allgemeine Fördermaßnahmen
5.2.2.2 Sportstättenförderung
5.2.2.3 Ideelle Förderung
5.3 Ergebnisse des Vergleichs als Entscheidungshilfe
5.4 Handlungsempfehlungen für die Sportförderrichtlinien
6. Allgemeine Konsequenzen
7. Schlussbemerkung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Ausblick zum weiteren Verfahren
Ziel der Arbeit ist es, ein Instrumentarium zur Fortschreibung des kommunalpolitischen Sportkonzepts der Stadt Böblingen zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie aktuelle Trends der Sportentwicklung sowie regionale Vergleiche kommunaler Förderrichtlinien genutzt werden können, um eine umsetzungsorientierte Sportplanung zu etablieren.
Die veränderte Nachfrage nach Sport und Bewegung
Grundsätzlich wurde die veränderte Nachfrage nach Sport und Bewegung schon im Kapitel 3.1.2 näher beleuchtet.
BREUER & RITTNER (2002, 22 ff) gehen bei ihren Ausführungen vor allem auf die Zunahme der Komplexität in der Sportnachfrage ein, mit der die Sportorganisationen zu kämpfen haben. Dabei verweisen sie darauf, dass es nach Auflösung des klassischen Sportmodells (Pyramidenmodell: Breitensport-Spitzensport) eine Zersplitterung in drei einzelne Bereiche gibt: (1) Gesundheits- und Fitnesssport (2) Erlebnis- und Funsport und (3) Leistungssport. Insbesondere die hybriden Nachfragemuster der Sportkonsumenten sorgen für Irritationspotential, das gerade in den letzten Jahren die Handlungsunsicherheit aller Sportanbieter enorm vergrößert hat.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Definition der Problemstellung sowie Erläuterung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.
2. Das kommunalpolitische Sportkonzept der Stadt Böblingen: Vorstellung der wichtigsten Elemente des bestehenden Sportkonzepts von 1997 und dessen fünf zentrale Handlungsbereiche.
3. Sportentwicklung: Theoretische Analyse der allgemeinen und kommunalen Sportentwicklung inklusive aktueller Trends und Ergebnisse aus Sportverhaltensstudien.
4. Kommunale Sportentwicklungsplanung (SEP): Auseinandersetzung mit verschiedenen Planungsansätzen und Charakterisierung einer zukunftsfähigen Sportentwicklungsplanung.
5. Vergleichende Analyse von Sportförderrichtlinien: Durchführung einer systematischen Synopse von Sportförderrichtlinien verschiedener Kommunen zur Ableitung von Optimierungsmöglichkeiten.
6. Allgemeine Konsequenzen: Zusammenfassung der strukturellen Handlungsnotwendigkeiten für die Bereiche Angebote, Organisationsformen und Sportinfrastruktur.
7. Schlussbemerkung: Resümee der Arbeit sowie ein Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.
Sportentwicklungsplanung, Kommunale Sportpolitik, Sportförderrichtlinien, Sportstättenbau, Sportverhalten, Breitensport, Vereine, Kooperative Planung, Sportinfrastruktur, Bedarfsanalyse, Böblingen, Gesundheitsförderung, Freizeitsport.
Die Arbeit befasst sich mit der kommunalpolitischen Sportentwicklung in der Stadt Böblingen und bietet eine fundierte Analyse sowie ein Instrumentarium zur Fortschreibung des lokalen Sportkonzepts.
Die zentralen Felder sind die Analyse der Sportentwicklung, die vergleichende Untersuchung von Förderrichtlinien sowie die Evaluation moderner Planungskonzepte für Sportstätten.
Ziel ist es, die Stadtverwaltung bei der Entwicklung einer umsetzungsorientierten Sportplanung zu unterstützen, um den geänderten Anforderungen an das Sporttreiben gerecht zu werden.
Es kommt primär die qualitative Dokumenten- und Inhaltsanalyse zum Einsatz, ergänzt durch quantitative Frequenzanalysen von Fördermodellen.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur Sportentwicklung, verschiedene Planungsansätze sowie eine detaillierte vergleichende Datenanalyse von Sportförderrichtlinien anderer Städte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportentwicklungsplanung, Kooperative Planung, Sportstätteninfrastruktur und Kommunale Sportpolitik geprägt.
Während traditionelle Ansätze Expertenwissen hierarchisch von oben anwenden, setzt die kooperative Planung auf dezentrale Strukturen, Partizipation und die Bündelung lokalen Wissens.
Der Vergleich zeigt, dass Böblingen in den Bereichen Jugend- und Grundförderung überdurchschnittlich gut abschneidet, jedoch im Bereich der Investitionszuschüsse für Sportstätten weniger Mittel bereitstellt.
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